Angespannte Atmosphäre und scharfe Attacken. Die Landtagsdebatte um den rechten Terror und die Morde von Neonazis war hitzig. Die Opposition greift die Staatsregierung massiv an und die CSU protestiert wütend mit Zwischenrufen wie: "Geh doch heim!"
Es war der Versuch einer Zwischenbilanz in äußerst angespannter Atmosphäre: Bei einer von scharfen Attacken geprägten und turbulenten Plenardebatte hat sich der Landtag am Donnerstag mit der Mordserie durch Neonazis befasst. Dabei griff vor allem SPD-Fraktionsvize Natascha Kohnen die CSU scharf an, auch den in Tschechien weilenden Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Dessen Äußerung beim politischen Aschermittwoch, er werde "bis zur letzten Patrone" gegen Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme kämpfen, sei eine Entgleisung. Extremismus zeige sich "auch in der Sprache", sagte Kohnen, "rüsten Sie verbal ab".
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Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fordert ein Verbot der NPD. (© dapd)
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Bei der CSU sorgte das für wütende Zwischenrufe ("Geh doch heim!") und Proteste. "Sie hatten Schaum vorm Mund", sagte CSU-Fraktionsvize Karl Freller, der am Vorabend davon erfahren hatte, dass auch sein Name auf einer der Listen des Zwickauer Neonazi-Trios gefunden wurde.
Kohnen attackierte auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Dessen Verfassungsschutzberichte "waren und sind ein fatales Signal an die Gesellschaft, ja ein Schlag ins Gesicht aufrechter Demokraten", sagte sie. Kohnen: "Man ließ die braune Pest der neuen Nationalsozialisten schlichtweg grassieren, umso stärker wurde der Linksextremismus ins Visier genommen."
Zuvor hatte Herrmann einen Zwischenbericht zum Ermittlungsstand abgegeben. "Wir schulden den Opfern und ihren Hinterbliebenen nicht nur unser Mitgefühl, wir schulden ihnen auch eine genaue Aufklärung", sagte Herrmann. Als nicht mehr hinnehmbar bezeichnete Herrmann das Auftreten der NPD und deren Finanzierung aus Steuermitteln. "Die NPD muss verboten werden." Als positives Beispiel nannte er die Bürger im von Neonazis häufig heimgesuchten Wunsiedel, die sich "diesen braunen Stinkstiefeln" entgegenstellen.
Kohnen und der Extremismusexperte der Grünen, Sepp Dürr, kritisierten, Herrmann habe nichts Neues zu sagen gehabt. Dürr erklärte sich gleich zu Beginn in eigener Sache: "Wenn sich Angehörige der CSU verunglimpft fühlten, bedauere ich dies." Dürr hatte zuvor mit Äußerungen über eine Nähe der CSU zum Rechtsextremismus für Empörung bei der Union gesorgt. Die Behörden im Freistaat litten gleichwohl an einer "Wahrnehmungsblindheit" bei Taten mit rechtsextremem Hintergrund, sagte Dürr.
Joachim Hanisch (Freie Wähler) verlangte, vor allem die Rolle der V-Leute in der NPD und deren Bezahlung zu überprüfen. Für die FDP bedauerte Andreas Fischer, der Landtag habe keine gemeinschaftliche Linie gefunden: "Wir haben heute eine Chance verpasst."
Die nächste Gelegenheit bietet sich beim Plenum am 13. Dezember: Für dieses kündigte Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) eine Gedenkveranstaltung für die Opfer an: "Angesichts dieser neuen, erschreckenden Dimension des rechtsextremistischen Terrors müssen wir als Demokraten eng zusammenstehen", sagte sie.
(SZ vom 25.11.2011/bica)
Die neueste Antwort
Denn Rechtsextreme, die CSU wählen sind genehm. Rechtsextremne, die NPD wählen sind Pfui.
Der Vorwurf, der LfV wäre auf dem rechten Auge blind ist absurd. Der Verfassungsschutz in Bayern ist auf beiden Augen blind, dazu taub und imkompetent. Dafür aber phantasievoll und teuer. Auflösen und das Geld in sinnvollere Maßnahmen stecken wäre das Beste.
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Mit dem Geld der Hypo Alpe Adria hat Jörg Haider nachweislich die "rechtsextremen in Ungarn" gesponsert.
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Die sitzen jetzt in Ungarn im Parlament:
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http://www.sueddeutsche.de/politik/wahl-in-ungarn-rechtsextreme-schaffen-europas-pulverfass-1.11637
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http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759640,00.html
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http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,758752,00.html
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Die Pressefreiheit ist in Ungarn inzwischen massiv eingeschränkt:
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http://www.sueddeutsche.de/politik/pressefreiheit-in-ungarn-die-eu-ungarn-und-der-haider-paragraf-1.1039440
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http://www.handelsblatt.com/politik/international/ungarn-setzt-die-pressefreiheit-ausser-kraft/3744182.html
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Leute, wer hier an einen Zufall glaubt, der träumt.
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Werbefilm der Thule-Gesellschaft - die die engsten Verbindungen zu den ungarischen Stiefeltretern hat:
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http://www.thule-gesellschaft.org/index.php?option=com_content&view=article&id=297
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Das ist kein Zufall. Das ist bestens vernetzt und organisiert.
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....Dessen Äußerung beim politischen Aschermittwoch, er werde "bis zur letzten Patrone" gegen Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme kämpfen, sei eine Entgleisung....
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Denn mit dieser primitiven Äußerung spricht er den "braunen Sumpf" an!
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Den Sumpf, die als Wählerschaft bei ihm angesiedelt ist.
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und diese braune Gruppe hat Theo Weigel auf der Webseite:
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http://www.thule-gesellschaft.org/index.php?option=com_content&view=article&id=297
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Tja, die werben für die Rückererstattung der Gebiete..!
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Und genau das ist das Problem....!
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Einge Politiker sind auf dem rechten Auge blind...!
Solange sich die CSU weigert, die Akten zum Oktoberfestattentat offenzulegen und die Ermittlungen tatsächlich den zuständigen Organen zu überlassen, ist die Empörung wohlfeil.
sollen aufhören, sich nun gegenseitig mit Dreck zu bewerfen, sondern sich gemeinsam schämen und aufklären. Das kriminelle Netz der Nazis konnte unter allen Regierungen munter gesponnen werden, war es nun eine SPD, eine große Koalition oder nun eine CDU/CSU/FDP Regierung. Der Normalbürger konnte nur fassungslos den Kopf schütteln, wenn wieder eine Demo der Rechten genehmigt wurde, diese von der Polizei auch noch geschützt werden musste gegen aufgebrachte Bürger, die in hilfloser Empörung gegen diese Provokation mehrmals zu weit gegangen sind und dafür dann auch noch verhaftet wurden.