Forschung in BayernWie Universitäten und Rüstungsindustrie kooperieren

An welcher Uni forschen Doktoranden an neuen Drohnen? Wo werden Materialtests für die Bundeswehr durchgeführt? Und welcher Lehrstuhl profitiert von einem Zuschuss des Pentagon? Ein Überblick über Kooperationen zwischen Wissenschaft und Rüstungsindustrie.

An welcher Uni forschen Doktoranden an neuen Drohnen? Wo werden Materialtests für die Bundeswehr durchgeführt? Und welcher Lehrstuhl profitiert von einem Zuschuss des Pentagon? Ein Überblick über Kooperationen zwischen Wissenschaft und Rüstungsindustrie.

Ottobrunn: Doktoranden tüfteln an der Drohne

Die Bundeswehruni München, die TU München, die TU Chemnitz, die Technische Hochschule Ingolstadt und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickeln mit der EADS-Tochter Cassidian die Drohne Sagitta (lateinisch "Pfeil"). Reine Grundlagenforschung, betont ein Cassidian-Sprecher, die gleichermaßen der zivilen wie der militärischen Luftfahrt zugute komme. Doch in firmeneigenen Präsentationen wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass Sagitta langfristig ein Geschäftsmodell wird. Bis dahin biete das Projekt der Firma "die Möglichkeit, Zugang zu Spitzenabsolventen der Ingenieurswissenschaften zu bekommen". 21 Doktoranden tüfteln an der Drohne. Der Standort Ottobrunn hat Tradition: Während des Zweiten Weltkriegs ließen die Nazis dort forschen, es wurden unter anderem Triebwerke für Kampfflugzeuge entwickelt. KZ-Häftlinge aus Dachau verrichteten die Bauarbeiten.

9. Dezember 2013, 10:482013-12-09 10:48:12 © Süddeutsche.de/infu