Blauer Dunst über den Biertischen oder Zigarettenpolizei auf dem Oktoberfest? Die CSU glaubt, dass sie mit dem strengsten Rauchverbot Deutschland ihre Wähler in die Arme der Gegner getrieben hat. Dabei schwelt der Streit um die Glimmstängel schon seit Monaten. Ein Über-Klick.
Noch vor wenigen Wochen hat sich die CSU damit gerühmt, das schärfste Nichtrauchergesetz der Bundesrepublik verabschiedet zu haben. Weder in Gaststätten noch in Bierzelten ist demnach das Rauchen gestattet. Ohne Ausnahme. Doch kaum sind die Kommunalwahlen für die CSU zum Desaster geworden, will die Partei dem Wehklagen der Wirte nachgeben und das Rauchen in Bierzelten gestatten. Damit hat sie eine hitzige Debatte ausgelöst, die nicht nur zwischen den Parteien geführt wird. Auch innerhalb der CSU ist man zerstritten.
(© Foto: ddp)
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"Der generelle Nichtraucherschutz bleibt"
Ministerpräsident Günther Beckstein spricht in einem Interview über die Pläne der CSU zur Lockerung des Nichtraucherschutzgesetzes und die Kritik an seinem Führungsstil.
Rauchverbot in Bierzelten auf der Kippe
Möglichst rasch will die CSU das Rauchverbot in Bierzelten lockern, um die Wähler zu befriedigen. Fraktionschef Georg Schmid will an dem Gesetz, das er durchgeboxt hat, nicht rütteln. "Der Inhalt des Gesetzes wird nicht geändert."
Neuer Streit in der CSU
Während Fraktionschef Georg Schmid Änderungen am Gesetz ablehnt, will Parteichef Erwin Huber flexibel sein.
"Das ist ein Zeichen von Panik"
Nach der Kommunalwahl ist in der CSU eine neue Debatte über das Rauchverbot entbrannt. Fraktionschef Schmid will eine Aufweichung des Gesetzes allerdings verhindern. Grünen-Fraktionschefin Bause diagnostiziert Panik in der CSU.
Abstimmung mit geballter Faust
Die CSU hat im bayerischen Landtag für das strengste Rauchverbot der Bundesrepublik gestimmt. Raucher müssen in Gaststätten von Neujahr an die Kippen ausdrücken. Die Gegner innerhalb der CSU fügten sich nur zähneknirschend.
Hausverbot für Landtagsabgeordnete
Ein Aichacher Gastwirt hält vom geplanten Rauchverbot gar nichts - und erteilt allen 180 Parlamentariern Hausverbot.
Rauchverbot in Gaststätten und Festzelten
Eine Aufweichung des Nichtrauchergesetzes wird es nicht geben. Die CSU-Fraktion hat die bundesweit härteste Regelung zum Schutz vor Tabakqualm beschlossen.
In München zeigen die Wiesn-Wirte, dass sie nach wie vor das Sagen in der bayerischen Landeshauptstadt haben: Auf dem kommenden Oktoberfest darf nämlich geraucht werden. Darauf haben sich nun die Zeltbetreiber mit den Ministern und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude geeinigt. Und gibt es auf der familienfreundlichen Wiesn, wie sie von Tourismuschefin Gabriele Weishäupl immer propagiert wird, eine Ausnahme beim Rauchverbot.
Auf der Wiesn darf geraucht werden
Ein Rauchverbot auf der Wiesn wird es in diesem Jahr offenbar nicht geben. Beim "Rauchergipfel" haben Stadt und Wirte erfolgreich dafür plädiert, das Rauchverbot auf dem Oktoberfest zumindest in diesem Jahr auszusetzen.
Bier ohne Zigarette
Beim kommenden Frühlingsfest darf nicht mehr geraucht werden.
"Im Warmen ungestört rauchen"
Als erste Diskothek Münchens wird das "Palais" zum Raucherklub. sueddeutsche.de hat nachgefragt, warum die Gäste in dem Nachtklub vom 1. März an wieder rauchen dürfen.
Hofbräu will Raucherklub werden
Wenn das keine Palastrevolution ist: Auch der "Hofbräukeller" in München will das Rauchen erlauben und provoziert den Freistaat.
Während sich die Politiker immer noch über das Rauchverbot in Gaststätten und Bierzelten streiten, sind sich Wissenschaftler einig: Nichtrauchen fördert die Gesundheit - erheblich.
Klare Luft, reine Herzen
Die Diskussion um das Rauchen in Gaststätten findet in Deutschland kein Ende. Dabei lohnt sich das Leiden der Raucher, wie aktuelle Studien belegen.
Vorteil für die Nichtraucher bewiesen
Passivraucher profitieren von Rauchverboten an öffentlichen Orten oder in Gaststätten. Das belegen gleich mehrere Studien zu Herzattacken.
Die Folgen des Rauchverbots für die Gesundheit sind klar. Doch welche Folgen hat es für das Miteinander, die Kneipenwirte und - nicht zuletzt - auf die Psyche von Rauchern und Ex-Rauchern?
Die Lebenslüge der Kneipenlobby
Mit dem Rauchverbot befürchteten viele Wirte enormme Umsatzverluste. Sogar von einem großen Kneipensterben war die Rede. Neue Umfragen entlarven die Ängste aber als unbegründet.
Mief der Freiheit
Endlich keine verqualmten Klamotten mehr nach dem Ausgehen. Doch nach dem Rauchverbot zeigt sich: Der Mensch an sich riecht selten gut.
Projekt Nichtraucher: Ich dreh total durch!
sueddeutsche.de-Redakteur Jürgen Schmieder berichtet über den Selbstversuch, endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Seine letzte Erkenntnis: Niemand soll glauben, man könnte mit dem Rauchen aufhören, ohne wenigstens einmal komplett durchzudrehen? Es geht nämlich nicht.
Nicht nur die bayerischen Politiker liefern sich derzeit heftige Wortgefechte, wie es denn nun mit dem Rauchverbot im Freistaat weitergehen soll. Auch die Nutzer von sueddeutsche.de diskutieren.
(sueddeutsche.de/bica/maru)
Union debattiert über Familienpolitik
Die neueste Antwort
.....nicht wundern, wenn zum kommenden Wahlkampf Zigarettenschachteln mit Bildern von CSU Kandidaten auftauchen würden, wäre doch geil.......
Das Problem ist Ihre ständige Wiederholung (siehe Titel), die geistreich sein soll, es aber nicht ist. Das mag sicher ein paar Leute beeindrucken, die annehmen, was für ein cooler Typ.
Warum Sie überhaupt am Forum als Unbetroffener teilnehmen, wird wohl Ihr Geheimnis bleiben.
zitat von dietl40:"Deutschland hat ganz andere und vor allem genug Probleme, als sich mit solch kleinkarierten Gesetzen überhaupt zu befassen."
das sehe ich ähnlich. beckstei/huber&co anscheinend nicht!
Die ganzen Diskussionen über das Für und Wider zeigt doch nur, dass das Gesetz grundsätzlich eine total überflüssige und nicht zu rechtfertigende Gängelei der Bürger und vor allem der Gaststätten ist. Deutschland hat ganz andere und vor allem genug Probleme, als sich mit solch kleinkarierten Gesetzen überhaupt zu befassen. Die Krokodilstränen und Hasstyraden einiger Nichtraucher sind unerträglich. Fakt ist, dass trotz des ach so gefährlichen Rauches die Lebenserwartung erheblich gestiegen ist und zwar bevor dieses unsinnige Gesetz überhaupt zur Diskussion stand. Mit solchem abwägigen Themen befasst sich auch die EU! Wenn man dazu diesen aufgeblasenen Apparat braucht, dann gute Nacht Europa.
"WO ist also das problem?"
Hab' ich doch gesagt: Es stinkt.
Nicht immer und nicht überall.
Aber manchmal und mancherorts stinkts eben.
Paging