Der bayerische Innenminister geht gestärkt in die weiteren Strategiedebatten der CSU: Fast einstimmig wurde er als Bezirks-Chef bestätigt.
Der bayerische Innenminister Günther Beckstein wurde am Samstag fast einstimmig als Chef des CSU-Bezirks Nürnberg-Fürth-Schwabach bestätigt. Beckstein bekam auf dem Parteitag in Nürnberg 101 von 103 abgegebenen Stimmen.
Günther Beckstein: "Ich bin ein Mensch, der Loyalität kennt." (© Foto: dpa)
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Im Herbst soll Beckstein nach den Plänen der CSU neuer Ministerpräsident werden. Der Innenminister bewertete sein Wahlergebnis auch hierfür als "Rückenwind". Er äußerte sich zugleichgelassen über Gerüchte, der scheidende Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) könnte doch im Amt bleiben wollen.
Beckstein betonte, er lasse sich trotz der gegenwärtigen "Turbulenzen" nicht nervös machen. Stoiber habe den vereinbarten Fahrplan "x-Mal bestätigt". Nun gehe es darum, einen "würdigen Übergang" zu schaffen. Dabei müsse die CSU mehr Disziplin zeigen. Er selbst halte es für ein Zeichen von Respekt, dass er sich bis zum Herbst nicht in die Arbeit Stoibers einmische.
Beckstein: "Klare Präferenz für Huber"
In seiner Rede wandte sich Beckstein zudem vehement gegen die Darstellung, gegen Stoiber habe es Anfang des Jahres einen "Putsch" gegeben. Er versicherte: "Ich bin ein Mensch, der Loyalität kennt." Stoiber habe "selbst entschieden", dass er im Herbst seine Ämter als Ministerpräsident und CSU-Chef aufgeben wolle.
Beckstein warb zugleich dafür, dass Wirtschaftsminister Erwin Huber neuer CSU-Chef wird. Der Innenminister betonte, er könnte zwar auch mit Bundesagrarminister Horst Seehofer zusammenarbeiten. Er habe aber eine "klare Präferenz" für Huber. Dieser sei insbesondere angesichts der anstehenden Kommunalwahlen "der bessere Kandidat".
Beckstein fügte hinzu, Seehofer müsse weiter in der CSU eine wichtige Rolle spielen: "Wir brauchen ihn." Die Fürther CSU-Landrätin Gabriele Pauli sagte am Rande des Bezirksparteitages, Huber und Seehofer sollten zunächst ihre Programm vorstellen. Sie betonte zugleich, niemand in Bayern wolle einen Rücktritt Stoibers vom Rücktritt - außervielleicht Stoiber selbst. Pauli mahnte: "Beckstein sollte die Möglichkeit haben, frei die Themen zu setzen - und nicht im Kielwasser von Stoiber."
Söder kann von Klar nicht lassen
CSU-Generalsekretär Markus Söder rief seine Partei in einem Grußwort zu Geschlossenheit auf: "Sonst könnten die anderen Parteien Honig von uns saugen". Auch auf den Vorwurf ging Söder ging ein, er habe versucht, Bundespräsident Horst Köhler in der Debatte über eine Begnadigung des früheren RAF-Terroristen Christian Klar unter Druck zu setzen.
"Für etwas, das ich so nicht gesagt habe", sei er viel gescholten worden, dennoch sei es richtig gewesen, dass sich die CSU in der RAF-Debatte "positioniert" habe: "Für die Gnadenlsoen darf es keine Gnade geben."
Einem Spiegel-Bericht zufolge hatte Söder eine möglicheBegnadigung Klars als "schwere Hypothek" für eine Wiederwahl Köhlers bezeichnet. Dies war auf heftige Kritik auch in der CSU gestoßen.Beckstein nahm Söder in Schutz und betonte, ein Generalsekretär müsse immer wieder mal zuspitzen.
(ddp-bay)
Gewalt in Syrien
Die neueste Antwort
Wenn einer bei der CSU keine Unterstüzung verspürt und Angst hat, den nächst höheren Posten zu erhalten, dann versucht er sich selbst ins Amt zu reden und zwar so, als würden ihn andere dort sehen wollen.
Zuvor wollte sich Beckstein schon die Unterstützung von Stoiber sichern und gab dazu vor, Stoiber habe ihn "geprägt", es gäbe "seelenverwandte Gedankengänge" und "eine emotionale Beziehung, die sich auch auf die Ehefrauen erstreckt".
Die Posten-Heuchelei der CSUler ist wirklich unerträglich. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass Leute, die sich in ihre Ämter heucheln bzw. geheuchelt haben, erst recht den Bürgern ins Gesicht heucheln.
Möge der Wind, den Du im Rücken spürst, nie Dein eigener sein!
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Lieber Bayer47,
nun, das eine stimmt, ich habe am Anfang ordentlich übertrieben und seitdem dazu gelernt.
Wenn wir nur die Zahl der unsächlichen Ausfälle von Ihnen zusammenzählt, und mit anderen Kommentaren vergleicht, tja, jeder kann sich eine Meinung dazu bilden. Ich erinnere nun an zahlreiche Kommentare von Ihnen, die entfernt worden sind, weil sie die CSU pauschal angegriffen haben, wobei es im Artikel des SZ um ein anderes Thema ging. Den Kommentar haben Sie wiederholt eingestellt. Auch im aktuellen Kommentar können sie nicht auf pauschale Kritik verzichten. Und nun zu den negativen Bewertungen: der Lob von Kontrahenten stinkt mehr als Lob. Sie kriegen ja durchweg positive Bewertungen, finden Sie das nicht seltsam?
Ich fnde das ist eine rassistische aussage, wo bleibt der aufschrei der gutmenschen. ich bin übrigens weder csu mitglied noch wähler der csu.
pauschalierung dienen nie der sachlichkeit.
Paging