Gut drei Wochen nach einem Anschlag auf sein Leben kann der Passauer Polizeichef Mannichl seine Arbeit wieder aufnehmen. Das LKA geht derweil neuen Hinweisen nach.
Dreieinhalb Wochen nach dem Mordanschlag auf den Passauer Polizeichef kehrt Alois Mannichl in den Dienst zurück. Der 52-Jährige sei wieder gesund und werde seinen regulären Aufgaben wieder nachgehen. Der bei der Messerattacke schwer verletzte Polizeidirektor werde von diesem Mittwoch, dem 7. Januar, an wieder arbeiten, sagte ein Sprecher des Regensburger Polizeipräsidiums am Montag.
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Nach der Attacke wieder wohlauf: der Passauer Polizeichef Alois Mannichl. (© Foto: AP)
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Unterdessen sucht das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) nach neuen Hinweisen in dem bislang ungelösten Fall. Im Umfeld von Mannichls Wohnhaus in Fürstenzell bei Passau seien am Sonntag mehrere Zigarettenkippen sichergestellt worden, erklärte LKA-Sprecher Karl-Heinz Segerer in München. Die abgebrannten Zigaretten würden nun im LKA-Labor auf mögliche Spuren untersucht.
Wenige Tage nach der Übernahme der Ermittlungen zu dem Fall hatte das LKA am Sonntag in Fürstenzell noch einmal die Umgebung des Reihenhauses Mannichls absuchen lassen. Die Gegend sei dabei von 30 Beamten großräumiger als unmittelbar nach der Tat untersucht worden, sagte Segerer. Die neue Leitung der Sonderkommission wolle ausschließen, dass nicht alle möglichen Spuren gesichert wurden.
Laut LKA-Pressesprecher wurden neben Zigarettenstummeln auch verschiedene Kleinteile aufgesammelt, die allerdings nicht genauer bezeichnet wurden. Die Polizisten hätten auch auf einem Kinderspielplatz in dem Wohngebiet nach Spuren gesucht. "Möglicherweise haben sich die Täter vorher dort aufgehalten", sagte Segerer.
Ermittlungen in alle Richtungen
Mannichl war am 13. Dezember vor seinem Haus niedergestochen worden. Hinter dem Attentat wird ein Racheakt von Rechtsextremisten vermutet, nachdem der 52 Jahre alte Polizeichef in der Vergangenheit mehrfach gegen Neonazi-Aufmärsche vorgegangen war.
Das LKA hatte nach Weihnachten die Führung der 50-köpfigen Sonderkommission von der Passauer Polizei übernommen. Zuvor hatte die ehemalige Soko-Leitung mehrere Rückschläge hinnehmen müssen.
So musste ein aus der rechten Szene stammendes Münchner Ehepaar, das wegen Beihilfe zum versuchten Mord in Untersuchungshaft saß, schon nach wenigen Tagen wieder freigelassen werden. Trotz der Veröffentlichung mehrerer Phantombilder sind der Täter und mögliche Komplizen bisher unbekannt.
Mittlerweile wurde die Soko um 20 Beamte des LKA und des Münchner Polizeipräsidiums ergänzt, dafür sind entsprechend weniger Ermittler aus Passau dabei. Das LKA ließ es zunächst offen, ob weiterhin schwerpunktmäßig in der Neonazi-Szene nach dem Täter und eventuellen Helfern gefahndet wird. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", sagte Segerer.
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(AFP/AP/dpa/gal/gba)
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Absolut mieses Phantombild, dilettantische Polizeiarbeit, vage Opferaussagen, zufällig vor Ort gefundene Tatwaffe (bei einem Mordanschlag!), öffentlichkeitswirksam ausgesuchte Tätergruppe, bei der von Natur aus gar nicht mehr gefragt, sondern gleich gehandelt wird. Ich frage mich immer mehr, ob es sich hier um eine Beziehungstat handeln könnte, die verzweifelt vertuscht werden soll.
Allerdings habe ich auch einiges gelernt. Falls mir wieder mal mein fahrrad geklaut werden sollte, suche ich nach Hinweisen (Symbole etc.), ob nicht vielleicht der Täter dem rechten Spektrum angehört. Dann wird vielleicht der Beamte auf der Polizeiwache nicht mehr so gelangweilt gucken, wenn er meine Anzeige aufnimmt, sondern es wird gleich eine Sonderkommission zusammen gestellt.
keine größeren körperlichen Blessuren nachbehalten zu haben, obwohl Herr Mannichl ja durch die Messerattacke schwer verletzt wurde. Zu sehen war davon auf dem ersten Foto aus dem Krankenhaus nichts. Auch die Tatsache, daß er auf eigenen Beinen nur 6 Tage nach der Tat das Krankenhaus verlassen konnte, ließ keinerlei Rückschlüsse auf die schwere Verletzung zu. Zu guter Letzt kann Herr Mannichl bereits gut 3 Wochen nach dem Anschlag als gesund wieder seinen Dienst aufnehmen.
Da gibt es sicher Schwerverletzte, die erheblich länger für eine Rehabilitation benötigen.
Auch ich glaube nicht, daß die Tat in der von Mannichl beschriebenen Art und Weise stattgefunden hat.
Und ich glaube, daß die beiden von ihm beschriebenen Phantome nie existiert haben oder zumindest aus einem völlig anderen Umfeld als dem von ihm angegebenen stammen.
Ich bin gespannt, was wir in ein - zwei Jahren, wenn Gras über die Sache gewachsen ist, hören werden, was wirklich passiert ist.
für das Opfer der Attacke stellt sich mir die Frage, wie die Definition einer "schweren Verletzung" aussieht. Mannichl sei schwer verletzt worden, aber das erste Foto vom Krankenlager ließ derartiges nicht vermuten. Auch, daß das Opfer bereits 6 Tage nach der Tat auf eigenen Beinen das Krankenhaus verließ, ist verwunderlich. Des weiteren, daß Herr Mannichl gut 3 Wochen nach der Messerattacke, die ihn "schwer verletzte", wieder dienstfähig sein soll.
Ich habe ein anderes Verständnis davon, was eine "schwere Verletzung" ist.
Paging