Mindestens eine Tote und 20 Verletzte: Bei einer Flugschau im fränkischen Schnaittach ist ein Doppeldeckerflugzeug mitten in die Zuschauermenge gerast.
Bei einer Flugschau in der Nähe von Nürnberg ist am Sonntag ein historischer Doppeldecker ins Publikum gerast und hat eine Frau getötet. Fünf Menschen wurden nach Polizeiangaben schwer verletzt, bis zu 20 weitere leicht. Während sich ein Opfer noch in Lebensgefahr schwebt, befinden sich die vier Schwerverletzten auf dem Weg der Besserung. Der Pilot entstieg dem Wrack seiner Maschine ohne Verletzungen, er stand aber unter Schock.
Bild vergrößern
Nach Angaben der Polizei war der Doppeldecker bei der Flugschau von Schnaittach beim Starten nach rechts ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast. (© dpa)
Anzeige
Zur Unfallursache gab es am Sonntagabend noch keine näheren Angaben, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat Ermittlungen aufgenommen. Offenbar war es aber auf dem Hochplateau, auf dem das kleine Flugfeld liegt, ziemlich windig - dies könnte Spekulationen zufolge den missglückten Start verschuldet haben. Zu der von einem Luftfahrtclub organisierten Veranstaltung waren mehr als 3000 Zuschauer erschienen.
Die Unglücksmaschine sollte gegen 15 Uhr zusammen mit zwei weiteren Flugzeugen zu einem Formationsflug abheben. Plötzlich aber brach der aus den frühen 1940er Jahren stammende Doppeldecker des Typs Tiger Moth auf der Startbahn nach rechts aus, durchbrach eine Metallabsperrung und raste in die Zuschauermenge vor dem Kontrollturm. "Der war höchstens einen oder zwei Meter in der Luft", berichtete der Augenzeuge Larry Cassel. Das Oldtimer-Flugzeug kam mitten zwischen Menschen und Biertischen zum Stehen und kippte auf die Nase.
Nach Angaben von Augenzeugen hat das Flugzeug offenbar nicht genügend Tempo gehabt, um abzuheben. Die getötete Frau war nach Augenzeugenberichten in den Propeller geraten. Nähere Angaben zu den Opfern gab es zunächst nicht. Der Kontrollturm des Flugfelds alarmierte umgehend Polizei und Rettungskräfte, die in großer Zahl anrückten - mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Noch am Abend machte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auf den Weg zum Unglücksort.
Der Pilot der havarierten Maschine stammt aus Gelnhausen in Hessen und gilt als erfahrener Flieger - den Veranstaltern zufolge sitzt er seit zwölf Jahren in den Cockpits historischer Modelle. Die Tiger Moth gilt als sicheres und besonders leicht zu manövrierendes Schulflugzeug. Georg Brandmüller, der Bürgermeister von Schnaittach (Kreis Nürnberger Land), zeigte sich "erschüttert über den Vorfall".
Das Flugfest im Ortsteil Lillingshof findet bereits seit 1969 statt. Bislang, so versichert der Vizevorsitzende des Fliegerclubs Lauf, Thomas Hurz, hat es dabei erst einmal einen Unfall gegebene, bei dem sich vor einigen Jahren ein Fallschirmspringer eine Unterschenkelverletzung zugezogen hatte. Hurz war Pilot einer der beiden anderen Maschinen, die gemeinsam mit dem Doppeldecker in die Luft gehen sollten, er hat den Unfall am Rande der Startbahn nicht gesehen.
Die dunkelgrüne Maschine mit dem Kennzeichen D-EBKT stand noch Stunden später für nähere Untersuchungen am Unfallort. Die Veranstaltung auf dem Flugfeld wurde nach dem Unglück sofort abgebrochen.
(SZ vom 6.9.2010/sonn/mel)
Gewalt in Syrien
Die neueste Antwort
Meine Güte.... was zieht die Menschen zu so einer Veranstaltung?
Die Leute kennen doch die Gefahren, die mit dem Besuch einer Flugshow
verbunden sind? Oder ? Was muss noch alles passieren, damit diese völlig
unnützen, überflüssigen und saugefährlichen Veranstaltungen endlich eingefroren
werden? Aber bitte.... alle sind aus eigenem Antrieb da, also tragen sie auch
selbst das Risiko! So traurig es ist, wenn dann Tote zu beklagen sind.... so sinn-
voll ist doch der Tod zur Vermeidung dieser völlig überflüssigen Gefahren.....
Ich habe solche Shows nie begriffen und werde es auch nie können...
Wer da hingeht, ist selber Schuld.... ich geh sogarsoweit zu sagen, es ist
völlig unverantwortlich, wenn Mann oder Frau Familie hat!
An b_moser:@, Es kam zu einem toedlichen Unfall,dass ist fuer alle Betroffenen ein furchtbares Erleben. Nun wie sie schreiben,sofort fuer die Zukunft verbieten,da klingt das Deutsche Bewustsein durch,was alles verboten werden muss was gefaehrlich ist. Dann muesste man auch die Wochenendausfluege mit dem Auto,Motorrad,Fahrrad und viele Dinge mehr verbieten,wo ist da der Anfang und wo das Ende ? Solange man lebt und sich bewegt ist man in irgent einer Gefahr,das wird sich nie aendern. Es sei denn man lebt nicht mehr, vor einigen Wochen stand von einem Ereigniss in Californien ein Bericht,wo ein Wuestenrennen mit privaten Autos gemacht wurde. Da standen die Zuschauer an der Rennstrecke und als ein Wagen abflog gab es 8 Tote und die Zuschauer wollten den Fahrer lynchen. Da stellt sich schon die Frage, musste das sein,niemand war verpflichtet sich das anzusehen und da zu stehen.
Gestern kam es in Langenselbold (Hessen) auch fast zu einer Katastrophe bei einer Flufschau. Eine Propellermaschine (russische Yak 55) drohte führerlos mit drehenden Propellern in die Zuschauer zu rasen. Das Flugzeug wurde mit der Hand am Propeller angeworfen und rollte dann in Richtung Zuschauer füherlos weg. Viele Besucher rannten weg und trampelten sich nieder. Die Maschine drehte sich glücklicherweise in raste in ein Gebüsch. Wann verbietet man eigentlich diese Flugshows ? Wieviele Menschen müssen noch zu Tode kommen ?
Und was soll er da? Wem sollte damit geholfen sein oder was sollte das bringen?
Das Geld für diesen Einsatz sollte man lieber an die Opfer spenden.