In seiner Funktion als EU-Entbürokratisierer habe Stoiber bislang keine Ergebnisse erzielt, beanstandet die FDP. Das lässt der Gescholtene nicht auf sich sitzen.
Die FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin hat Edmund Stoiber vorgeworfen, in seiner neuen Funktion als EU-Beauftragter für Entbürokratisierung noch keine Ergebnisse vorgelegt zu haben. "Bisher hat er nichts Konkretes geliefert", kritisierte Koch-Mehrin in der Passauer Neuen Presse.
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EU-Entbürokratisierer Edmund Stoiber verwahrt sich gegen Vorwürfe aus der FDP. (© Foto: ddp)
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Sie warf dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten vor, "keine vernünftige Haushaltsführung" für den Etat des Beraterkonsortiums zu haben. So würden für die Arbeit der Stoiber-Gruppe im ersten Arbeitsjahr bereits 1,6 Millionen Euro ausgegeben.
Dabei stünden bis 2010 nur zwei Millionen Euro zur Verfügung. Dies gehe aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage an EU-Kommissar Günter Verheugen (SPD) hervor.
Stoiber wies die Äußerungen Koch-Mehrins zurück. Sie habe "völlig falsche Behauptungen aufgestellt und einen völlig falschen Eindruck erweckt", schrieb Stoiber in einem Brief an die FDP-Politikerin. Die Gruppe habe keine zwei Millionen Euro zur Verfügung und auch keine 1,6 Millionen Euro verbraucht.
Vielmehr habe das Europäische Parlament für die Arbeit der Gruppe 250.000 Euro zur Verfügung gestellt, wovon bis Mitte des Jahres erst 35.000 Euro ausgegeben worden seien. Von diesen Fakten müsse Koch-Mehrin als Abgeordnete eigentlich wissen, schrieb Stoiber weiter.
Er habe auch keine Aufstockung dieser Mittel beantragt. In der Sache habe die Gruppe zudem bereits weitreichende Vorschläge erarbeitet, die sie noch im Herbst dem Rechtsausschuss des Parlaments sowie den Fraktionen erläutern werde, betonte er.
(dpa/gal/woja)
Wirbel um Obama-Biographie
Die neueste Antwort
Entschuldigen Sie, dass Sie diese "Fragen" ernsthaft gemeint haben, hatte ich nicht zu glauben gewagt.
Die richtige - aber von Ihnen nicht vorgegebene Antwort heit C. (= Weder noch - eine andere Lösung).
Ich gebe insofern jedoch recht, als der Artikel der AA den KONKRETEN Vorschlag der Expertenkommission einer Entlastung kleiner Unternehmen nicht weiter ausführt, da dies wohl den Rahmen sprengen würde. In Europa, so Stoiber, gebe es insgesamt 20 Millionen Betriebe. 16 Millionen davon haben weniger als zehn Mitarbeiter, wiederum 15 Millionen davon sind nicht überregional tätig. "Warum brauchen wir da europäische Vorschriften?" Die Firmen sollten nach Stoibers Meinung von übertriebener Bürokratie befreit werden. Insgesamt könnten die Unternehmen damit Kosten in Höhe von 150 Milliarden einsparen. "Das entspricht immerhin einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent."
Ihre Polemik führt in dieser Sache nicht weiter - gut ist bei Ihnen aber immerhin, dass Sie - im Gegensatz zu den inhaltslosen Hetzern dieses Forums - zumindest um eine Diskussion bemüht zu sein scheinen.
PS: Den erwähnten konkreten Vorschlag der Expertenkommission ist - meines Wissens - bisher nicht offengelegt - falls nun diese Frage kommen sollte.
Ich habe mich bemüht meine bisherigen Ausführungen mit Fakten, konkreten Hinweisen und einfach zu beantwortenden Fragen (wählen Sie A oder B) zu versehen. Von Ihnen kommen Beiträge wie "Stoiber weiß" (aber er sagt es nicht, zumindest noch nicht, woher wissen Sie also, dass er es weiß und nicht vermutet, hofft, schätzt), konkrete Fragen bleiben unbeantwortet und wenn all das nicht hilft, flüchten Sie sich gegenüber Forumsteilnehmern in Polemik und Unterstellungen (ich habe die Maßnahme z.B. nicht abgelehnt, sondern nur in Umfang und Sinnhaftigkeit relativiert).
Inwieweit Sie hoffen hierdurch Leser zu überzeugen, erschließt sich mir nicht.
Ich arbeite jetzt mal wieder was
MonacoMartino:
Sehr geehrte Pira26,
vielen Dank für Ihre Antwort, nur nennt der Artikel nicht eine einzige konkrete Maßnahme oder Basis für die gefühlten 150 Mrd. Konkret sind nach diversen Quellen "nur" 5,7 Mrd durch EÜ-Rechnung statt Bilanz (Problematik habe ich schon angesprochen, gehen sie mit Ihrer EÜ mal zur Bank zwecks Firmenkredit, die lachen über Sie/Stoibers Vorschlag).
--------------ZITATENDE------------------
Ich geb Ihnen recht. Herr Dr. Stoiber hätte die 150 Mrd. - natürlich ehrenamtlich - gleich am ersten Tag seiner Amtsübernahme einsparen MÜSSEN (damit zB der Maget neues Geld zum Verbraten in die Finger bekommt).
Dass Sie keine "einzige konkrete Maßnahme oder Basis " sehen hindert Sie aber nicht die von Ihnen vorgeschlagenen konreten Maßnahmen gleich abzulehnen.
Auch nicht schlecht.
ROFL!!!
Sehr geehrte Pira26,
vielen Dank für Ihre Antwort, nur nennt der Artikel nicht eine einzige konkrete Maßnahme oder Basis für die gefühlten 150 Mrd. Konkret sind nach diversen Quellen "nur" 5,7 Mrd durch EÜ-Rechnung statt Bilanz (Problematik habe ich schon angesprochen, gehen sie mit Ihrer EÜ mal zur Bank zwecks Firmenkredit, die lachen über Sie/Stoibers Vorschlag).
Wir schaffen also für alle Betriebe die (bösen) "europäische Vorschriften" ab und ersetzen sie durch A) Nichts, B) die vorher geltenden (guten) deutschen, italienischen, spanischen, ... Regelungen?
A) steht für Anarchie
B) Bedingt, dass die deutschen für das Unternehmen monetär bedeutend günstiger sind. Dann doch konsequenterweise bayerische, besser nieder- und separat oberbayrische Regelungen, da die meisten Unternehmen nur lokal aggieren. Statt also einen zentralen Apparat, schaffen wir wieder für jedes Land separate, wenn der Betrieb dann expandiert muss er zusätzlich die Regelungen der anderen Länder befolgen. Und das soll dann europweit gesehen günstiger sein. ROFL
Das Ziel dieses Vorschlags ist nachvollziehbar (Kompetenz und Macht zurück ins Land). Wenn Stoiber Geld sparen will, sollte eher die zunehmend macht- und entsprechend nutzlose nationale und freistaatliche Bürokratie abgebaut werden. Aber wer will das schon ;-)
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Stoiber-Alles-steht-auf-dem-Pruefstand-_arid,1301742_regid,2_puid,2_pageid,4289.html
www.augsburger-allgemeine.de
Europas Bürokratie
Stoiber: "Alles steht auf dem Prüfstand"
Augsburg (jös) - Edmund Stoiber ist fest entschlossen. Bayerns ehemaliger Ministerpräsident will Europas Bürokratie kräftig entschlacken. "Ich gehe noch weiter. Jede Bestimmung steht auf dem Prüfstand", sagte Stoiber im Interview mit unserer Zeitung.
Der CSU-Politiker steht an der Spitze der 15-köpfigen "High-Level-Group", die EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso berufen hat und die bis zum Sommer 2010 arbeitet. Die hochrangige Expertengruppe hat sich zum Ziel gesetzt, europäische Gesetze zu durchforsten. "84,4 Prozent der Vorschriften, die zwischen 1996 und 2004 erlassen wurden, kommen aus Europa, nur 15,6 aus Deutschland", so Stoiber.
Er selbst gehe an die Aufgabe "sehr politisch heran", trete in Landtagen auf, habe bereits Gespräche in London und Paris geführt. "Ich glaube, niemand hat erwartet, dass ich auch mit den Regierungen rede", betont der 66-Jährige. Die Gesetzesentwürfe würden von Beamten gemacht. Und zunächst nehme auch kaum jemand Notiz davon. Stoiber: "Erst wenn sie dann tief greifende Auswirkungen in den Ländern haben, ist der Aufschrei groß."
Ein konkreter Vorschlag der Expertenkommission ist eine Entlastung kleiner Unternehmen. In Europa, so Stoiber, gebe es insgesamt 20 Millionen Betriebe. 16 Millionen davon haben weniger als zehn Mitarbeiter, wiederum 15 Millionen davon sind nicht überregional tätig. "Warum brauchen wir da europäische Vorschriften?" Die Firmen sollten nach Stoibers Meinung von übertriebener Bürokratie befreit werden. Insgesamt könnten die Unternehmen damit Kosten in Höhe von 150 Milliarden einsparen. "Das entspricht immerhin einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent."
Artikel vom 13.08.08 - 19.05 Uhr
Letzte Änderung: 13.08.08 - 19.33 Uhr
szmtag
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