Vor knapp einem Jahr wurde der Polizist Alois Mannichl in Passau niedergestochen. Die Ermittler tappen im Dunklen. Mannichl spricht in einem Interview über seinen Alltag - und äußert indirekt Kritik.
Ein Jahr nach der Messerattacke auf den damaligen Passauer Polizeichef Alois Mannichl gibt es noch 430 offene Spuren in dem bislang ungeklärten Fall. Wie die Passauer Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt mitteilten, arbeiten derzeit noch zehn Ermittler an der Aufklärung der Tat. Bislang seien etwa 3000 Hinweise und Spuren bearbeitet und knapp 2100 Personen vernommen worden. Es gebe allerdings noch immer keine neuen Hinweise oder Spuren auf den oder die Täter.
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Alois Mannichl: Er wurde vor fast einem Jahr niedergestochen (© Foto: ddp)
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Den Angaben zufolge wurde in den vergangenen Monaten "alles Denkbare" unternommen, um den Fall zu klären. Dabei sei auch einer Vielzahl von Spekulationen nachgegangen worden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die Tat aus dem familiären Umfeld Mannichls begangen wurde oder die Planung durch eine Organisation erfolgte. Ermittelt wurde laut Polizei und Staatsanwaltschaft auch in Österreich.
Mannichls indirekte Kritik im Interview
Unterdessen übte Mannichl indirekt Kritik an den Ermittlern. "Es ist nicht meine Aufgabe als Opfer, die Ermittlungen zu kommentieren", sagte er der Berliner taz. "Aber wenn Fehler festgestellt werden, gehe ich davon aus, dass sie von den zuständigen Stellen bei der Polizei und der Justiz überprüft werden", fügte er hinzu.
Vor wenigen Tagen waren dem Bericht zufolge weitere Ermittlungspannen in dem Fall bekannt geworden. So hatte die Polizei kurz nach der Tat versäumt, bei Mannichl DNS-Material unter den Fingernägeln zu sichern, obwohl er ausgesagt hatte, er habe mit dem Täter gerangelt. Solches DNS-Material hätte eine entscheidende Spur sein können. Die Staatsanwaltschaft räumte die Versäumnisse ein.
"Nach einem solchen Anschlag ist das Leben natürlich erst mal von Angst geprägt", sagte Mannichl mit Blick auf die Zeit nach dem Angriff. "Auch der Angst, dass der Täter noch mal zurückkommt und ein zweites Mal zusticht", fügte er hinzu. "Aber irgendwann haben meine Familie und ich uns gesagt: Wir müssen das Leben wieder selber in die Hand nehmen. Heute führen wir wieder ein fast normales Leben."
Mannichl, der inzwischen als der ranghöchste Kriminalpolizist Niederbayerns im neu geschaffenen Polizeipräsidium in Straubing arbeitet, zeigte sich in dem taz-Interview davon überzeugt, dass der Täter gefasst werde - und dass dieser aus dem rechtsextremen Umfeld kommt.
Wörtlich sagte er: "Ich habe dem Täter in die Augen gesehen. Mit welchem Hass in seiner Stimme der mich angebrüllt hat: "Schöne Grüße vom nationalen Widerstand!" Und wie er mit dem Messer auf mich losgegangen ist!"
20.000 Euro Belohnung
Die Polizei sucht nach wie vor nach einem 25 bis 30 Jahre alten, 1,90 Meter großen, kräftigen Mann mit Glatze oder sehr kurz geschnittem Haar und einer Hautveränderung oder Tätowierung am Hals. Zur Aufklärung der Tat ist eine Belohnung in Höhe von 20.000 Euro ausgesetzt.
Der Passauer Polizeichef war am 13. Dezember 2008 an der Tür seines Wohnhauses im niederbayerischen Fürstenzell niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Täter soll dabei geäußert haben: "Viele Grüße vom nationalen Widerstand". Unter Mannichls Leitung war die Polizei im Landkreis Passau in der Vergangenheit immer wieder gegen Neonazis vorgegangen. Die Ermittler vermuten deshalb einen Racheakt von Rechtsextremisten.
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(sueddeutsche.de/ddp-bay/mati/aho)
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Bin kein Nazi. Aber wenn demnächst ein Kind auf dem Schulhof über seine eigenen Füße stolpert und die daraus resultierende blutige Lippe aus Scham davor die Peinlichkeit zuzugeben dem berüchtigten Schulschläger in die Schuhe schieben will, was soll man denn dann sagen? Am besten befördern, zum Klassensprecher!
[Also bitte, was ist denn daaaran unglaubwürdig ... ]
Sag ich auch immer.
Ein Rechto mit österreichischem Dialekt (nach Mannichls Aussage) fährt zu Mannichls Haus um ein Exempel zu statuieren. Dabei hat er leider die immer gern benutzten kalten Waffen (Messer, Schlagring, Baseballschläger) leider Daheim vergessen. Aber er hatte noch mal Glück, den Mannichl hat ja sein Lebkuchenmesser (am besten schaut man sich soein Teil an) draußen liegen gelassen und vergessen (keiner aus der Familie hat es bemerkt, nur soein Rechter).
Zum angeblichem Täter: Eine außergewöhnliches Tattooo, gefühlsloses Vorgehen und keine Akte bei der Polizei/LKA etc.? Irgendwie kaum zu fassen, dass dieser nicht irgendwo auffällt......
Zur Spurensicherung:
Mehrere Polizisten, die nichtmal auf die Idee gekommen sind Spuren zu sichern? Klar. 430 Spuren, davon 429 von den eigenen Kollegen. Jeder Arbeitnehmer wäre bei soeinem Vorgehen auf der Stelle gekündigt worden. Bei der Polizei ist es anscheinend schon Normalität.
Auch Mannichl ist komischerweise echt merkwürdig, da bestimmt DNA-Spuren unter den Fingernägeln dargewesen sind (hat ja mit dem geringt), aber darauf zu bestehen, dass man dies als Spur sichern soll (wenn fremde DNA-Spuren gefunden worden wären) ist ihm auch nicht in den Sinn gekommen (ja, ein Jahr später).
Kommt schon, was habt ihr denn alle?
Es ist doch bekanntl, dass der Rechtsradikale an sich auf jede noch so unerwartete Gelegenheit aus ist, es einem Amts- und/oder Würdenträger zu zeigen. Und da bietet sich ein vergessenes Lebkuchenmesser doch ZWINGEND an! Also bitte, was ist denn daaaran unglaubwürdig ...
nicht mehr so richtig an den rechten Täter glauben möchten, wer glaubts überhaupt noch?
Mannichl selbst auch nicht, der weiß ja, wies wirklich war.
Kurz vor der Wahl wird diese Kommödie angezettelt, denn nichts konnte die Staatspartei weniger brauchen als auch nur eine Stimme nach rechts zu verlieren.
Daß die anderen "demokratischen" Parteien hier nicht einhaken läßt tief blciken.
Ergo, wir haben gar keine Opposition, zumindestens keine die im Parlament vertreten ist.
Paging