Doppelmord von Notzing Tochter der Mordopfer will nicht aussagen

Sie half dabei, die Leichen ihrer Eltern in deren Garten in Notzing zu verscharren. Nun sollte die 18-Jährige in Landshut vor Gericht gegen ihren Ex-Verlobten aussagen - den mutmaßlichen Mörder. Doch die junge Frau will nicht.

Die Tochter der beiden Mordopfer von Notzing will in dem Prozess gegen ihren Ex-Verlobten nicht aussagen. "Meine Mandantin wird von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen", sagte Rechtsanwalt Robert Alavi am Mittwoch.

Vor dem Landgericht Landshut muss sich ein 22-Jähriger wegen zweifachen Mordes verantworten. Laut Anklage hat der Heizungsmonteur die Eltern der jungen Frau getötet, weil er den 60-Jährigen und die 54-Jährige für die Auflösung der Verlobung mit ihrer Tochter verantwortlich gemacht hatte. An diesem Donnerstag sollte nun die Tochter als Zeugin gehört werden.

Die 18-Jährige war in einem abgetrennten Verfahren vom Amtsgericht Freising zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Richter waren überzeugt, dass die damals 17-Jährige ihrem Ex-Verlobten bei der Beseitigung der Leichen geholfen hatte. Gegen dieses Urteil hatte sie jedoch Berufung eingelegt. Da damit das Urteil nicht rechtskräftig ist, muss sie nun nicht in dem Mordprozess gegen den 22-Jährigen Landshut aussagen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte der damals 21-Jährige die Eltern mit äußerster Brutalität getötet. Anschließend wartete er auf die junge Frau und zwang sie, bei der Beseitigung der Toten zu helfen.