Gehalt wie in der freien Wirtschaft, Privilegien wie Beamte: Die Landesbank sicherte ihre Manager so gut ab, dass sie nun noch Jahre Geld bekommen - für nichts.
Angenehm mild ist es in diesen Tagen auf Zypern im östlichen Mittelmeer. 15 bis 20 Grad betragen die Temperaturen dort tagsüber. Auf der von der Sonne verwöhnten Insel soll ein früherer Manager der Bayerischen Landesbank (BayernLB) sein Leben genießen - auf Kosten des staatlichen Kreditinstituts.
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"Die Managergehälter sind gestiegen, die Privilegien sind geblieben", räumt ein früherer Verwaltungsrat der BayernLB heute selbstkritisch ein. (© Foto: dpa)
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In der Bank wird erzählt, der Wertpapierexperte sei einer von vier Beschäftigten gewesen, die Mitte 2007 nach einem Verlust von 45 Millionen Euro beim Handel mit Aktien des Chemiekonzerns Altana gefeuert worden waren. Der Finanzmarktexperte habe, wie seine ebenfalls gekündigten Kollegen, dagegen geklagt und bei Gericht gegen die Bank gesiegt. Daraufhin sei der erst 50 Jahre alte Banker von der BayernLB in den Ruhestand versetzt worden.
Er bekomme seine Pension. Da die Rente niedriger ausfalle als das vorherige Gehalt, habe es obendrein eine dicke Abfindung gegeben. Der frühere Wertpapierhändler sei auf diese Weise voll ausbezahlt worden. Bis zum offiziellen Pensionsalter verliere er kein Geld. Nun führe der Mann ein schönes Leben auf Zypern.
Der Ex-Manager will sich dazu offenbar nicht äußern. Eine auf seinem Anrufbeantworter hinterlassene Bitte um Rückruf blieb unerfüllt. Auch die Bank schweigt. Man bitte um Verständnis, dass man sich "grundsätzlich nicht zu Vertragsfragen bezüglich bestehender beziehungsweise beendeter Arbeitsverhältnisse" äußere, lautet die Antwort auf eine detaillierte Anfrage.
Die Landesbank will auch nicht erklären, wer entschieden hat, den Wertpapierexperten auf Kosten des Instituts in den Ruhestand zu versetzen. Der Vorstand? Oder gar Vorstandschef Michael Kemmer?
Keiner ruft zurück
Träfe der Sachverhalt so zu, dann wäre das kein Einzelfall, sondern bezeichnend für die BayernLB. Die Staatsbank und deren mit etlichen CSU-Politikern besetzter Verwaltungsrat leiste sich immer wieder den Luxus, Spitzenmanager vorzeitig abzuberufen, gehenzulassen oder zu kündigen und anschließend auf Jahre hinaus zu bezahlen. Immer wieder muss sie auch Mitarbeiter nach verlorenen Rechtsstreiten voll auszahlen.
Diese Art der Personalpolitik dürfte die Landesbank im Laufe der Zeit mehr als zehn Millionen Euro kosten. Aber was ist das schon im Vergleich zu den zehn Milliarden Euro, die der Freistaat aufbringen muss, damit die BayernLB nicht pleitegeht - weil der Vorstand mit Duldung des Verwaltungsrats viel Geld in riskante Finanzanlagen in Übersee gesteckt hat, statt sich um die heimische Wirtschaft zu kümmern?
Zwei erst 48 und 50 Jahre alte Ex-Vorstände, Dieter Burgmer und Gerhard Gribkowsky, bekommen derzeit ihr Gehalt von der Bank, ihre Verträge laufen bis 2012, anschließend haben sie Anspruch auf ihre Pension, falls sie keinen neuen Job finden.
Der nächste derartige Fall bahnt sich bereits an. Rudolf Hanisch, stellvertretender Vorstandschef, soll nach Angaben aus dem Verwaltungsrat im Frühjahr vorzeitig in Ruhestand gehen; wegen hohen Verlusten bei Geldanlagen in Island. Sein Vertrag läuft offenbar bis Mitte 2010. Die Bank und Hanisch, der einst Amtschef bei Ministerpräsident Edmund Stoiber war, äußern sich dazu nicht.
Und dann ist da noch Werner Schmidt, der Anfang März 2008 sein Amt als Vorstandschef vorzeitig abgab, dann aber noch ein halbes Jahr sein volles Gehalt kassiert haben soll und jetzt seine Pension bezieht. Auch Schmidt ruft nicht zurück.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wer für das Malheur verantwortlich ist.
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Die neueste Antwort
in der sparkassenakademie landshut wurde ein akademieleiter dabei erwischt, als er seine weiblichen kundenberaterinnen gegen sexuelle gefügigkeit gute abschlussnoten verschaffte.
in den usa hätte er dafür wohl 5 jahre knast bekommen, hier wurde stillgehalten und der mann wurde lediglich versetzt.
der sparkassenverband ist genauso in schwarzer hand wie landesbank und die sparkassen selbst. rechtsempfinden gleich null....es wird alles unter der decke gehalten und dann unter den teppich gekehrt.
tja, da dachte man immer, edi stoiber und die seinen hätten zumindest wirtschaftlich grenzen der nachfolgebelastung gezogen. nicht mal das haben die schwarzen herren hinbekommen, das austragshäusl in der landesbank ist also sogar eine luxusvilla. dafür ist bestimmt das schweigegeld inbegriffen, um in untersuchungsausschüssen das eigene versagen vertuschen zu können.
das ganze ist eigentlich hochkriminell und zeigt die kompetenz stoibers im nachhinein: nullkommanull...
Noch naiver ging wohl nicht? Einfach im Internet nachschauen, für welche Bankgeschäfte die LBB zuständig WÄRE, welch geballte Banker/Politiker-kompetenz auch jetzt noch die Aufsicht führen sollte.
Die Banker haben den Erwin Huber (anerkannter Finanzfachmann) schlichtweg über den Tisch gezogen.
Gehälter wie in der Wirtschaft, aber Absicherung wie Beamte oder zumindestens wie ein ver.di Betriebsrat. Das ist Filz - und das haben auch viele Wähler verstanden - und werden es auch bis zur Europawahl nicht vergessen.
Die Rettungsschirme werden vom Staat bereit gestellt, der Staat ist aber der Bürger, also Sie und ich - die LBB darf ja gerne Geld verdienen, aber doch bittschön ohne den Kostenblock dieser Selbstbediener, denen die Politiker noch den Container aufgehalten haben, damit das Geld (Leistung muß sich lohnen, Versagen muß gut versorgt werden) gestapelt abtransportiert werden kann.
Pensionär mit 48 - aber wie? selbst eine Schriftstellerkarriere steht noch bevor.
Für mich sind die Hauptverantwortlichen für den bayerischen Saustall "LBB" die Herren Stoiber, Huber, Wiesheu etc., die die politische Verantwortung für die Legalisierung dieses Selbstbedienungsladens LBB tragen.
Diese Zustände entstanden zu Zeiten der absoluten CSU-Herrschaft in Bayern, während der Herr Stoiber wie ein Autokrat über alle staatlichen Einrichtungen und Unternehmen befinden konnte.
Selbst die bayerischen Sparkassen, die ja eigentlich kommunalen Trägern gehören, konnten sich über den Sparkassenverband Bayerns kaum dem Einflussbereich des allgewaltigen Ministerpräsidenten entziehen und stimmten im Verwaltungsrat der LBB brav mit den Herren Politikern mit, wenn es um die fürstliche Ausstattung der Manager-Verträge ging. Jetzt will es keiner mehr gewesen sein.
Und während die geschassten Manager in Zypern und anderswo ihre vorweggenommenen Ruhestands-Privilegien samt horrender Abfindung genießen, zahlen die braven Steuerbürger für den "Schutzschirm", der über die LBB und andere Zockerbanken treusorgend gespannt wurde. Heiliger Bimbam!!!
Eine rhetorische Frage: Woher haben die Journalisten dieses Insider-Wissen?
Zum Artikel: Ob er von der Sache her richtig ist, kann und will ich nicht beurteilen.
Ich möchte nur, dass man nicht mehr oder weiger wöchentlich Negatives über die
BayernLB schreibt. Wer soll da noch vertrauensvoll mit dieser Bank Geschäfte
machen wollen? Denn nur mit (ertragreichen) Geschäften kann die Bank auch
wieder Gewinne an die Eigentümer abführen. Daran sollten die Journalisten auch mal
denken!
Paging