Man habe keine Lust mehr, das hohe Lied auf den neuen Stil in der Partei mitzusingen. Und erst recht habe man keine Lust mehr, sich von Parteioberen den Bauch pinseln zu lassen in sogenannten Basiskonferenzen - um dann der Heimatzeitung zu entnehmen, was der Vorstand beschlossen habe.
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Man müsse sich das vorstellen, erzählt Bursian: Zwei Wochen vor der Nominierung von Hohlmeier habe man sich als oberfränkisches Parteimitglied "vier Stunden lang bequasseln lassen dürfen" von Generalsekretär Guttenberg und Parteichef Horst Seehofer.
Die Veranstaltung nannte sich "Frankenkonferenz", gedacht als Seelenmassage für die geschundene Basis. "Und dann lese ich zwei Wochen danach in der Montagszeitung, dass unsere Kandidatin seit dem Wochenende Hohlmeier heißt."
Parteichef Horst Seehofer reagiert auf Berichte von der verbitterten fränkischen Basis mit Gleichmut. Und fragt man Monika Hohlmeier danach, so erklärt sie, die Stimmung werde momentan immer besser - und "einzelne Stimmen der Kritik" könne man an der Basis immer vernehmen bei Entscheidungen in einer Volkspartei. Das Problem der CSU in Franken scheint freilich zu sein, dass viele Einzelstimmen einen Chor ergeben.
Ein Gründungsmitglied sagt Ade
Im drei Kilometer von Mistelgau entfernten Dorf Glashütten trat am Mittwoch der CSU-Ortsverband zusammen. Zwei von 20 Mitgliedern waren schon vorab aus der CSU ausgetreten. Im Sitzungsverlauf wurde noch bekannt, dass auch Manfred Rauh, Gründungsmitglied der Glashüttener CSU, ausgetreten ist. 33 Jahre lang war er Mitglied.
Nun hat er die CSU ebenso verlassen wie der ehemalige Bayreuther Kreisvorstand Gerhard Vogler, der 26 Jahre lang Mitglied war; wie die frühere Bürgermeisterin von Stadtsteinach, Anneliese von Ramin, die 21 Jahre lang Mitglied war; und wie der Kunreuther CSU-Ortschef Roland Hollfelder, der zehn Jahre lang Mitglied war.
Fragt man aber beim oberfränkischen CSU-Bezirksgeschäftsführer Reinhold Rott nach offiziellen Zahlen, so antwortet er: "Austritte wegen Frau Hohlmeier sind mir nur acht Stück bekannt." Rott räumt ein, dass diese Auskunft verblüffen mag.
Schließlich sind allein in den Dörfern Mistelgau und Glashütten acht CSU-Austritte bekannt geworden. Rott erläutert, dass er erstens nur diejenigen mitzählen kann, deren Austritte beim Bezirksverband angekommen sind - oft schicken die Mitglieder ihre Erklärung an den Orts- oder Kreisverband.
Und dass er zweitens diejenigen Mitglieder nicht mitzählt, die erklären, sie hätten sich den Austritt schon oft überlegt, nun aber sei das Maß endgültig voll. "Solche Austritte mitzuzählen wäre unfair gegenüber Frau Hohlmeier", findet Rott.
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(SZ vom 16.1.2009/odg)
Die neueste Antwort
Bayern und Franken passen einfach nicht zusammen. Sie sollten sich im gegenseitigen Einverständnis trennen. Mit einem Bundesland Franken klappt es bestimmt auch wieder mit dem bayerischen Nachbarn.
Wie Hirnlos sind die eigentlich in dieser Partei, zu glauben, dass mit dem Namen Hohlmeier noch was zu gewinnen ist. Herr Seehofer hat scheinbar die Skandale, die diese Frau hinter sich gebracht hat beflissentlich vergessen. Das Volk hat nichts vergessen. Alleine die G 8 Story hat der CUS zig Stimmen gekostet und jetzt wieder so ein Eigentor. Wenn das kein Filz ist, die Arme braucht ja wieder eine lukrative Beschäftigung. Scheinbar haben die CSU Oberen gedacht wenn sie dann in Brüssel hockt, kann sie in der Heimat nicht mehr unangenehm auffallen.
ohne geregeltes Einkommen.
"Stellen Sie sich vor, Sie als Niederbayer müssten in Schwaben antreten absurd, oder?
Das ist absurd, weil ich aus ganzem Herzen Niederbayer bin... "
Das ist ein Zitat von Manfred Weber aus der Online AZ von gestern.
Das bedeutet also, dass die Moni gar nichts von ganzem Herzen ist, weder Oberbayerin noch Fränkin. Warum also dann den ganzen Bahai um den Reginalproporz?
Dann belehren Sie doch einen Ungebildeten und sagen's, wie das jetzt ist in der CSU. War der Posselt besser? Wird der Stammesproporz jetzt dadurch im Lot gehalten, in dem man verdiente Mitglieder, oder zumindest deren Kinder, durch das Land ziehen lässt?
Paging