Das gab es noch nie: Drei Bewerber für den CSU-Vorsitz. Eine rebellische Landrätin tritt in dem skurrilen Dreikampf gegen zwei politische Schwergewichte an. Was Huber, Seehofer und Pauli wirklich draufhaben - der Kandidaten-Check.
Erwin Huber ist der Favorit, Horst Seehofer kann nur noch auf eine fulminante Rede hoffen, Gabriele Pauli nimmt niemand ernst. sueddeutsche.de hat die drei Kandidaten in den sechs Kritierien Kompetenz, Innovationsfreude, Charisma, Integrationsfähigkeit, Kommunikationstalent, Glaubwürdigkeit untersucht und mit 0 bis 10 Punkten bewertet.
Erwin Huber, Horst Seehofer und Gabriele Pauli treten morgen gegeneinander an - es kann nur einen geben. (© Fotos: AP (2), dpa)
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KOMPETENZ
Erwin Huber ist ein alter Hase. Seit mehr als 20 Jahren macht er in der ersten Reihe CSU-Politik. Erwin Huber mag kein mitreißender Redner sein, aber wenigstens weiß er, wovon er spricht. Hat in der bayerischen Regierung Schlüsselressorts wie Finanzen und Wirtschaft betreut. Einziges Manko: War noch nie Bundespolitiker. Dennoch: 9 Punkte
Horst Seehofer war ein zupackender Gesundheitsminister, wird auch im gegnerischen Lager als kompetenter Sozialpolitiker geschätzt. Auch als Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister macht er keine schlechte Figur. Sitzt eine Ewigkeit im Bundestag, was allerdings auch bedingt, dass ihm die Landespolitik fremd geworden ist. Dennoch kann man ihm nichts vormachen. 9 Punkte
Gabriele Pauli macht seit 17 Jahren als Landrätin Kommunalpolitik. Sie ist zwar genauso lang Mitglied des CSU-Vorstands, gesteht aber offen ein, dass sie sich in Landes- und Bundespolitik einarbeiten müsste - auch wenn sie gar nichts dabei findet. 2 Punkte
Lesen Sie weiter, wie innovationsfähig die Kandidaten sind
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OB-Kandidatin Nallinger
Die neueste Antwort
Da wir ja in Bayern eine Opposition im Verborgenen haben, ist Frau Pauli doch für die übernahme innerhalb der CSU zu danken. Verständlich, dass die SZ bei dieser 1-wife-show noch nicht so richtig weiß, in welches Horn sie tuten soll. Ich fange an, wieder für Minderheitenschutz einzutreten, man weiß nie, für was man das Erbgut noch braucht.
Klasse Kandidatencheck, liebe SZ,
wer hat den denn gemacht. Voreingenommener geht's ja wirklich nicht mehr. Frau Pauli hat zumindest das größte Charisma und Innovationspotential.
Aber die Hardcore-CSU-Fraktion (merke die Faustregel: Von drei Leuten die man Bayern trifft sind zwei bei der CSU) in der SZ hat sich da wohl zum Kaffekränzchen getroffen... Gehn Sie doch gleich zum Münchner Merkur!
Abstimmung
Wer soll CSU-Chef werden?
Ergebnis
28% Erwin Huber
36% Horst Seehofer
36% Gabriele Pauli
Abgegebene Stimmen: 1120
hat - zumindest gesinngungsbezogen - ein Parteigänger bzw. CSU-Apparatschik-Sympathisant der oberen CSU-Riege
zu Papier gebracht!
Man kann ja tendenziös schreiben (auch einem Journalisten mag eine "Meinung" erlaubt sein), aber dann bitte wenigstens ein bißchen intelligenter und nicht so platt wie hier.
Ich kann nur noch über die Redakteure den Kopf schütteln, die offenkundig auch solchen Unfug zulassen.
bisschen penetrant wie ihr über die pauli herzieht?
Paging