Schauspielerin Uschi Glas liebäugelt offen mit der Rolle der einstigen Stoiber-Gegnerin - und kann sich auch vorstellen, eine Mörderin vor der Kamera zu verkörpern.

Uschi Glas hat schon viele Rollen gespielt: Die bayerische Schauspielerin gab die Indianer-Maid Apanatschi, eine knopfaugige Schülerin in "Pepe, der Paukerschreck" und, natürlich, die aufreizende Barbara in "Zur Sache, Schätzchen". Die letzten Jahrzehnte war sie jedoch meistens in Fernsehserien wie "Anna Maria - Eine Frau geht ihren Weg" zu sehen - richtig böse waren die Rollen nie.

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Schauspielerin Uschi Glas (© Foto: ddp)

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Nun erklärte sie in einem Interview, sie könne sich auch vorstellen, einmal eine Mörderin zu spielen. "Wichtig wäre natürlich ein guter Plot." Als Tatwaffe würde sie Gift bevorzugen - "eine Pistole ist nicht mein Stil", sagte sie.

Glas kann sich allerdings auch vorstellen, die scheidende Fürther Landrätin und einstige CSU-Rebellin Gabriele Pauli zu verkörpern. "Ich müsste ihr Charakterbild studieren und verstehen - eine Herausforderung", sagte Glas der Münchner Abendzeitung.

Sie habe schon immer eine Politikerin spielen wollen. "Ein Faible für starke, unbequeme Frauen habe ich jedenfalls", fügte die 64-Jährige hinzu. Die Politikerin ist allerdings rund 14 Jahre jünger als Glas.

Pauli war es, die im Herbst 2006 mit den Spitzelvorwürfen und den Rücktrittsforderungen gegen Edmund Stoiber die Debatte innerhalb der Partei auslöste, die letztlich zum Sturz des Ministerpräsidenten geführt hatte.

Eine Uschi Glas als Gabriele Pauli wäre auch deshalb ein wenig pikant, weil die Schauspielerin seit den siebziger Jahren offen mit der CSU sympathisiert.

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(ddp-bay/sueddeutsche.de/bica/odg)