Audi baut bereits vor, 2007 werden 450 Akademiker eingestellt, 100 mehr als ursprünglich geplant. Mehr als die Hälfte davon werden in der Technischen Entwicklung eingesetzt.
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Stefan Eichhorn, Sprecher der HUK Coburg, kann keinen flächendeckenden Fachkräftemangel ausmachen. Allerdings reduziere sich die Zahl an potentiellen Bewerbern, seitdem die Unternehmen wieder vermehrt einstellten. "Durch eine im Vergleich zur Vergangenheit höhere Spezialisierungsanforderung wird der Markt an potentiellen Bewerbern zusätzlich kleiner."
Um dem Fachkräftemangel erfolgreich entgegenzuwirken, arbeite das Versicherungsunternehmen eng mit der FH Coburg zusammen. Dort wurden der Bachelorstudiengang "Versicherungswirtschaft" und der berufsbegleitende Masterstudiengang "Versicherungsmanagement" ins Leben gerufen. Eichhorn ist überzeugt: "Das kann ein Vorbild für andere Unternehmen sein."
Längere Arbeitszeiten
"Die Zeit der kurzen Arbeitszeiten ist wohl passé", sagt Heinz Baldauf, Geschäftsführer der Hans Binder Maschinenbau GmbH in Marzling (Kreis Freising). Ihm fehlt es an erfahrenen Vertriebsingenieuren. "Das fällt bei uns schon ins Gewicht. Gern würden wir die Last auf mehr Schultern verteilen, aber es ist schwer, qualifiziertes Personal zu bekommen", sagt Binder.
Auch das Handwerk sieht sich nach einem "zehnjährigen Schrumpfungsprozess" nun mit einem Fachkräftemangel konfrontiert. Holger Seit, Geschäftsführer beim Landesverband Bayerischer Bauinnungen, spricht von einem "partiellen Problem, ausreichend fähigen Nachwuchs zu finden".
An den Schulen müsse es mehr Praxisbezug geben, die Absolventen seien nicht ausreichend motiviert, sie bräuchten mehr Erfolgserlebnisse aus der Arbeit heraus. Audi-Sprecherin Antje Bauer wünscht sich außerdem eine bessere Förderung technischer Themen: "Schon in den Kindergärten wäre ein spielerischer Umgang mit Technik wünschenswert."
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(SZ vom 23.04.2007)
Die neueste Antwort
Warum haben zumindest die kleineren Betriebe zu Zeiten der gesamtwirtschaftichen Stagnation die Leute entlassen? Etwa weil sie volle Auftragsbücher hatten wie die Großbetriebe, die wegen der Aufträge aus dem Ausland Gewinne einfuhren oder weil die kleinen Betriebe zu wenig Aufträge hatten, um die Fachkräfte zu bezahlen? Denn was nützt es, die Fachkräfte zu halten, wenn der Betrieb deshalb in Konkurs geht?
gibt es tatsächlich so wenig Ingenieure?
ich weiß es nicht, was ich weiß ist aber, dass genug zuhause sitzen weil sie von den firmen ausgemustert wurden....jetzt rächt sich der jugendwahn!
ich stelle mir sowieso die frage, wann deutschland endgültig ausblutet?
denn eins ist sicher, wer in deutschland sich auf den weg macht etwas zu erreichen darf mit eine sache sicher rechnen, dass man ihm auf schritt und tritt steine in den weg legen wird....um am ende zu sagen, welch geniale idee man hatte...
siehe kapitel:jürgen klinsmann!
Wann werden die Unternehmen (auch der Mittelstand und das kleinere Gewerbe) begreifen, dass sich nur eine längerfristig und an der demographischen Entwicklung orientierte Personalpolitik auszahlt. Aber lieber schmeissen die Firmen heute Teile ihres Personals mit Abfindungen raus, um morgen "händeringend" wieder nach geeigneten Kräften zu suchen. Vielleicht gehörten zur Abwechslung mal in manchen Unternehmen unfähige Personalmanager gefeuert.