Der einstige CSU-Chef Theo Waigel macht Edmund Stoiber für die aktuellen Probleme der Partei mitveranwortlich. Dem neuen Führungsduo stärkt er den Rücken.
Der ehemalige Bundesfinanzminister und CSU-Chef Theo Waigel hat das jetzige Führungstandem der Partei gegen Kritik in Schutz genommen und dem Vorgänger Edmund Stoiber eine Teilschuld an den jüngsten Misserfolgen gegeben.
Der einstige CSU-Chef Theo Waigel bei einer Rede im Bundestag. (© Foto: dpa)
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Vieles von dem, was dem bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein und dem Parteivorsitzenden Erwin Huber jetzt angelastet werde, habe zu tun mit "Baustellen, die noch aus der vorhergehenden Regierung hervorgehen", sagte Waigel der Passauer Neuen Presse.
"Der neunmonatige Abschied von Edmund Stoiber war zu lang, vor allem für die beiden Nachfolger", sagte Waigel, dem ein gespanntes Verhältnis zu Stoiber nachgesagt wurde. "Er hat ihnen damit keine Zeit gelassen, sich zu profilieren. Es ist auch nicht gut, zum Abschied eine große Regierungserklärung zu machen, und der Nachfolger muss dann ein paar Wochen später eine neue machen. Was soll er denn da noch sagen?"
Die Schwierigkeiten der CSU mit niedrigen Umfragewerten halte er aber für weitgehend ausgestanden, sagte Waigel. "Seit der Klausurtagung in Kreuth gibt es eine beachtliche Geschlossenheit, eine neue Profilbildung und eine deutliche Positionierung." Es bestünden alle Aussichten, bei der Landtagswahl die Stimmen, die bei der Kommunalwahl an die FDP und die Freien Wähler gegangen sind, wieder für die CSU zu gewinnen, sagte Waigel. Er rechne nicht damit, dass das Tandem nach der Landtagswahl Ende September in Frage stehe.
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(dpa/woja)
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Die neueste Antwort
Hatte ich vergessen: Ich hörte einen O-Ton, wo jemand so fürchterlich gejammert hat, dass nur ach der Stoiber wieder kommen möge und unter Stoiber war ja alles so gut usw. usw....
Das sollte er eigentlich nicht mehr tun. Mehr und mehr kommt Stoiber wieder und mehr und mehr häufen sich die Stimmen, die meinen, Beckstein und Huber wären schuld und Stoiber der künftige Heilsbringer. Ach hätten wir doch noch den Stoiber...
Ganz genauso würde es jetzt um die CSU stehen! Stoiber ist schuld an der überstürzten Einführung des G8 - und Frau Hohlmeier die willfährige und ahnungslose Person, die das umzusetzen hatte. Schneider zu Zeiten Stoibers auch nur einer der brav gekuscht hat.
Stoiber ist schuld am Transrapid-Debakel. Er war es, der bis zuletzt vermitteln wollte, dass Zahlen aus 2002 immer noch eine gute Kalkulationsgrundlage wären. Er wollte den TR als Denkmal.
Zu Zeiten Stoibers investierte die Landesbank in US-Schottimmobilien anstatt z. B. in heimische Unternehmen, heimische Infrastruktur und Bildung hier in Bayern. Zu seinen Zeiten wurden die Vorstand- und Aufsichtsratsposten besetzt, die die Misere von vielen Milliarden Schaden zu verantworten haben.
Auch wurde zu Zeiten von Stoiber damit begonnen, eine weitere Startbahn für den Münchner Flughafen zu planen.
Die Liste ließe sich vermutlich noch lange fortsetzen, aber die genannten Punkte sind es doch, die die CSU so absacken hat lassen. Das Rauchverbot, wie es beschlossen und eingeführt wurde, ist vielleicht das einzige, was er so nicht unmittelbar zu verantworten hat.
Hätte Stoiber noch weiter regiert, wären die Kommunalwahlen auch nicht anders ausgegangen.
In München herrschte TR-Frust.
Im Umland TR- und Startbahnfrust.
Im ganzen Land G8- und Bildungsfrust.
Und die Landesbankmisere wäre auch mit Stoiber ans Licht gekommen.
Was also wäre mit Stoiber besser?
wirkt nach bei der CSU. Es ist auch die Hohlmeierin und der Söder.
Von Waigels gefühlter Geschlossenheit ist allerdings nicht viel zu sehen.
Hätte er sich sonst zu Wort gemeldet?
Ein früheres Alpha-Männchen der csU taucht aus der Versenkung auf, um den beiden Epsilon-Männchen Huber/Beckstein den Rücken zu stärken.
Dass er sich zu diesem Schritt genötigt sieht, ist nur ein weiteres Indiz für die Schwäche der beiden "führenden" Köpfe.
Huber hatte noch vor kurzem großspurig getönt (genuschelt), er wolle jetzt in der Bundespolitik mitmischen. Was ist daraus geworden? Nichts! Merkel hat ihn wieder heim geschickt.
Beckstein dachte, er sei besonders hintersinnig, wenn er parallel zur nürnberger Bildungsdemo zu seinem eigenen Bildungsgipfel rufen würde.
Was ist daraus geworden? Nichts? Nein, nicht nichts, sondern eine ziemliche Blamage für Beckstein. Niemand wollte seinem Ruf folgen, schließlich mußte er der Demo hinterherreisen, um sich dort eine saftige Ohrfeige abzuholen.
Souveränität im Handeln sieht anders aus.
Weder Huber noch Beckstein sind in der Lage, die politische Großwetterlage richtig einzuschätzen.
Die Bildungsmisere in Bayern mit dem verkorkste G8 gehen eindeutig auf das Konto Stoiber Hohlmeier.
Eigentlich auf fast allen Baustellen wo Stoiber mitgewirkt hat gibt es Probleme. Und die Nachfolger müssen es irgendwie ausbaden!
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