Von wegen verfilz: Erwin Huberund Günther Beckstein weisen die Vorwürfe gegen die CSU zurück. Laut einer aktuellen Umfrage ist die Partei noch weit unter den 50 Prozent.
Ex-CSU-Chef Erwin Huber und der frühere Ministerpräsident Günther Beckstein haben den in einer Studie erhobenen Filz-Vorwurf gegen ihre Partei entschieden zurückgewiesen.
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Die ehemalige CSU-Doppelspitze will von den Filz-Vorwürfen gegen die Partei nichts wissen. (© Foto: ddp)
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Die These, wonach die CSU verfilzt ist, sei abwegig, absurd und absolut unberechtigt, sagte Huber am Mittwoch am Rande der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth.
Nach einer Erhebung der Bamberger Politikberatungsagentur Pragma halten drei Viertel aller Wahlberechtigten die CSU für verfilzt. Selbst von den eigenen Anhängern sagen dies 56 Prozent. Die Studie war von der CSU-Fraktion in Auftrag gegeben und am Dienstag in Kreuth vorgelegt worden.
Huber sagte, die Landtagswahl-Analyse spiegele lediglich Vorurteile der Menschen gegen die Politik insgesamt wider. Die CSU regiere Bayern ordentlich. Es habe auch in den vergangenen Jahren keine Skandale gegeben, die den Filz-Vorwurf rechtfertigten.
Beckstein sagte, der Vorwurf entbehre jeder Grundlage. "Aber es ist das Bild, das die Menschen von uns haben", fügte er hinzu. Die CSU müsse die Pragma-Analyse deshalb ernst nehmen und die nötigen Konsequenzen ziehen. Die Rückkehr über die 50-Prozent-Marke nannte Beckstein ein "unheimlich schwieriges Ziel". "Aber es ist erreichbar." Bei der Landtagswahl am 28. September 2008 war die CSU von mehr als 60 auf nur noch 43,4 Prozent abgestürzt.
Auch fast vier Monate nach ihrem Debakel bei der bayerischen Landtagswahl liegt die CSU laut einer Umfrage noch immer weit unter der 50-Prozent-Marke. Derzeit käme die Partei bei einer Landtagswahl auf 45 Prozent der Wählerstimmen, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage von infratest dimap für das Politikmagazin "kontrovers" des Bayerischen Fernsehens ergab. Wäre am kommenden Sonntag Europawahl, käme die CSU laut der Umfrage nur auf 44 Prozent der Stimmen.
Fast zwei Drittel der Befragten glauben demnach nicht, dass die CSU bei der Europawahl im Juni und bei der Bundestagswahl im September die 50-Prozent-Marke in Bayern schaffen wird. Lediglich 33 Prozent der Befragten halten dies für möglich. Die CSU hat laut der im Januar durchgeführten Umfrage vor allem bei Jüngeren enorm an Zuspruch verloren und liegt bei den 18- bis 34-Jährigen deutlich unter 40 Prozent.
Der Umfrage zufolge bewerten es 75 Prozent der Befragten als gut für Bayern, dass der Freistaat seit Oktober von einer Koalitionsregierung aus CSU und FDP regiert wird. Bei der Landtagswahl Ende September war die CSU um mehr als 17 Punkte auf 43,4 Prozent abgestürzt und musste nach 46 Jahren Alleinregierung eine Koalition mit der FDP eingehen. Die Liberalen kommen der Umfrage zufolge derzeit auf zehn Prozent, bei der Wahl erreichten sie acht Prozent.
Die SPD liegt nach ihrem Wahlergebnis von 18,6 Prozent laut Umfrage jetzt nur noch bei 17 Prozent, die Grünen kämen auf elf Prozent, die Freien Wähler auf zehn Prozent. Die Linke würde mit drei Prozent auch aktuell den Sprung in den Landtag verpassen.
Gute Umfragewerte bekam Ministerpräsident Horst Seehofer. Von 1000 Befragten halten 64 Prozent den CSU-Politiker für einen guten Regierungschef. Zudem sind 55 Prozent der Meinung, mit Seehofer als Ministerpräsident und Parteichef habe die CSU an Durchsetzungsfähigkeit auf Bundesebene gewonnen.
(dpa/ap/bica)
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Die neueste Antwort
Wenn in der CSU kein Filz herscht, dann weiß ich nicht wo Filz anfängt.
1. Huber:Parteivositzender vor der Wahl
Die Wahl hat er als Vorsitzender total vergeigt. Als Belohnung erhält er den Vorsitz des Wirtschaftsausschusses; obwohl dieser Mann keine Ahnung von Wirtschaft hat. Wenn das kein Filz ist, weiß ich nicht wo er beginnt.
2. Hadertauer: Generalsekretärin vor der Wahl
Die Generalsekretärin war hauptveranwortiche der Landtagswahl. Ihre Unfähigkeit wurde mit einem Ministerposten honoriert. Das ist Filz.
3. Hohlmeier
Diese Dame wurde von den Oberbayern verjagt und vom neuen Parteivositzenden Seehofer als Kanditatin für die Europawahl auf einen sicheren Posten den Franken vor die Nase gesetzt. Das ist vollzogener Filz
Huber,Beckstein und Seehofer brauchen sich nicht aufregen. Das ist von denen gewollter FILZ
und das geht national, wie international. Das hat doch unser Altkanzler Schröder ganz augenscheinlich demonstriert. Denn nichts anderes ist der Vorstandsposten für Schröder bei der Deutsch-Russischen Gaspipline-Unternehmen. Die Liste wäre beliegig weiterzuführen. Eine weitere Umfrage über die Bundes SPD und FDP wäre in diesem Zusammenhang sehr aufschlussreich.
Das schönste Beispiel für Filz in Bayern ist die "heilige Familie" Strauß. Tochter Monika wird abgewählt und dann einfach in einer ganz anderen Region wieder auf die Liste gesetzt, dann eben für diue Europawahl. Vielleicht helfen ihr dabei die Kladden des Vaters mit Notizen über einen jeglichen CSU-Granden. Die hat sie selber erwähnt, gar damit gedroht und sie haben ihr schon öfter genutz. Sohn Max wird erwischt und plötzlich verschwundene Beweismittel wie eine PC-Festplatte machen eine Verurteilung unmöglich.
Bis vor kurzem bestand ein Großteil der Spitzenpolitiker aus alten Strauß-Zöglingen.
Das die jahrzehnte Alleinregierung einer Partei politischen Filz nach sich zieht ist ja schon fast ein Naturgesetz. Gäbe es, wie von Huber & Co behauptet, keinen schwarzen Filz in Bayern, dann müßte man nun das Resümee ziehen, dass die CSU vollkommen versagt hat und sie nicht fähig ist, dem Land ihren Stempel aufzudrücken. Die Realität zeigt, dem ist ja nicht so.
Wer also behauptet, in Bayern gäbe es keinen CSU Filz, der ist entweder grenzenlos naiv, -oder er lügt halt, -was wiederum in auf Filz hindeuten würde.
Herr Beckstein war einst Innenminister. Kein schlechter übrigens. Und Huber Finanzminister.
Zur Thematik "Filz", "Personalfilz", "Polit-Filz" in BY nur soviel:
Ich höre folgendes:
1) fast alle Chefs bayer. Finanzämter seien CSU-Mitglieder. Müßte Huber wissen.
2) bei der Polizei ist es fast die Regel, dass irgendeine "Lusche" ( u. a. weil CSU) plötzlich Revierleiter wird. Andere, bessere, gehen leer aus. Beckstein sollte dies kennen.
3) Die übergroße Mehrheit der Schulleiter ( Grund-, Haupt-, Real- u. Oberrealschulen)
sind CSU-Mitglieder oder unionsnah oder aus dem klerikalen Nukleus.
4) Im Deutschland des Wilhelm II hatte es ein kathedersozialist einfacher, Uni-Professor zu werden als ein SPD-Mitglied im Bayern 2008/2009.
5) Die Bezirksregierungen sind Warte- und Aufwärmsäle für CSU-Mitglieder und TVöD-Angehörige.
6) Der BR ist ein Eldorado für CSU-Günstlinge.
7) IHKs und HWKs und Bauernverband sind ein Sammelsurium und Treffpunkt für CSU-Mitglieder. Übrigens erhalten Kammern und auch BBV erhebliche Staatszuschüsse vom Land.
8) Auch die bayer. Justiz ist von CSUlern durchdrungen. Sonst wären ja die Merkwürdigkeiten - Scheinprozess gegen M. Strauss; auffällig Schonung des Uschi Glas-Sohnes Ben Tewaag - nicht vorstellbar.
Auch in den Bereichen Hochschulen, Forstverwaltung, Agrarverwaltung oder auch im vorpolitischen Raum: BRK, Caritas, Diakonie, Kirchenverwaltung, Landessportverband,
ADAC, Landesinnungsverbände, Bay HOGA, LBE, bestimmen CSUler das Bild. Auch die Potentaten des FC Bayern spielten ja oft CSU-Wahlhelfer.
Es gäbe noch viele weitere Fallgruppen und Beispiele.
Und da wollen Beckstein oder Huber allen Ernstes behaupten, es gäbe keinen Filz?
Ich nehme an, dass es zu ihrem Rollenspiel gehört, dies pflichtschuldigst zu verneinen.
Wenn man sehr hochgestellte CSU-Politiker privat fragt, geben sie es ja auch zu und entschuldigen es damit, dass in Hessen, HH und NRW auch so gemacht hätten. In der Tendenz stimmt es. Aber in Hessen, NRW und HH hat man die Oppositionellen immer auch nach einem gewissen Proporz berücksichtigt. Ebendieses fehlt in Bayern.
Letztes Beispiel. Vergleich Bayern und Hessen.
In Hessen hat man soviel "Anstand", dass die Leitung des Landesrechnungshofes von der Oposition gestellt wird.
In Bayern sitzt ein früherer Stoiber-Vertrauter auf diesem Posten. Das heisst, dass die Mächtigen sich selbst kontrollieren.
Noch Fragen?
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