Als Generalsekretärin ist Haderthauer für den CSU-Wahlkampf verantwortlich. Der läuft gerade besonders schlecht. Doch davon lässt sie sich nicht irritieren. Jetzt will sie noch mal alle Kräfte mobilisieren.
CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer ist für ihr konsequentes Dauerlächeln bekannt. Damit kann sie normalerweise gut und gerne unliebsame Themen weglächeln und politische Gegner zumindest optisch überstrahlen. Aber auf der Pressekonferenz am Freitag in der bayerischen Landeshauptstadt wollte ihr das so recht nicht gelingen.
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Generalsekretärin Haderthauer lächelt die Krise weg (© Foto: AP)
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Auch der wie hingepinselte weißblaue Himmel über der Münchner Parteizentrale kann nicht über die derzeitige CSU-Krise hinwegtäuschen. Und gerade für die Wahlkampfverantwortliche Haderthauer sieht es nicht gut aus: Die aktuellen Umfragen, die die derzeitige Mehrheitspartei bei 47 Prozent sehen, stellen der Generalsekretärin vorab schon mal ein denkbar schlechtes Zeugnis für ihre Arbeit aus.
Selbst in den eigenen Reihen wird der Wahlkampf als inhaltsarm kritisiert und schließlich wird der Auftritt des Ministerpräsidenten Günther Beckstein gestern im TV-Duell nur auf der CSU-Homepage als klarer Punktesieg für den eigenen Kandidaten gewertet. Keine leichte Aufgabe für die Generalsekretärin also, den eigenen Wahlkampf vor einer zum Teil hämisch grinsenden Pressemeute zu verteidigen.
Das Beste kommt zum Schluss
Haderthauer versucht es mit dem letzten Trumpf des Verzweifelten und behauptet: Das Beste komme ja sowieso erst noch. "Der Schwerpunkt des Wahlkampfes ist jetzt erst angelaufen", sagt sie und lässt dabei offen, ob sie damit den Zeitpunkt vor oder nach Günther Becksteins Rededuell meint. Noch nie seien so viele Wähler so unentschlossen gewesen wie jetzt, wo sie ihr Kreuzchen machen sollen. Deswegen seien die 72 Stunden vor der Wahl auch entscheidend.
Die Kunst des Schönredens
Bis jetzt konnte ihr Wahlkampfkonzept demnach die Wankelmütigen nicht überzeugen. Aber zumindest die aktuellen schlechten Umfragewerte würden laut Haderthauer dafür sorgen, den Stammwähler zu mobilisieren. So wird er es sich am Wahltag nicht "auf der Wohnzimmercouch gemütlich machen", sondern Schwarz wählen.
Auf Veranstaltungen spüre sie deswegen eine "großartige Stimmung, eine große Motivation und einen großen Kampfgeist", was bei ihr zu einer "sehr großen Siegesgewissheit" führe. Zumindest die große Kunst des Schönredens beherrscht Haderthauer auch ohne Endloslächeln perfekt.
Ob auch zukünftig im CSU-Wahlkampf ein TV-Duell vorkommen solle, ist für Haderthauer "Geschmackssache". Gleichwohl habe Beckstein am Donnerstag schon in den ersten Minuten alles "Wesentliche gesagt" und Franz Maget, den sie nicht Gegner sondern Gesprächspartner und am liebsten "Madig Maget" nennt, habe dagegen "verkniffen" gewirkt und seinen "Lügenwahlkampf" verteidigt.
Umfrage ist nicht gleich Umfrage
An die aktuellen Umfragewerte, die der CSU nur 47 Prozent bei der Landtagwahl prognostizieren, mag Christine Haderthauer nicht glauben: Umfragen seien Stimmungen und "nur weil viele etwas sagen, wird es nicht valider". Bei der Umfrage, die ihren Wahlkampf als ausgezeichnet bewertet, sieht es da etwas anders aus. Stolz referiert sie, ihr Wahlkampfteam habe die richtigen Themen gesetzt, das beste Erscheinungsbild erzeugt und damit "wirklich hervorragende Arbeit" geleistet.
Einen Plan B bei einer eventuellen Wahlschlappe gebe es nicht, versichert die Generalsekretärin am Ende der Veranstaltung, dafür in der letzten Phase der Landtagswahl noch zahlreiche Überraschungen. Was die CSU-Zielgruppe dabei genau erwarten würde, wollte Christine Haderthauer nicht verraten, bevor sie für ein Fernsehinterview doch noch ihr gewohntes Dauerlächeln anknipste und zumindest die folgenden drei Minuten das CSU-Tief wegstrahlen konnte.
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(sueddeutsche.de/bica)
Probleme beim Berliner Flughafen lange bekannt
Die neueste Antwort
Abwarten, Sonntag 18:10, und dann schaun wir mal, wessen Welt zusammenbricht. Angesichts von 47% Unentschiedenen-Anteil bei allen ansonsten schönfärberischen Umfragen, die hier veröffentlicht wurden, sollte der Ball flachgehalten werden. Selbst wenn es aus der CSU-Sicht suboptimal läuft, gibt`s weiterhin eine CSU-Regierung (dann halt mit irgendeinem Appendix in Form von SPD, FDP, FW oder Grünen).
Aber bis dahin können Sie ja weiterhin hier gönnerhaft von einem Sieg jenseits der CSU träumen und schwärmen.
Sie tun mir leid.
Auch wenn Sie selbst Ihren Beitrag populistisch und vielleicht auch witzig finden mögen - sich lustig machen über einzelne Politiker ist kein Privileg der Opposition - haben Sie jemals die "Betroffenheit" einer Claudia Roth gespürt, die 10 x hintereinander hysterisch schrie:
"Das stimmt ja alles nicht!!!!"
Oder unsern guten SED-Oskar, der zwar früher nicht in der SED war, dafür jetzt drin ist - und der als Quelle
"Wikipedia"
nannte?
Nein, nein - mir ist ein Politiker mit einer Sprachfehler oder einem Gebrechen - wenn er gute Politik für Bayern macht - tausendmal lieber, als ein perfekter Showmaster a la Gerhard Schröder - der keine Ahnung von den Sachen hat, die er zu wissen vorgibt.
Mir wäre es heute noch 1000 x lieber Dr. Stoiber wäre damals Kanzler geworden und nicht diese Luftbuchung.
Haben die Anwesenden den Auftritt bei einer Talkshow (weiß gerade nicht mehr, obs Will oder Illner war) noch im Kopf? Also noch stammelnder und peinlicher war nur Ede!
Aber die gute Frau passt eben zu den zwei "Führungs"-"Persönlichkeiten" Huber und Beckstein wie die Faust aufs Auge. Außer der Patriotismus-Keule nicht viel dahinter... Und gewählt werden die trotzdem wieder.
Betreff Abgeordnetenwatch. Vielleicht antwortet er ja noch - ok.
Energiepolitik: Da kann ich die Opposition in leinster Weise verstehen: Woher soll die Grundlast-Industrie-Energie kommen, wenn man - wie es Frau Y in Hessen vorgeschlagen hat - die Großkraftwerke alle abschaltet?
Richtig - man kauft in Tschechien und Frankreich und sonstwo Strom. Weil die ja viel sicherere Kraftwerke haben.
Das kanns ja wohl nicht sein. Im Bereich Alternativenergie mag es Links geführte Bundesländer geben, die, durch staatliche Subventionen, evtl. bei der Windkraft mehr Räder haben.
Und was für eine Infrastruktur fordern Sie denn? Sie wissen schon genau wos langgeht in den nächsten 20 Jahren?
Wichtiger ist doch, dass die CSU über Jahrzehnte BMW die besten Rahmenbedingungen geboten hat. Im Sozialismus gäbe es gar keine BMW. Die wären schon pleite!
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