Wenn Edmund Stoiber im Herbst endlich seine Ämter abgegeben hat, dann kann die CSU auf ein verlorenes Jahr zurückblicken, in dem die Partei immer mehr in Interessengruppen zerfiel.
Statt die überfällige personelle und inhaltliche Erneuerung in Angriff zu nehmen, schlagen sich Landtagsfraktion und Partei mit einem starrsinnigen Regierungschef herum, der im Grunde nur im Weg steht.
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Edmund Stoiber: Gezielte Sticheleien gegen die Nachfolger. (© Foto: AP)
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Bereits jetzt wird deutlich, wie fatal die Folgen der im Januar getroffenen Regelung sind, wonach Stoiber noch bis Ende September seine Ämter behalten darf. Weil eine klare politische Führung fehlt, zerfällt die Partei immer mehr in diverse Zirkel und Interessengruppen. Stoiber nimmt nicht nur billigend in Kauf, dass sich seine potentiellen Nachfolger Erwin Huber und Günther Beckstein im monatelangen Wahlkampf verschleißen.
Mit gezielten Sticheleien versucht er, diesen Erosionsprozess sogar noch zu beschleunigen. Es mag aus menschlicher Sicht verständlich sein, dass ihm nach der Demütigung im Winter der Sinn nach Rache steht. Damit schädigt er aber die CSU und sich selbst.
Nach außen hin macht Stoiber einfach so weiter, als ob nichts gewesen wäre. Seine Botschaft lautet: Jetzt erst recht. Deshalb will er dem Land und vor allem der CSU-Fraktion noch ganz schnell seine letzte Zukunfts-Offensive aufdrängen. Deren unklare Finanzierung und schwammigen Inhalte belegen lediglich, dass Stoiber mit seinem Beraterstab nach Wolkenkuckucksheim entschwunden ist. Nach seinem Rückzug und den Etatgesprächen wird vom Zukunftsprogramm vermutlich wenig übrigbleiben.
Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, warum sowohl die CSU-Fraktion als auch Beckstein ihren Ärger hinterschlucken - obwohl man es nur als Affront verstehen kann, dass der zum Abdanken gezwungene Regierungschef die Leitlinien für die Zukunft vorgeben will. Und nicht sein Nachfolger, der dadurch zum Zuschauer degradiert wird. Gerade für Beckstein ist die Zeit des Übergangs hart. Denn es gibt keinen vernünftigen Grund, warum er nicht schon zum Ministerpräsidenten gewählt worden ist, zumal es die Fraktion am liebsten schon getan hätte. Mit 63 Jahren hat er in der Politik keine Zeit mehr zu vertrödeln - schon gar nicht neun Monate, in denen er das Kabinett längst hätte umbilden können.
Die nächsten Wochen werden die CSU noch so aufscheuchen, dass nach Stoibers Abgang nur das Gefühl der Erleichterung bleiben wird. Er hätte nach 14 Regierungsjahren einen besseren Abschied verdient als den, den er sich selbst bereitet.
(SZ vom 03.05.2007)
Surfrider Beach in Malibu
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Spreche W. Schaumberger aus Hirn und Herz: Nur leider haben wir in Bayern noch die Erbmonarchie, so daß ein Regierungswechsel so unwahrscheinlich ist, wie eine Klimaabkühlung.
Mit ihrem widerlichen Gebaren und kindischen "älalätsch-Allüren" knüpfen die Kandidaten nahtlos an die Intrigenspiele der Hofschranzen aus Monarchie-Tagen an. Einziger Unterschied: seinerzeit bemühte man sich wenigstens noch um Stil.
Karin
liebes @bayer47...nach dem 5. Anlauf, hat's nun endlich mal geklappt.
Vorher sind sie nur zensiert worden. Warum eigentlich?? Was haben sie denn da rausgelassen?
Ich erlaube, Ihnen mal was zu verraten hier über mich. Ich bin eigentlich auch eher für eine Frau Pauli ( um ehrlich zu sein, ist mir das eher grundsätzlich weißwurscht + weißbier..) als für einen bald zukünftigen , verehrten Ex-Ministerpräsidenten Herrn Edmund Stoiber.
Genau, irgendwie spielt es keine Rolle für die Zukunft unseres bayrischen Abendlandes.
Ach, beinnahe hätte ich es vergessen... den Söder mag' ich auch nicht. Aber, den mag' ja sowieso keiner. Der ist schon wieder vollkommen wurscht.
Ok, mache es kurz. Was ich damit sagen will ist, nach Herrn Stoiber wird es nicht besser werden bei uns daheim in Bayern...aber uns geht's doch eh' saugut...im Vergleich zu anderen Ländern. Statistikmäßig.. und das ist doch deren Argument für uns bayr. Wähler.
( seit 40 Jahren ). Nein, für mich natürlich nicht.
Meine Empfehlung...grandios weiterlästern diesbezüglich...
weil außer in diesem Forum, interessiert's sowieso Keinen.
der durchschnittliche bayr. Bauer will nur gesponsert werden, ( CSU-Wähler) mit wem ist doch vollkommen wurscht..und das finde ich auch vollkommen OK, wenn ich Bauer wäre.
Mich persönlich gruselts nur. Aber des ist schon wieder vollkommen wurscht.
Zitat: "Beckstein... es gibt keinen vernünftigen Grund, warum er nicht schon zum Ministerpräsidenten gewählt worden ist..."
Sicher gibt es den.
Er ist einfach ein grottenschlechter Volksvertreter.
@sussielei: Bitte nie aufgeben, sonst kann es nicht besser werden.
@5minutenei: Bitte nicht von Stoibers Sprüchen beeinflussen lassen. Wer nur das bewertet, was Pauli auch wirklich gesagt hat, wird feststellen, dass sie die Richtige ist. Übrigens: Wer sich ständig gegen den Vorwurf der Schönheit wehren muss, kann dadurch auch sehr stark werden, weil er deshalb umso mehr seine sonstigen Fähigkeiten beweisen will.
Grüß Gott,
vielleicht kann mir jemand helfen, aber ich habe bis heute nicht verstanden warum ein Wahl- oder Machtkampf innerhalb einer Partei dieser Partei Schaden zufügen kann? Ist soetwas nicht Ausdruck urdemokratischsten Denken und Handelns?
Natürlich verstehe ich das die Machtkämpfe, so wie sie in der CSU geführt werden, also abseits jeglicher politischer Inhalte, in Hinterzimmern und stets unter der Gürtellinie, einen vernunftbegabten Menschen abschrecken, ja anekeln. Dies ist aber nicht perse dem offenen Ringen um die Parteiführung anzulasten sondern lediglich den Methoden derer sich die Kandidaten bedienen.
Es wird leider offenkundig an welchen moralischen Maßstäben sich die zukünftigen Regenten im Einparteienfreistaat orientieren. Wenn es nicht so traurig wäre müsste man drüber lachen.
Das beste für die Bürger in Bayern und für die CSU wäre ein Regierungswechsel. Ein paar Jahre Opposition würden so manchen alten Zopf abschneiden und frischen Wind in diesen von der Macht korrumpierten und degenerierten Haufen bringen.
Der Schaden den z.B. die gesichtslose SPD in einer kurzen Regierungszeit anrichten könnte wäre sicher nicht größer als das was die CSU seit Jahren verbricht.
Paging