Die CSU hat als kleinster Regierungspartner in Berlin den geringsten Einfluss. Das ist jedoch nicht der Grund, warum in den Verhandlungen so wenig von ihr zu hören war.
Das waren noch Zeiten, als Franz Josef Strauß Jürgen Möllemann von der FDP, der ihm noch mehr auf die Nerven ging als alle anderen FDP-Politiker, als "Riesenstaatsmann Mümmelmann" verspotten konnte. In der schwarz-gelben Koalition unter Helmut Kohl konkurrierten FDP und CSU noch auf Augenhöhe, es war ein ständiges Wettrennen um den höheren Status innerhalb dieser Koalition.
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CSU-Chef Horst Seehofer: Seine Partei ist vor allem mit sich selbst beschäftigt. (© Foto: dpa)
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Heute ist das Kräfteverhältnis klar. Aus Sicht der CSU ist das deprimierend: Die FDP ist mehr als doppelt so stark. Wenn die Gesetze der Mathematik auch in der Politik gelten, kann das nur bedeuten: die FDP wird am Ende auch doppelt so viele Posten erhalten wie die CSU.
Dass von der CSU in den bisherigen Koalitionsverhandlungen so wenig zu hören ist, hängt auch mit dieser zahlenmäßigen Schwäche zusammen. Die Christlich-Sozialen aus Bayern sind nun einmal der deutlich kleinste Partner in der neuen Regierung, mit dem geringsten Einfluss.
Dass die CSU im Augenblick wie gelähmt wirkt, ist aber nicht nur ihrer numerischen, sondern vor allem ihrer politischen Schwäche geschuldet. Aus dem Kraftbolzen von einst, der sich im Glanze absoluter Mehrheiten sonnte, ist der bayerische Patient geworden.
Seitdem die CSU Bayern nicht mehr alleine regieren kann, ist sie vor allem mit sich selbst beschäftigt. Sie hat alle Hoffnung auf Horst Seehofer gesetzt, doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Auch Seehofer, das letzte politische Schwergewicht, dessen politische Anfänge noch in die Ära Strauß zurückreichen, konnte den Niedergang nicht stoppen.
Seehofer war innerhalb der CSU-Führung immer ein Außenseiter, seine starke Stellung in der Partei verdankte er dem Rückhalt an der Basis.
Jetzt, wo die Erfolge ausbleiben, bröckelt nicht nur dieser Rückhalt, es brechen auch die alten Vorbehalte gegen Seehofer in den oberen Etagen der CSU wieder auf.
Am Berliner Verhandlungstisch sitzt also ein mehrfach Lädierter. Dennoch wäre es voreilig, Überraschungen aus Bayern auszuschließen. Vom Boxen weiß man: Angeschlagene Kämpfer sind oft besonders gefährlich.
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(sueddeutsche.de/bica)
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derzeit nicht viel hört. Wenn man für etwas ist und später dann dagegen ist, hat man alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Mehr als dafür und dagegen sein kann nicht einmal die CSU.
Der englische Patient wollte Sterbehilfe, der baierische Patient bekommt sie ungefragt.
Das ist der untertänigst baierische, vorauseilende Gehorsam.
Ein baierischer Patient, der seine Psychopathologie in monströse Schlossbauten manifestierte bekam ihn schon, diesen Gehorsam. Der ihn jetzt erhält bekommt ihn auch für seine Luft-Schlösser. Muss dieselbe Ahnenreihe sein.
Die CSU kommt schlicht und einfach auf dem Boden der Realität an. Der Sonderstatus dieser Partei ist Geschichte! Zu lange hat man sich im Glanze der früheren Erfolge gesonnt und gedacht, es könne einfach so weiter gehen. Dabei wurde verschlafen, dass die Wähler in Bayern durchaus in der Lage sind, hohle Phrasen zu durchschauen und Gelabere von Inhalten zu trennen.
Auch diese seltsame Konstellation als eigenständiger Partei als Teil der Union mit Alleinvertretungsrecht in Bayern sollte überdacht werden....
wäre es auch nicht schlimm. Eine relativ kleine Gruppe schreibt Deutschland eine ganze Menge vor. Sind wir froh, dass es FJS nicht mehr gibt. Der hat von Demokratie nichts gehalten. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich die CSU vermissen werde.
Dann tritt sie halt aus der Union mit der CDU aus.
Die csu steht sowieso den Linken, der SPD, den Grünen näher als der CDU und FDP.
;-)
Das wäre doch mal eine Koalition.
Paging