Trotz Rüffel von Seehofer sieht sich Markus Söder in seinem Kurs bestärkt, die CSU in der Umweltpolitik neu auszurichten. Nicht nur die Bürger sind misstrauisch.
Eigentlich, so meint man, sollte Markus Söders Stimmung dieser Tage ein wenig gedämpft sein. Nicht nur, dass der Putsch gegen den glücklosen Fraktionschef Georg Schmid auf der Kreuther CSU-Klausur vertagt worden ist und sich der machtbewusste Umweltminister noch eine Weile wird gedulden müssen, bis er die nächste Stufe auf der politischen Karriereleiter nimmt.
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(© Foto: dpa)
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Horst Seehofer hat Söder auch verübelt, dass dieser öffentlich orakelt hatte, die einst so stolze CSU könnte im Zuge des Landesbank-Desasters zu einem "einfachen Landesverband der CDU" absteigen. Er wolle keine solchen "überflüssigen" Interviews mehr hören, schimpfte der Ministerpräsident und Parteichef in Kreuth in die Mikrophone der Journalisten, nachdem er Schmid zuvor demonstrativ den Rücken gestärkt hatte.
Wer nun meint, Söder nähme sich Seehofers Rüffel zu Herzen, der täuscht sich. Söder fühlt sich von der Klausur in Kreuth geradezu bestärkt. Erklärte Seehofer auf der Klausur doch auch, er und die CSU registrierten sehr wohl, "dass nichtökonomische Ziele für die Wähler zunehmend bedeutend werden", und meinte damit vor allem die Umweltpolitik. Und mit den Worten "dieser Punkt bedarf einer Neuausrichtung" räumte Seehofer auch gleich noch den umweltpolitischen Nachholbedarf seiner Partei ein.
Es sind diese Sätze Seehofers, die die CSU-Klausur zum Erfolg für Söder machen. Denn sie fassen das Credo zusammen, das Söder seiner Partei schon seit seiner Zeit als Generalsekretär einzutrichtern versucht.
Freilich misstraut nicht nur die CSU seiner Haltung, wie das bis zuletzt die demonstrativen Parteitagsbeschlüsse für den umstrittenen Donauausbau zeigen. Auch die Wähler tun das. Auf deren Beliebtheitsskala dümpelt Söder stets nur im Mittelfeld.
Ein Grund dafür ist, dass Söder seinem Credo einzig beim Streit um die Donau und bei der Agro-Gentechnik hat Taten folgen lassen. Und selbst das, so glauben viele, habe er einzig aus dem Kalkül getan, beim Wahlvolk zu punkten. Denn bei allen anderen Reizthemen, dem Bau der A94 durch das Isental etwa oder dem Ausbau des Münchner Flughafens, ist Söder stets auf Parteilinie. Angesichts der neuen Adelung durch Seehofer ficht ihn das freilich nicht an, zumindest nicht in diesen Tagen.
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(SZ vom 20.01.2010/bica)
67. Jahrestag der Bombardierung
Die neueste Antwort
Die Grünen sind "Realos geworden" Sepp Daxenberger wurde gezeigt und der Söder lief einmütig neben den Grünen einher...
Man hätte denken können: Wahlkampf is und die Grünen werden mit der CSU koalieren...
Das ist geplant - Macht um jeden Preis!
Und da die CSU stimmenmäßig nach unten driftet - sucht sie vermutlich mit "unübersehbarer Hilfe der Presse" - der Rundfunkrat ist ja CSU-Überbesetzt - schon mal den nächsten Partner....
Was für ein Show....
"Der bayerische König Ludwig II. war ein kunstsinniger Mensch und verrückt. Der Retorten-König „Markus Söder I.“ könnte als politiksinniger Mensch durchaus in seine Fußstapfen treten …"
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Solange Söder nicht das Geld gekürzt wird, muss er nicht baden gehen.
(;-))
Für mich steht M.Söder für die Vergangenheit der CSU, in der es nur wichtig war, innerhalb der Partei Mehrheiten zu organisieren, um erfolgreich Positionen zu besetzen.( Da ja ausserhalb die Wahlerfolge gottgegeben erschienen. ) Für die Zukunft von M.Söder glaube ich ehrer, das er in der Bay. Regierung stagniert wie der Hr. Goppel junior einst. Vielleicht ereilt ihn auch das Schicksal eines Hr. Schnappauf, und er muß sich in ein "Austragshäusl" eines Wirschaftsverbandes einquartieren. Für den zukünftigen politischen Erfolg der CSU wird er keinen tatkräftigen Beitrag leisten, denn als politisches Zugpferd ist er einfach zu opportunistisch um glaubhaft für Positionen zu stehen.
ja wie lange wird das bayerische Wahlvolk noch brauchen und die CSU politisch abstrafen? Leichter gesagt als getan. Sagen Sie mir doch bitte eine wirkliche Alternative. Die SPD oder die Grünen Fehlanzeige. Gerade was den Umweltschutz bzw. nachhaltiges Wirtschaften anbelangt, kam von diesen beiden Parteien so gut wie gar nichts produktives. Kann man seit Jahren in München verfolgen. Auch hier galt und gilt Ökonomie bzw. Wirtschaftswachstum über alles und zu jedem Preis! Leider!
CSU-Umweltminister - ist das nicht ein Widerspruch in sich?
Paging