Hinzu kommt die politische Lähmung durch die neunmonatige Abschiedstournee. Stoiber hat seinen Nachfolgern in seinen letzten Wochen nicht nur eine Regierungserklärung serviert, mit der er noch finanzwirksame Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen wollte, er soll auch dafür gesorgt haben, dass das neue CSU-Grundsatzprogramm unbedingt noch in seiner Amtszeit verabschiedet wurde. Damit verwehrte er seinen Nachfolgern, mit dem Programm eigene Akzente für die Zukunft zu setzen.
Anzeige
Andererseits haben Beckstein und Huber selber schwere politische Fehler begangen. Becksteins Kabinettsbildung samt seiner ersten Regierungserklärung war eine Enttäuschung, der neue Regierungschef kämpft seither gegen den Ruf, matt und uninspiriert zu sein. Huber hat gegen den dringenden Rat fast aller führenden Parteifreunde mit der Landtagsabgeordneten Christine Haderthauer eine politisch unerfahrene Generalsekretärin berufen, die in der jetzigen Krise der Partei überfordert wirkt.
Der schwerste handwerkliche Fehler des Tandems war jedoch das Durcheinander beim Rauchverbot. Beckstein war schon als Innenminister unter Stoiber dagegen, dass Bayern in dieser Frage vorprescht. Als neuer Regierungschef hatte er dann nicht die Kraft, sich einer besonders scharfen Fassung zu widersetzen, bei deren nachträglicher Korrektur sich die CSU dann vollends blamierte.
Der Einwand der Stadt München, man könne das Rauchverbot auf dem Oktoberfest auf die Schnelle nicht durchsetzen, wurde zunächst als typische rot-grüne Unfähigkeit abgetan, jetzt gilt die Sache als gravierende Hürde. Derzeit wird allen Ernstes erwogen, sämtlich Bierzelte zu unterkellern, um dort die Toiletten unterzubringen, damit in den bisherigen Toilettenbereichen Raucherzonen eingerichtet werden können. Die Theresienwiese wäre dann außerhalb der "Wiesn" eine Brachfläche mit Tausenden unterirdischer Toiletten.
Aber nicht nur Fehler belasten das CSU-Tandem. Hinter Erwin Huber lauert die CSU-Sphinx Horst Seehofer. Seehofer hat zwar eben erst beteuert, er wolle nicht CSU-Chef werden, doch das glaubt in der Partei keiner. Im Gegenteil: Falls es im Herbst schiefgeht und die CSU die absolute Mehrheit verliert, gilt es in der CSU als denkbar, dass Seehofer dann nach beiden Ämtern greift.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
- Streit um CSU-Steuerkonzept Steinbrück knöpft sich christsoziale Wahlversprechen vor 04.05.2008
- Kritik an Steuerplänen der CSU "Wunschkonzert aus Angst vor den Wahlen" 03.05.2008
- Landtagswahlen Gegensätzliche Erwartungen 03.05.2008
- CSU Vorwärts im Stimmungstief 02.05.2008
- CSU Waigel attackiert Stoiber 02.05.2008
(SZ vom 05.05.2008/aho)
Probleme beim Berliner Flughafen lange bekannt
Die neueste Antwort
[Satire Beginn]
Wenn alles nichts nützt dann wird Huber seinen letzen und genialsten Coup landen: Huber wird den (Kriech-)Gang nach Wolfratshausen machen und unseren verdienten Stoibär anbetteln,anschleimen und anwinseln bis er wieder als MP-Kandidat antritt.
Als Geschenk bekommt Stoibär seinen Transrapid (die vier Mrd. sind der LB gar nicht abhanden gekommen,sondern sind auf einem hochgeheimen Lichtensteiner Stiftungskonto "Transrapid" gebunkert (der B(ay)ND hat es subversiv angelegt)) der dann auf wundersame Weise doch finanziert werden kann.
Last but not least holt sich Huber beim Papst einen Gutschein für die Turbo-Seeligsprechung des Stoibär.
Wenn das kein Angebot ist.
[Satire Ende]
Wenn das alles nicht so ernst mit und bei der CSU (Clowns Suchen Unterstützer) wäre, dann könnten wir über die Satire lachen.
Aber wer weiss was Huber noch so alles einfällt.
optisch,
na ja,
hat aber bistimmt einen tollen Charakter
die Ohren sind putzig
(Ironie Beginn) Wenn die Umfrageergebnisse weiter sinken, wird stufenweise folgendes vorgeschlagen:
- keine MWST auf Benzin
- höherer Steuerfreibetrag
- noch höherer Steuerfreibetrag
- Rabatt beim Kauf von BWM oder Audi
- Freibier am Wahltag
- Freibier bis Jahresende
(Ironie Ende)
IM Ernst: die bisherig gross angekündigte Senkung de Lohnnebenkosten ist ausgeblieben. Genauso wird die Erfüllung all dieser Versprechungen ausbleiben. Zum Ausgleich werden Rentenversicherung, Krankenkasse und Steuern -außer die Unternehmenssteuer erhöht werden (sie MWST-Ankündigen im Wahlkampf)
Wie Herr Huber heute sagte: Die CSU diennt denBedürfnissen der Menschen deshalb wurde das Büchergeld erhöht, eine unsäglich Krankenkassenreform beschlossen, die Pendlerpauschale usw. abgeschafft.
Nun haltet mal den Ball flach in München. Die CSU wird immer noch mit 48 % gehandelt und das reicht allen Erfahrungen gemäss zur Mehrheit der Mandate im bayrischen Landtag.
Gut, der Chefstotterer aus Wolfratshausen hat den schlechten Zustand dieser CSU mit zu verantworten, seine Hinterbliebenen haben diesen Zustand konsequent ausgebaut. Sie arbeiten täglich daran, sich lächerlich zu machen und beweisen den bayrischen Wählern ihre teils beschämende Inkompetenz. Dabei geraten sie geradezu in Panik und wollen jetzt Wohltaten und Wahlgeschenke in Giesskannenmanier übers Volk ausschütten. Sie hinterfragen nicht die Finanzierbarkeit und verlieren damit jede Seriösität für die Begründung ihrer Regierungsfähigkeit. Es werden Wohltaten angekündigt, die mangels Masse nicht umgesetzt werden können und geben sich der Lächerlichkeit preis. Bis zu seinem Verzicht auf das Superministerium genoss Stoiber mehr Ansehen in Berlin und hatte etwas etwas mehr Gewicht. Seine beiden Nachfolger sind politische Leichtmatrosen und so werden sie von der Schwersterpartei und den Sozialdemokraten auch behandelt. So kommen sie nicht aus der Krise und verschärfen den Eindruck, dass sie es tatsächlich nicht können. Grosse Alternativen haben die Bayern nicht. Die SPD zu schwach, die Linke ungeliebt, die FDP gibt es gar nicht und die Grünen sind irgendwie auch nicht auf dem Platz. Auch alle Oppositionsparteien verfügen über Spitzenkandidaten, die beim Bürger nicht ankommen. So wird es dann wohl nach der Wahl mit Huber und Beckstein im Tandem weitergehen.
Wie kann man nur behaupten, Huber würde Steuergeschenke verteilen. Gerüchte zu folge, hat er sich von der Bayrischen Landesbank ein Finanzkonzept erstellen lassen. Die wissen ja wie so was geht!
Ich konnte mir nicht vorstellen dass zeitlebens die Berliner Mauer fallen würde. Die Vorstellung, dass diese gefühlte Mauer in Bayern fallen könnte, erscheint mir abartig für den gemeinen Landsmann und die gemeine Landfrau.
Wer genug Amigos sein eigen nennt und diese auch noch überstehen kann. Wer reflexartig die mir sann mir Mentalität beim gemeinen bayrischen Wahlvolk aktivieren kann und die Patriidiotische Karte als Haupttrumpf im Zweifelsfall spielt! Wer sich darauf stützt, das das Souverän über Jahrzehnte erprobt, dumm genug ist alles zu glauben was man als Erfolg verkauft!
Der kann sich drauf verlassen: diese Show wird weiter gehen! Und das schlimme ist der Bayer hat sich dies über Jahrzehnte redlich verdient!
Paging