Besuch im Vatikan Söder reist zu Papst Franziskus

Die zweite Auslandsreise von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) führt übernächste Woche in den Vatikan. Söder will in Rom den amtierenden Papst Franziskus wie auch dessen emeritierten Vorgänger Benedikt XVI. besuchen. "Es gehört sich für den Ministerpräsidenten eines christlich geprägten Landes, den Oberhäuptern der katholischen Kirche seine Aufwartung zu machen", sagt der Protestant Söder: "Es ist mir eine große Ehre." Söder reist am Fronleichnamstag nach Rom. Am 1. Juni ist zunächst ein Gespräch mit Franziskus geplant, anschließend ein Treffen mit Benedikt XVI. Söder kann sich sicher sein, dass er willkommen ist. Nach seiner Verordnung, in allen staatlichen Gebäuden Kreuze aufzuhängen, hatte ihm Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, "Spaltung und Unruhe" vorgeworfen. Kritiker halten Söder vor, er instrumentalisiere das Kreuz für den Wahlkampf. Rückhalt bekam Söder von Erzbischof Georg Gänswein, der beiden Päpsten dient: Marx habe seine Kritik wohl "in einer ersten wenig erleuchteten Wortmeldung von sich gegeben", sagte Gänswein dem Stern. Vor seiner Wahl zum Papst hat Benedikt XVI. - damals noch Kardinal Joseph Ratzinger - Söder schon einmal verteidigt. Als CSU-Generalsekretär hatte er gefordert, das Schulgebet wieder einzuführen. Zu seiner ersten Auslandsreise war Söder mit seinem Kabinett nach Brüssel geflogen.