Pannen, sinkende Umfragewerte und schwindende Bedeutung im Bund - in der CSU wächst fünf Monate vor der Landtagswahl die Nervosität. Schuld an der Misere ist aber nicht allein das neue Führungstandem.
Bei Wahlgeschenken hat die CSU viel Routine. Jeder bayerische Finanzminister war trickreich genug, um kurz vor einer Wahl noch einen verborgenen Topf anzuzapfen, aus dem sich irgendeine Wohltat finanzieren ließ. Doch das Wahlgeschenk, dass die CSU jetzt im Sinn hat, hat etwas panikartiges an sich.
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Leiden unter den Folgen der Stoiber-Jahre: Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) (© Foto: dpa)
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Die 28 Milliarden Euro Steuerentlastung, die Parteichef Huber verspricht, sind nirgends gegenfinanziert, eine Luftbuchung, wie sie die CSU sonst gerne der politischen Konkurrenz vorwirft. Zumal Hubers gigantische Steuerentlastung, den bisherigen Kurs konterkariert, wonach die Haushaltskonsolidierung strikten Vorrang haben soll.
Ein schuldenfreier Etat, das war Edmund Stoibers großes Ziel. Und ihm war jedes Mittel recht, um diese Ziel in Bayern auch in einer Zeit zu erreichen, als noch kein Aufschwung die Steuerkassen füllte. Unter den Folgen der letzten Stoiber-Jahre leiden seine beiden Nachfolger Erwin Huber und Günther Beckstein noch heute.
Insofern haben die negativen Umfragewerte der CSU für Beckstein und Huber einerseits etwas Tröstliches, das ihnen andererseits aber überhaupt nichts nützt. Sie sind nur zum Teil schuld daran, dass die CSU so schlecht dasteht, müssen aber ausbaden, was Stoiber angerichtet hat. "Das ist doch alles die Hinterlassenschaft von Edmund Stoiber", sagt ein führender CSU-Mann.
Ob es die Schwierigkeiten mit dem überstürzt eingeführten achtjährigen Gymnasium sind, die Blamage beim Transrapid, die Nebenwirkungen einer überehrgeizigen Verwaltungsreform, die Schleifspuren eines rabiaten Sparkurses - auf allen CSU-Baustellen müsste eigentlich ein großes Schild stehen: Hier hat Edmund Stoiber für Sie gebaut.
Selbst die Malaise der Bayerischen Landesbank, die vor allem Huber in seiner Eigenschaft als bayerischer Finanzminister unter Druck setzt, sei in Wahrheit vor allem Stoiber anzulasten. Der habe gegen massive Widerstände den inzwischen zurückgetretenen Bankchef Werner Schmidt durchgedrückt, der die Bank in riskante Spekulationsgeschäfte getrieben habe, heißt es in München.
Beckstein und Huber haben wenig unternommen, um einen Abstand zum problematischen Teil des Stoiber-Erbes herzustellen. In einer Mischung aus alter Loyalität und dem schlechten Gewissen von Königsmördern, die dem Gemeuchelten nicht auch noch hinterhertreten wollen, strichen sie vor allem die Kontinuität heraus. So entstand der Eindruck, in Bayern werde im Großen und Ganzen alles weitergehen wie unter Stoiber, nur eben ohne Stoiber. Dass der erzwungene Abschied Stoibers auch Gründe gehabt muss, wird unter den Teppich gekehrt.
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Die neueste Antwort
[Satire Beginn]
Wenn alles nichts nützt dann wird Huber seinen letzen und genialsten Coup landen: Huber wird den (Kriech-)Gang nach Wolfratshausen machen und unseren verdienten Stoibär anbetteln,anschleimen und anwinseln bis er wieder als MP-Kandidat antritt.
Als Geschenk bekommt Stoibär seinen Transrapid (die vier Mrd. sind der LB gar nicht abhanden gekommen,sondern sind auf einem hochgeheimen Lichtensteiner Stiftungskonto "Transrapid" gebunkert (der B(ay)ND hat es subversiv angelegt)) der dann auf wundersame Weise doch finanziert werden kann.
Last but not least holt sich Huber beim Papst einen Gutschein für die Turbo-Seeligsprechung des Stoibär.
Wenn das kein Angebot ist.
[Satire Ende]
Wenn das alles nicht so ernst mit und bei der CSU (Clowns Suchen Unterstützer) wäre, dann könnten wir über die Satire lachen.
Aber wer weiss was Huber noch so alles einfällt.
optisch,
na ja,
hat aber bistimmt einen tollen Charakter
die Ohren sind putzig
(Ironie Beginn) Wenn die Umfrageergebnisse weiter sinken, wird stufenweise folgendes vorgeschlagen:
- keine MWST auf Benzin
- höherer Steuerfreibetrag
- noch höherer Steuerfreibetrag
- Rabatt beim Kauf von BWM oder Audi
- Freibier am Wahltag
- Freibier bis Jahresende
(Ironie Ende)
IM Ernst: die bisherig gross angekündigte Senkung de Lohnnebenkosten ist ausgeblieben. Genauso wird die Erfüllung all dieser Versprechungen ausbleiben. Zum Ausgleich werden Rentenversicherung, Krankenkasse und Steuern -außer die Unternehmenssteuer erhöht werden (sie MWST-Ankündigen im Wahlkampf)
Wie Herr Huber heute sagte: Die CSU diennt denBedürfnissen der Menschen deshalb wurde das Büchergeld erhöht, eine unsäglich Krankenkassenreform beschlossen, die Pendlerpauschale usw. abgeschafft.
Nun haltet mal den Ball flach in München. Die CSU wird immer noch mit 48 % gehandelt und das reicht allen Erfahrungen gemäss zur Mehrheit der Mandate im bayrischen Landtag.
Gut, der Chefstotterer aus Wolfratshausen hat den schlechten Zustand dieser CSU mit zu verantworten, seine Hinterbliebenen haben diesen Zustand konsequent ausgebaut. Sie arbeiten täglich daran, sich lächerlich zu machen und beweisen den bayrischen Wählern ihre teils beschämende Inkompetenz. Dabei geraten sie geradezu in Panik und wollen jetzt Wohltaten und Wahlgeschenke in Giesskannenmanier übers Volk ausschütten. Sie hinterfragen nicht die Finanzierbarkeit und verlieren damit jede Seriösität für die Begründung ihrer Regierungsfähigkeit. Es werden Wohltaten angekündigt, die mangels Masse nicht umgesetzt werden können und geben sich der Lächerlichkeit preis. Bis zu seinem Verzicht auf das Superministerium genoss Stoiber mehr Ansehen in Berlin und hatte etwas etwas mehr Gewicht. Seine beiden Nachfolger sind politische Leichtmatrosen und so werden sie von der Schwersterpartei und den Sozialdemokraten auch behandelt. So kommen sie nicht aus der Krise und verschärfen den Eindruck, dass sie es tatsächlich nicht können. Grosse Alternativen haben die Bayern nicht. Die SPD zu schwach, die Linke ungeliebt, die FDP gibt es gar nicht und die Grünen sind irgendwie auch nicht auf dem Platz. Auch alle Oppositionsparteien verfügen über Spitzenkandidaten, die beim Bürger nicht ankommen. So wird es dann wohl nach der Wahl mit Huber und Beckstein im Tandem weitergehen.
Wie kann man nur behaupten, Huber würde Steuergeschenke verteilen. Gerüchte zu folge, hat er sich von der Bayrischen Landesbank ein Finanzkonzept erstellen lassen. Die wissen ja wie so was geht!
Ich konnte mir nicht vorstellen dass zeitlebens die Berliner Mauer fallen würde. Die Vorstellung, dass diese gefühlte Mauer in Bayern fallen könnte, erscheint mir abartig für den gemeinen Landsmann und die gemeine Landfrau.
Wer genug Amigos sein eigen nennt und diese auch noch überstehen kann. Wer reflexartig die mir sann mir Mentalität beim gemeinen bayrischen Wahlvolk aktivieren kann und die Patriidiotische Karte als Haupttrumpf im Zweifelsfall spielt! Wer sich darauf stützt, das das Souverän über Jahrzehnte erprobt, dumm genug ist alles zu glauben was man als Erfolg verkauft!
Der kann sich drauf verlassen: diese Show wird weiter gehen! Und das schlimme ist der Bayer hat sich dies über Jahrzehnte redlich verdient!
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