Erwin Huber spielt im Kampf um den CSU-Vorsitz die Familienkarte. Während Horst Seehofer mit Vorwürfen der Vielweiberei konfrontiert wird, gibt Huber Interviews mit Frau und Tochter. Ganz schön ausgebufft.
Bislang hat Erwin Huber seine Familie immer ziemlich im Hintergrund gehalten. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder, viel mehr wusste man nicht über die privaten Dinge der rechten Hand Edmund Stoibers.
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Erwin Huber setzt im Kampf um den CSU-Chefposten neuerdings auch auf seine Familie, etwa mit Ehefrau Helma in der Bild-Zeitung (© Foto: dpa)
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Doch nun, da er CSU-Chef werden will, kommt mit einem Mal der Familienmensch Huber ans Licht der Öffentlichkeit. Dabei plaudert Huber nicht alleine aus dem Nähkästchen, sondern einmal zusammen mit Tocher Verena, einmal mit Frau Helma.
Die Doppelinterviews beleuchten ausgiebig die menschlichen Seiten des bayerischen Wirtschaftsministers. So lässt Tochter Verena den geneigten Leser in der Münchner Abendzeitung wissen, dass Erwin Huber kein begnadeter Koch ist und die gemeinsame Anfertigung der töchterlichen Hausaufgaben in Streit ausartete. Und weil der ehemalige Finanzminister auch privat aufs Geld schaut, muss Ehefrau Helma nach wie vor auf eine neue Küche warten.
"Huber hat das Image des Technokraten"
Die Gattin wiederum erzählt in der Bild-Zeitung, dass ihr Mann sonntags die Semmeln holt und sie sich um den Haushalt kümmert. Huber selbst enthüllt, dass seine Frau ihm Anzüge, Wäsche, Hemden und Schuhe kauft.
Zur Politik ihres Mannes und Vaters äußern sich die Huber-Damen nur am Rande. Tochter Verena, 26, nimmt für sich in Anspruch, den Papa vom Sinn des Elterngeldes überzeugt zu haben, denn sie will, "dass auch Väter Babypause machen und sich partnerschaftlich Haushalt und Erziehung teilen."
Für Michael Spreng, im Bundestagswahlkampf 2002 Medienberater von CSU-Chef Stoiber, ist die Hubersche Charmeoffensive nur logisch. "Erwin Huber hat das Image des Technokraten. Er gilt als rationaler Typ. Indem er die Familie einsetzt, will er offenbar wärmer und sympathischer wirken", sagt Spreng zu sueddeutsche.de.
Stewens erhöht Druck auf Seehofer
Es ist zwar schon öfter vorgekommen, dass Politiker, die sich um ein höheres Amt bewerben, im Wahlkampf auch ihre Familie einsetzen, im Fall Huber hat dieser Schachzug dennoch eine besondere Pikanterie: Horst Seehofer, sein Kontrahent um den CSU-Vorsitz sitzt in der Bredouille, weil er sich zwischen Ehefrau und schwangerer Geliebter entscheiden muss, worüber die Bunte gerade nochmal äußerst prominent berichtet. Die Familien-Karte kann er also nicht spielen. Im Gegenteil, sie ist ein erheblicher Malus.
Gerade erst hat Bayerns Sozial- und Familienministerin Christa Stewens den Druck auf den Bundesagrarminister erhöht: "Horst Seehofer muss seine privaten Verhältnisse ordnen. Man kann nicht mit zwei Frauen zusammenleben. Das wäre auch in anderen Parteien nicht tragbar", sagte Stewens dem Kölner Express mit Blick auf Seehofers angebliche außereheliche Affäre.
Auch Spreng hält es für den Kampf um den CSU-Chefposten für entscheidend, "ob Seehofer seine privaten Verhältnisse geregelt bekommt. Wenn nicht, ist es ganz egal, ob Huber Interviews mit Frau und Tochter gibt."
Der in die Defensive geratene Seehofer ist sich wohl bewusst, dass Berichte über sein Privatleben in der CSU für Diskussionen sorgen. Die bereits vor Wochen in Aussicht gestellte Klärung lässt aber noch auf sich warten. Für Medienberater Spreng ein Zeichen, "dass die Lösung seiner privaten Probleme schwieriger ist als gedacht."
(sueddeutsche.de)
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Die neueste Antwort
Huber (61) war, ist und wird nie eine Führungskraft.
Sogar zu Hause holt der stets loyale zweite Mann die Semmeln. Anzüge, Wäsche, Hemden und Schuhe muss ihm seine Frau kaufen, weil er dazu ganz offensichtlich nicht fähig ist und sonst wohl mit einer Bild-Zeitung bekleidet herumlaufen müsste. Seine jetzige Familien-Karte ist nichts anderes, als eine direkt gegen Seehofer gerichtete Kampagne, möglicherweise sogar in Absprache mit Christa Stewens, die gleichzeitig auf Seehofer losgeht. Stewens kann dabei natürlich schon vorab zur eigenen Postensicherung bei Huber Punkte sammeln.
Auch Hubers Ich bin kein Provinzler, aus dem Interview mit dem Tagesspiegel, stimmt. So weit ist Huber, der erst kürzlich Beckstein "unbedingte Loyalität" zusagte, nie gekommen. Einer, der sich bedingungslos unterwirft, kann keine feste eigene Meinung und auch kein Sebstbewusstsein haben und ist in alle Richtungen verbiegbar. Gegen Seehofer wurde eine Vernichtungsstrategie betrieben und zwar mit der Hintenherum-Dreckig-Methode. Bei dieser wird von anonymen CSU-Vorstandsmitgliedern eine auf Rufschädigung abzielende, oft Lichtjahre von der Wahrheit entfernte Story aufgebaut, die dann von einem Lügenkurier oder Söder über die Medien verbreitet wird. Wird nach der Herkunft des Abschussmaterials gefragt, herrscht Schweigen. Wäre Huber wenigstens ein Provinzler, hätte er diesen Machenschaften und Söder längst das Handwerk legen. Huber hätte sich seine Heucheleien "Partnerschaft, Hand reichen ..." gegenüber Seehofer sparen können. Von seinem Kumpan Beckstein wollte er zuvor noch Seehofer zur Aufgabe dessen Kandidatur drängen lassen, um den Posten des Partei-Vize kampflos übernehmen zu können. Da prangerte Seehofer aber das Intrigen-Tandem Beckstein/Hubers an und beide mussten zurückrudern.
Ausserdem scheiterte Huber schwerst am Niedermobben von Pauli und hat dabei gezeigt, dass er auch das Entschuldigen schon verlernt hat.
Zu denen gehört wohl seine Frau
Der Herr Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer wehrte sich so gegen äußerungen aus der eigenen Partei zu seinem Privatleben . Parteifreundin Stewens hatte dessen Affäre mit einer jungen Frau in Berlin angeprangert.
und ich dachte immer er kauft sich seine Kravatten selbst. Wenigstens hat seine Frau was die Kravatten betrifft einen guten Geschmack. Ansonsten? Ich kenn den Erwin zu wenig.
@Garviel
Woher haben Sie die Kenntnis, dass es sich bei der Freundin vom Seehofer um einen erotischen Wanderpokal handelt. Wissen Sie gar viel oder ist es nur eine Unterstellung?
Mäni griets an MarcusL von einem schlichten Bayern, falls er englisch versteht.
Beim Rückblick auf die Geschehnisse der letzten Monaten, vor allem das Veröffentlichen der "Affäre" Seehofer just zum Zeitpunkt als das Fell von Stoiber aufzuteilen war, drängt sich der Gedanke auf, dass die Bild-Zeitung mit Huber unter einer Decke steckt. Oder ist es Zufall, dass gerade in der selben Aufmachung wie damals negativ über Seehofer berichtet wurde nun ein "positiver" Bericht über Huber in diesem Blatt erscheint? Jeder kann sich selbst von diesem Schmierentheater ein "Bild" machen...
Ich meine natürlich Laurenz Meyer...
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