Fraktionschef Schmid ist angeschlagen, viele Abgeordnete mussten sich dem Zorn der Bürger wegen seines strengen Rauchverbots stellen. "Arrogant" sei Schmid bei der Bevölkerung angekommen, weil er das Rauchverbot gegen alle Widerstände durchgesetzt habe.
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Auch der Name von Markus Söder wird als neuer Fraktionschef gehandelt. (© Foto: dpa)
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Schmid selbst kündigte an, wieder als Fraktionschef kandidieren zu wollen, doch ob es so weit kommt, wird auch davon abhängen, ob er die Sitzung im Griff behält. Die Abgeordneten machen sich ihre Gedanken, Zimmermann prophezeit, dass es "sicherlich eine Änderung geben" werde.
Namen kursieren viele. So komme Söder als neuer Fraktionschef in Frage, auch Kultusminister Siegfried Schneider wird genannt. Andere wollen Wissenschaftsminister Thomas Goppel zum Fraktionschef oder gar zum Ministerpräsidenten machen, eine dritte Theorie präferiert Innenminister Joachim Herrmann als Ministerpräsident.
Der Fraktionsvize Thomas Kreuzer mahnt indes zur Besonnenheit. Die Wahlschlappe müsse vor allem inhaltlich aufgearbeitet werden. "Wir haben wenig schlechte Sachpolitik gemacht", sagt er, "aber wir haben sie falsch kommuniziert." Man müsse auf dem Reformweg bleiben, aber die Bürger mitnehmen.
Der Nürnberger Bezirksverband, den Beckstein 16 Jahre führte, positioniert sich klar: "Wir stehen voll hinter unserem Ministerpräsidenten Günther Beckstein und hinter der Führung der CSU-Landtagsfraktion mit Georg Schmid an der Spitze", sagt Bezirkschef Markus Söder.
Mit seiner Erklärung soll er sich den Zorn des früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zugezogen haben, der beim oberbayerischen Aufstand gegen Beckstein die Fäden zieht. Wo seine Stimme gegen Beckstein bleibe, soll Stoiber Söder am Telefon gefragt haben.
Der Europaminister ist unterdessen bemüht, sich selbst aus der Diskussion zu halten. Er widerspricht Gerüchten, er selbst wolle Schmid als Fraktionschef ablösen.
Denn es wird längst nicht nur darüber diskutiert, ob Beckstein Ministerpräsident bleiben kann oder nicht. In den zahlreichen Telefonaten, die vor der Fraktionssitzung geführt werden, geht es beinahe um jedes Amt.
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(SZ vom 1.10.2008)
Die neueste Antwort
Ich stimme Ihnen ja zu, nur - ein Staatswesen ist eben kein Unternehmen, sondern viel mehr; diese verhängnisvolle Auffassung, man könne ein Land wie ein Unternehmen führen, ist ja das, was den Leuten heute zum Halse heraus hängt.
Irgendwie sind wohl alle Politikredaktuere unterwegs, so dass hier keiner mehr da ist, der die Artikel aktualisiert.
Beckstein ist weg.
Definieren Sie doch mal "klare Linie und konservative Weltanschauung", oder "rechtskonservativ". Was meinen Sie eigentlich immer damit? Sie benehmen sich wie ein Marktschreier, treffen aber keine klare Aussage.
Ist das konservativ?
Irgendwie erinnern sie mich an jemanden, der hier bis vor kurzem auch mitgeschrieben hat.
Oberbayern Ma.f.ia in der CSU:
Schlägst du meinen Ede, schlag ich Deinen Günther.
Und Stoiber ist sich nicht zu schade, hier noch Öl ins Feuer zu geben.
Dies ist die Rache des Altbauern, der den Abgang vom Hof nicht verkraften kann.
Genau seine Handschrift.
Merkel gönnte er den Job nicht , den er nicht erringne konnte, also obstruierte er und brachte sie um den Sieg,
Huber und Beckstein werden aus dem gleichen Grund kirre gemacht.
Paging