Bürgerentscheid Kaufbeuren stimmt für neues Profi-Eisstadion

Das alte Eisstadion in Kaufbeuren ist so gut wie schrottreif, 2012 musste es wegen Einsturzgefahr sogar zwischenzeitlich gesperrt werden.

(Foto: Imago)
  • Bürgerentscheid in Kaufbeuren: 60,01 Prozent der Wähler stimmen für ein neues Profi-Eisstadion.
  • Die Wahlbeteiligung lag bei 41,31 Prozent, deutlich höher als die benötigten 20 Prozent.
  • In der Stadt war Streit über die Kosten von rund 20 Millionen Euro für die Arena entbrannt.

Bürger wollen neues Eisstadion

In einem Bürgerentscheid haben die Einwohner von Kaufbeuren am Sonntag für den Bau eines neues Eisstadions gestimmt. Von den 13 611 Wählern sprachen sich laut der ersten Auszählung gegen 19 Uhr 60,01 Prozent für einen Neubau aus.

Die Wahlbeteiligung lag bei 41,31 Prozent, das nötige Quorum von 20 Prozent wurde deutlich übertroffen. Die bestehende Arena - die Heimstätte des Eishockey-Zweitligisten ESV Kaufbeuren - gilt als marode und muss Mitte 2017 geschlossen werden. Der Stadtrat hat einen 20 Millionen Euro teuren Neubau beschlossen. Doch das Vorhaben war wegen der hohen Kosten umstritten.

Jubel bei den Eishockey-Fans

Der Pressesprecher des Eishockey-Zweitligisten ESV Kaufbeuren, Philippe Bader, nahm die Entscheidung mit Begeisterung auf: "Wir bedanken uns bei allen Kaufbeuern, die mit Ja gestimmt haben, dass sie ihren ESV so beschützt haben", sagte er am Sonntagabend. Auch die 1800 Hockey-Fans, die beim Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim am Sonntag im Stadion mitfieberten, seien beim Bekanntwerden der Nachricht in Jubel ausgebrochen.

Der Weg für den Bau eines rund 20 Millionen Euro teuren Stadions ist nun frei. Er soll das marode Heimstadion des ESV Kaufbeuren ersetzen, dem wegen statischer Mängel die Schließung drohte. Der Stadtrat hatte den Neubau bereits vor der Abstimmung abgesegnet.