Mehrere CSU-Kreischefs wollen Glos zu einem Rücktritt vom Rücktritt bewegen und ihn als Bezirksvorsitzenden in Unterfranken behalten - möglichen Nachfolgern fehle sein Format.
Im Bezirksverband der CSU in Unterfranken könnte sich ein Rücktritt vom Rücktritt anbahnen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung planen mehrere CSU-Kreisvorsitzende, den bisherigen Bezirkschef Michael Glos zum Weitermachen zu bewegen.
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Führende Mitglieder seines Bezirksverbands wollen ihn nicht ziehen lassen: Michael Glos. (© Foto: AFP)
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"Allen in Frage kommenden Nachfolgekandidaten fehlt momentan schlicht das Format", sagte ein CSU-Kreisvorsitzender der SZ. Glos müsse deshalb beim Bezirksparteitag im Juni nochmals antreten.
Der CSU-Landtagsabgeordnete Gerhard Eck hofft ebenfalls, Glos zum Weitermachen bewegen zu können. "Es werden demnächst mehrere Abgeordnete bei Glos vorsprechen", sagte er.
Die Initiative der Kreischefs ist pikant: Denn als Nachfolgekandidaten gelten der Staatssekretär im bayerischen Innenministerium, Bernd Weiß, und die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär, die von Parteichef Horst Seehofer erst am Montag als stellvertretende CSU-Generalsekretärin nominiert worden war.
"Mit diesen beiden kommen wir im Konzert der anderen Bezirksfürsten völlig unter die Räder", sagte ein Mitglied des CSU-Bezirksvorstands. Weiß fehle "jede Ausstrahlung", Bär "das politische Know-How".
Nach SZ-Informationen soll die Landtagspräsidentin Barbara Stamm Glos hart kritisiert haben, als dieser am Samstag in einer Sitzung des Bezirksvorstandes überraschend seine Aufgabe angekündigte.
In der Fraktionssitzung der CSU am Mittwochnachmittag übte Teilnehmerangaben zufolge allein der Nürnberger Abgeordnete Hermann Imhof heftige Kritik an Seehofers Verhalten gegenüber Glos. Das strategische Verhalten Seehofers dürfe "nicht stilprägend" werden in der CSU.
Er empfahl dem Ministerpräsidenten, ein "Kommunikationstraining" zu absolvieren und sich "Supervision" zu holen, damit sich so etwas nicht wiederhole.
(SZ vom 12.02.2009/gal)
Urteil am Bundesverfassungsgericht
Die neueste Antwort
Dr. Göbel hätte das nötige Format, Erwin Pelzig die Popularität und Haddmud ist näher am Menschen (hier: CSU-Wähler).
Treffender kann man den momentanen Zustand der CSU gar nicht beschreiben.
MP Seehofer ist m. E. ein Egomane mit autistischen Zügen.
Kenne ihn zwar nicht persönlich, aber alles, was man liest, nicht erst seit zwei Jahren, schon aus früheren Zeiten, deutet darauf hin, dass der Mann nicht "teamfähig" ist.
Er überschätzt sich in einem Übermaß, kritisiert exponierte Parteikollegen extrem, läßt es aber an jeder Bereitschaft, auch einmal selbstkritisch zu sein, völlig fehlen.
Bin mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt.
Schon bei der Neubesetzung der Ministerämter (FDP sei mal außen vor gelassen) fehlte jegliche Sensibilität und Professionalität. Ich würde behaupten, dass nicht eine Neubesetzung wirklich ein Kick war.
Beispielsweise Söder als Umweltminister. Das ist doch eine Lachnummer.
Spaenle als KuMi. Wenn es etwas brenzlig wird, ist der Finanzminister schuld. Als ob man mit diesem Riesenetat nicht wirklich was Großes bewegen könnte.
So wurde das Kabinett aus Oberbayern und Seehofer-Spezis aus dem übrigen Bayern gebildet.
Innerparteilich läuft es ähnlich "struppelig". Da ich aber kein CSUler bin, will ich mich da raushalten. Wäret Sache der Basis, dies ggf und bei entsprechender "Stimmung" zu ändern.
... wenns doch so einfach ginge:
Monika Hohlmeier!