CSU-Chef Stoiber kämpft in der Großen Koalition energisch für ein Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen. Die SPD ist dagegen, die CDU skeptisch - und nun hagelt es auch parteiintern Kritik.

Die Pläne von CSU-Chef Edmund Stoiber für ein Betreuungsgeld sind nicht nur in der CDU, sondern auch in den eigenen Reihen umstritten. CSU-Präsidiumsmitglied Ursula Männle sagte dem Berliner Tagesspiegel, Stoiber verkaufe seinen Gesetzentwurf als großen Erfolg. "Bei den Frauen der CSU ist die Stimmung aber durchwachsen."

Betreuungsgeld, Stoiber

CSU-Chef Stoiber erntet mit seinem Vorstoß zum Betreuungsgeld nun auch parteiintern Widerspruch. (© Foto: dpa)

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Das Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Krippe oder zu einer Tagesmutter geben, sei "nicht nachhaltig angelegt, wenn es im allgemeinen Familienkonsum untergeht".

Auch CSU-Vorstandsmitglied Dorothee Bär kritisierte die Pläne. Sie fürchte, dass vor allem sozial schwache Familien ihre Kinder zu Hause erziehen werden, damit sie Betreuungsgeld bekommen: "Die Kinder aus diesen Familien verpassen dann die hochwertige Erziehung in den Krippen", sagte Bär dem Blatt.

Stoiber hatte seine Forderungen am Wochenende mit einem konkreten Gesetzentwurf untermauert. Danach soll der Bund für jedes Kind unter drei Jahren, das nicht in eine Betreuung geht, 150 Euro im Monat zahlen. Die Kosten für das Betreuungsgeld beliefen sich demnach für den Bund ab 2013 auf rund 1,3 Milliarden Euro. Aus der CDU hatte zuvor unter anderem Familienministerin Ursula von der Leyen den Vorschlag als falsches Signal abgelehnt.

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(AFP)