Ökonomie gegen Ökologie - das sorgt für Krach in der CSU. Umweltminister Söder ist gegen einen weiteren Donau-Ausbau.
Er war einst Generalsekretär seiner CSU - und zuständig für die große Harmonie der bayerischen Konservativen. Doch inzwischen hat Markus Söder seine grünen Leidenschaften entdeckt und ist Bayerns Umweltminister. In dieser Funktion erwägt der Politiker den Verzicht auf einen Ausbau der Donau mit Staustufen - damit eregt er Parteifreunde.
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Gibt sich kämpferisch beim Thema Donau-Ausbau: Markus Söder (© Foto: dpa (Archiv))
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Söder hat für seine Anti-Donau-Ausbau-Berkungen einen heftigen Rüffel aus seiner Partei und der Staatskanzlei kassiert - nachdem er am Donnerstag für eine Neubewertung der bei Umweltschützern und der Bevölkerung umstrittenen Ausbaupläne zwischen Straubing und Vilshofen plädiert. Der ehemalige CSU-Parteivorsitzende Erwin Huber reagierte mit Unverständnis. Und auch Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) stellte klar: "Am Kurs der Staatsregierung zum Donauausbau hat sich nichts geändert."
Das ist Streit in der Partei. Söder hatte gesagt: "Ich persönlich halte es für außerordentlich wichtig, die ökologischen Belange zu berücksichtigen." Zudem äußerte er Zweifel am wirtschaftlichen Nutzen des Ausbaus: "Die unglaublich hoch gesteckten ökonomischen Erwartungen der vergangenen Jahre scheinen sich auch nach Aussagen der Binnenschiffer selbst nicht zu bestätigen."
Mit Blick auf das Wahljahr 2009 gab der Minister zu bedenken, dass die Donau einen hohen Symbolwert für die Menschen habe. Man könne nicht sagen, man sei für Umweltschutz, aber an den entscheidenden Stellen blende man ihn aus, betonte der Umweltminister und mahnte, die CSU müsse sich für künftige Erfolge zeitgemäßer aufstellen. "Wenn wir als CSU in der Zukunft mehr Prozentpunkte wollen als 43, ist es wichtig, dass wir uns den Zielgruppen zuwenden, die sich nicht nur mit Beton beschäftigen."
Huber, der Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag ist, zeigte sich verwundert über die erneute Diskussion. Die Bürger wollten kein ständiges Hin und Her, sondern einen vernünftigen und nachvollziehbaren Verfahrensablauf. Gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Situation sollten Verkehrsinfrastrukturprojekte nicht ständig in Frage gestellt werden.
CSU und FDP hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag für den Ausbau der Donau ausgesprochen, sich aber nicht auf eine Ausbauvariante festgelegt. Zunächst soll ein wissenschaftliches Gutachten zu den Plänen abgewartet werden. Staatskanzleichef Schneider betonte, dabei bleibe es: "Über die Realisierung wird nach Vorliegen des Ergebnisses beraten. Diese Haltung hat die Staatsregierung im Kabinett und auch gegenüber dem Bayerischen Landtag bekräftigt."
(sueddeutsche.de/dpa/jja/ihe)
Die neueste Antwort
ist das Projekt schon. Es gibt Menschen, die schon länger als 3 Jahre da leben und denen ist das jahrzehntelange Gezänk um den Ausbau einfach wurscht.
Viele wissen, daß der heutige Zustand aus dem Jahr 1938 stammt und keineswegs natürlich ist.
Den meisten wäre es wohl lieber, wenn eine dritte Spur auf die A3 und ein vierspuriger Ausbau der B20 kommen würde.
"Die Donau hat einen hohen SYMBOLWERT. Das muss man im WAHLJAHR bekenken. Wir brauchen mehr als 43 %. Ein wissenschaftliches Gutachten wird in Auftrag gegeben."
Soviel zur Glaubwürdigkeit des Sinneswandel. Könnte es sein, dass das Gutachten dann NACH der Bundestagswahlt zu einem äußerst bequemen Ergebnis für alle kommt...
Der Horizont der Politik spiegelt sich in ihren 2-Jahresplänen wider.
Kommende Generationen werden virtuelle Schulden, rote Zahlen auf irgendwelchen Bankservern egal sein.
Den Kapitalismus werden sie mit einem Handstreich wegfegen. Unsere Wirtschaftsordnung beruht nicht auf Naturgesetze, der Mensch bestimmt sie.
Auf die heutigen Eliten, die ihre eigene Bevölkerung und Milliarden Menschen weltweit ausgebeutet hat wird man mit Verachtung zurückblicken und sagen nie wieder Kapitalismus.
Was die kommenden Generationen wirklich schaden wird ist die Verschwendung der Ressourcen, die Verwarlosung der Gesellschaft/Moral und ganzer Kontinete durch Ausbeutung, die kranken Strukturen, die jetzt nochmal gefestigt werden und die Zerstörung der Natur, ungelöste Konflikte und Kriege - das sind die wahren Grundlagen zum Leben und Wirtschaften.
Die Eliten hinterlassen den kommenden Generation wieder eine Schuld, die sich nicht in Euro oder Dollar bemessen lässt...
........, dass Markus Söder das alles nicht so gemeint hat, denn sonst müsste er auch die anderen sinnlosen naturschädigenden "Baumaßnahmen" in Bayern ansprechen, es sei denn, er weiss nix davon ( siehe Kommentar LvB). Halt wiedermal, wie schon so oft, einfachmal drauflos geplappert.........
... ihr Flussbett in dieser Form gewählt. Die Überflutungen der Vergangenheit zeigen, dass sich die Natur ihr Leben zurückholt. So ist es auch mit der Donau. Sie gibt den Tieren den Schutz für Lebensbedingungen in der Natur. Jeder so gewaltige Eingriff in die Natur rächt sich eines Tages. Fehlt nur mehr, dass die CSU mit Huber den Donaudurchbruch bei Weltenburg auch begradigt und von 28 Metern Tiefe auf 3 Metern Tiefe anhebt.
Es ist immer das gleiche: Naturschutz wird in den Gesetzen (BauGB, BImSchG, NatSchg, BayNatschG) von der Bayerischen Staatsregierung festgesetzt und immer weggewogen. Die Zerstörung einzigartiger Flusslandschaften und wertvoller Wiesen und Naturerholungszonen kennt keine Grenzen. Die Versiegelung von Natur durch Betonbauten auch rund um die Bayerische Seenlandschaft ist der Politgier ausgeliefert.
Deshalb: nieder mit der CSU - sie will den Willen des Wähler nicht befolgen!
//bei Umweltschützern und der Bevölkerung umstrittenen Ausbaupläne zwischen Straubing und Vilshofen//
Umstritten ist eine nette Umschreibung. In den 3 Jahren die ich ich dort lebte, traf ich niemanden der dafür war. Ein klassisches Polit-Betonkopf-Projekt mit dem EU-Gelder locker gemacht werden soll.
Am besten die Donau trocken legen und von Neu-Ulm bis Passau begradigen. Im ehemaligen Flußbett fährt dann der Transrapid von München nach sonstwo, in 10 Minuten versteht sich. Die Arbeit wird mit kleinen Plastikschauffeln erledigt und somit ist sicher gestellt, dass Bayern die nächsten 700 Jahre keine Arbeitslosen mehr hat.
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