Fahrerflucht Frau lässt 13-jährigen Radfahrer verletzt liegen

Eine Autofahrerin fährt in Schlangenlinien auf einen Radfahrer zu, erfasst den 13-Jährigen - und lässt ihn nach kurzer Überlegung verletzt auf der Straße liegen. Passanten finden den bewusstlosen Jungen schließlich und bringen ihn ins Krankenhaus.

Schon wieder beschäftigt eine Fahrerflucht die Polizei. Schon wieder geht es um ein Kind, das bei einem Unfall verletzt wurde. Diesmal ermitteln Polizisten im Chiemgau.

Dort wurde am Mittwoch ein junger Radfahrer in Surberg bei Traunstein von einem Auto erfasst und von der Fahrerin mit einer Gehirnerschütterung liegengelassen. Die Frau und ihr Beifahrer stiegen zwar kurz aus und unterhielten sich, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Sie fuhren dann aber weiter, ohne sich um den 13-Jährigen zu kümmern.

Das Auto sei in Schlangenlinien auf den Jungen zugefahren, ehe es ihn auf der Gegenfahrbahn erfasst habe. Ein Passant fand den 13-Jährigen bewusstlos auf der Straße liegend und leistete zusammen mit einer Ärztin Erste Hilfe, ehe das Opfer ins Krankenhaus kam.

Beschimpft und auf die Straße geschleudert

Erst am vergangenen Wochenende wurde in Augsburg ein zehnjähriger Junge vom Fahrrad gefahren. Er wollte bei Grün eine Kreuzung überqueren, als er von einem Geländewagen am Hinterrad erfasst wurde und stürzte. Auch in diesem Fall fuhr das Auto einfach weiter. Doch der Junge hatte mehr Glück als der 13-Jährige im Chiemgau, er zog sich lediglich Schürfwunden zu.

Für Aufsehen hatte auch ein Fall in Coburg gesorgt: Dort ermittelte die Polizei zeitweilig gegen eine 63-jährige Rentnerin. Ihr wurde vorgeworfen, Anfang April einen Vierjährigen unvermittelt auf die Straße geschleudert und dessen Mutter beschimpft zu haben, nachdem es zu einem verbalen Streit zwischen den beiden Frauen gekommen war. Die Rentnerin war nicht zum ersten Mal auffällig geworden, allerdings wurden die Ermittlungen mittlerweile offenbar eingestellt.