Günther Beckstein zeigt sich überkonfessionell. Die Antrittsreise des ersten evangelischen Ministerpräsident im Freistaat führt ihn ausgerechnet zu einer Privataudienz zum Papst.

Der bayerische Ministerpräsident Beckstein (CSU) bricht heute Abend nach Rom zu seiner ersten Auslandsreise auf. Höhepunkt ist am Samstag eine Privataudienz bei Papst Benedikt XVI. im Vatikan.

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Günther Beckstein: Seine erste Reise führt den Protestanten ausgerechnet zum Papst nach Rom. (© Foto: ddp)

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Während man im Erzbischöflichen Ordinariat München sich nicht näher zu der Reise äußern will, spricht der Ministerpräsident selbst von einem "wichtigen Signal".

Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich sagte dem Münchner Merkur dagegen, er finde es "ganz normal", dass der bayerische Regierungschef nach Rom fahre. Der Landesbischof fügte hinzu: "Er hat schließlich gesagt, dass er auch der Ministerpräsident des katholischen Teil Bayerns ist - das finde ich gut."

Als erster evangelischer Ministerpräsident im Freistaat nach dem Krieg wolle Beckstein der katholischen Kirche, aber auch den Gläubigen signalisieren, "dass ich große Hochachtung und Respekt vor ihrem Glauben habe", sagte der CSU-Politiker.

Der Ministerpräsident wird zusammen mit seiner Frau Marga am Freitagabend auf dem Flughafen Rom-Fiumicino vom deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Hans-Henning Horstmann, begrüßt.

Einstimmen auf die Privataudienz bei Benedikt XVI. am Samstag um 11 Uhr kann sich Beckstein am Morgen bei einem Gottesdienst für deutsche Pilger mit dem Münchner Kardinal Friedrich Wetter im Petersdom.

Am Nachmittag wartet auf den CSU-Politiker noch eine Privatführung durch die Basilika. Um 18 Uhr besucht er ein Konzert des Symphonieorchesters und des Chors des Bayerischen Rundfunks zu Ehren des Papstes. Am Sonntag wird Beckstein zurück in München erwartet.

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(ddp/zif/bica)