Auch die Mehrheit der CSU-Bezirksverbände hat sich bereits für Seehofer als künftigen Ministerpräsidenten ausgesprochen - darunter auch die einflussreichen Oberbayern.
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Auch in der Berliner CSU-Landesgruppe gibt es viele, die das begrüßen werden. Das Prinzip Doppelspitze habe nach dem Reinfall mit Günther Beckstein als Regierungschef und Erwin Huber als Parteichef ausgedient, jetzt müsse die Macht in einer Hand gebündelt werden, heißt es. Das dürfte Mehrheitsmeinung in der Berliner Abteilung der CSU sein.
Doch einfacher wird es mit einem Totalabgang Seehofers nach München für die Exil-Bayern nicht. Es war immer ihr Wunsch, den Parteichef in Berlin zu haben. Edmund Stoiber sollte, konnte dann aber nicht, Huber wollte, aber ihm kam die verkorkste Wahl dazwischen. Wenn nun Seehofer als Ministerpräsident und Parteichef nach München geht, dann entsteht ein ernstzunehmendes Vakuum in Berlin.
Die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl wird Seehofer dann nicht mehr übernehmen. Dabei wäre er geradezu prädestiniert für diesen Job. Er ist bekannt und geschätzt auch außerhalb Bayerns und könnte die CSU zu alter Stärke führen.
Will er aber Ministerpräsident werden, dann stehen zwei Fragen an. Wer wird Seehofers Nachfolger in Berlin? Und wer wird die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl übernehmen?
Der in Frage kommende Personenkreis zur Beantwortung der letzten Frage ist schnell eingegrenzt. Es muss jemand sein, der bundesweit bekannt ist und als starke Persönlichkeit und Sympathieträger wahrgenommen wird.
Im Grunde kommen da nur zwei in Frage: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer. Anders als Seehofer aber wären beide keine Idealbesetzungen. Ramsauer ist ohne Frage eine starke Persönlichkeit, aber weder bundesweit bekannt noch Sympathieträger. Glos ist bekannt, als besonders durchsetzungsstark aber ist er im Amt als Wirtschaftsminister nicht aufgefallen. Die Sympathiewerte für ihn dürften durchwachsen sein. Aber: Andere als die beiden kommen nicht in Frage.
Die Besetzung des Ministeramtes dürfte schwieriger werden. Peter Ramsauer hätte den ersten Zugriff gehabt, will aber nicht. Verständlich: Wer weiß, was die nächste Bundestagswahl bringt? Ministerämter stehen dann schnell zur Disposition. CSU-Landesgruppenchef aber kann er sicher bleiben.
Nächster Kandidat ist Gerd Müller, der Seehofer als Staatssekretär dient. Der Allgäuer war in den Wendejahren mal Landeschef der Jungen Union in Bayern, ist aber ansonsten nicht weiter aufgefallen. Sein Vorteil: Fachlich kennt er sich aus. Er würde seine voraussichtlich einjährige Amtszeit wahrscheinlich fehlerfrei über die Bühne bringen. Eine politisches Signal aber wäre die Berufung Müllers nicht.
Moderne Landwirte und aufstrebende Talente
Größere Signalwirkung hätte ein Aufstieg von Marlene Mortler. Sie könnte der CSU neue Wählerschichten eröffnen, nicht nur, weil sie eine Frau ist. Mortler ist Bäuerin und sitzt auch im Agrar- und Verbraucherausschuss des Bundestages. Sie ist der Typ moderne Landwirtin: morgens Kühe melken, abends in die Oper.
Es darf auch nicht unterschätzt werden, dass sie - wie Beckstein - aus Franken kommt. Die Franken-CSU ist immer noch ziemlich sauer über den Umgang mit Beckstein. Eine Fränkin auf einem Ministerposten in Berlin könnte besänftigend wirken.
Als Namen werden noch genannt Gerda Hasselfeldt, unter Kohl mal Bauministerin und heute Bundestagsvizepräsidentin. Sie hätte die nötige ministerielle Erfahrung, ist anerkannt in der Landesgruppe und auch noch Frau. Wenn auch eine, die ihre Karriere eigentlich schon hinter sich hat.
Soll einem aufstrebenden Talent eine Chance gegeben werden, käme Daniela Raab in Frage. Die 33-Jährige vertritt den Wahlkreis Rosenheim und gilt als ehrgeizig genug, im Ministeramt nicht unterzugehen. Und nicht unterzugehen, das ist in diesen Zeiten schon viel für einen Christsozialen.
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(sueddeutsche.de/bica/woja)
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erst die Wahl zum Europa-Parlament, die aus der jetzigen Sicht nur noch mehr schiefgehen kann und die den großen Volksparteien noch mehr abverlangen wird, dann die Bundestagswahl!
Der, mit der Lizenz zum Kukidentlächeln, der Eintänzer der bayerischen CSU-MdB, der wird sich noch warm anziehen müssen.
Die Ä-häh-nschie wartet doch nur darauf, dass Seehofer sich aus berlin zurückzieht, damit sie eine Kabinetts-Umbildung vornehmen kann, in der sie dann das fränkisch-apathische Glosen in der Wirtschaftspolitik gleich mit entsorgen kann. Und dann: Ramsauer?
Uiuiui!
Denn mit 43 % liegt die CSU immer noch 8-10 über der Größe anderer Unions-Landesverbände
Es muss natürlich heißen:
Die CSU Bayern darf in B e r l i n nicht mehr und nicht weniger Einfluss haben als die SPD Baden-Württemberg, FDP Nordrhein-Westfalen, CDU Thüringen, Grüne in Sachsen-Anhalt, Linke in Brandenburg, SPD Hessen, CDU Schlewig-Holstein, FDP Niedersachsen, CDU Sachsen, GAL in Hamburg, SPD in Bremen, CDU Rheinland-Pfalz, SPD in Meck-Pomm etc. pp. ....
Ich persönlich freue mich vor allem darüber, dass in der Bundespolitik der Einfluss dieser Bayern-Partei sinkt, nach der im Rest unserer föderalistischen Republik kein Hahn kräht und deren Existenzberechtigung sich einem nicht wirklich erschließt, mal ganz ehrlich gesagt! Ganz im Gegensatz übrigens zur Linkspartei!
Die CSU? Die taugt nur zur Schaffung von Feindbildern außerhalb und innerhalb von Bayern, habe ich schon mal so im Stillen gedacht.
Die CSU Bayern darf in München nicht mehr und nicht weniger Einfluss haben als die SPD Baden-Württemberg, FDP Nordrhein-Westfalen, CDU Thüringen, Grüne in Sachsen-Anhalt, Linke in Brandenburg, SPD Hessen, CDU Schlewig-Holstein, FDP Niedersachsen, CDU Sachsen, GAL in Hamburg, SPD in Bremen, CDU Rheinland-Pfalz, SPD in Meck-Pomm etc. pp. ....
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