Gerade mal 24 Stunden im Amt, muss der neue Ministerpräsident Günther Beckstein erste Kritik einstecken - auch dafür, dass er einen Stoiber-Intimus übernommen hat.
Günther Beckstein ist gerade mal 24 Stunden als Ministerpräsident im Amt, schon kommt von der Opposition der erste Seitenhieb.
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Beckstein (li.) und Maget nach der Ministerpräsidentenwahl (© Foto: dpa)
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Eigentlich, so SPD-Fraktionschef Franz Maget, habe er darauf gehofft, dass es unter Beckstein im Freistaat zu einem "politischen Neubeginn" kommen würde - etwa in Personalentscheidungen oder beim Thema Transrapid. Doch "das kann ich nirgendwo erkennen", sagte Maget und zeigte sich enttäuscht.
Statt rasch eigene Akzente zu setzen, habe sich Beckstein von seinem Amtsvorgänger Stoiber Personalentscheidungen aufdrücken lassen. So sei er von Stoiber genötigt worden, den CSU-Generalsekretär Markus Söder mit einem Kabinettsposten zu versorgen, mutmaßt Maget.
Und auch bei der Causa Martin Neumeyer, dem jahrelangen Berater und engsten Vertrauten von Stoiber, habe Beckstein die Entscheidung, ihn in der Staatskanzlei zu behalten, "nicht frei und souverän getroffen". Vielmehr, so nimmt Maget an, sei ihm Neumeyer "aufgedrängt worden".
Auch beim Thema Transrapid erwartet Maget eine rasche Kurskorrektur durch Beckstein. Doch auf diese werde er wohl vergeblich hoffen. Denn Beckstein wird "nicht die Kraft finden, etwas zu ändern", glaubt Maget.
Doch Beckstein ficht diese Kritik sicherlich nicht an. Er nahm heute, einen Tag nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten, an der Fraktionssitzung der CSU teil - und da ist er auf jeden Fall herzlich willkommen.
(sueddeutsche.de)
Die neueste Antwort
....mucken auf! Werdet Ihr wohl wieder unter den Tisch verschwinden!
Aber die Sozis sind schon mutig.
Immer wieder versuchen sie sich ins Gespräch zu bringen, obwohl sie schon fast keiner mehr kennt.
10 plus X ist ein heres Ziel , welches man Herrn Maget nicht streitig machen sollte.
"Eigentlich, so SPD-Fraktionschef Franz Maget, habe er darauf gehofft, dass es unter Beckstein im Freistaat zu einem "politischen Neubeginn" kommen würde etwa in Personalentscheidungen oder beim Thema Transrapid. Doch "das kann ich nirgendwo erkennen", sagte Maget und zeigte sich enttäuscht."
Enttäuscht bin ich auch, sehr sogar. Und zwar über das "tolle" Auftreten der SPD in Bayern.
Ich hatte einmal gehofft, dass es mit der SPD in Bayern zu einem politischen Neuanfang kommen könnte, lang ist's her.
Was für eine fundierte "Kritik", und wie geschliffen formuliert, "toll" Herr Maget.
lol
Huber hat bereits die 4 CSU-Vizes von Stoiber übernommen. Nun übernimmt Beckstein auch noch den Stoiber-Berater Neumeyer, der für Stoibers zentralistischen Führungsstil verantwortlich gemacht wird. Genau genommen wurde bisher nur Stoiber ausgetauscht, was bei einem Hinterzimmer-Putsch ganz normal ist, genauso wie, dass die postengeilsten, gleichermassen verblendeten Putschisten die Nachfolger sind. Von Stoiber hat Beckstein ganz offensichtlich auch den Ewigen übernommen. Er will sich jetzt, einen Tag nach seiner Vereidigung, nicht mehr als übergangs-Ministerpräsident sehen, so wie er es im Januar und danach versprochen hat, sondern mindestens 5 Jahre im Amt bleiben. So wie man die Entwicklung der Realitätsverweigerung von CSU-Ministerpräsidenten einschätzen darf, wird er wohl immer mehr dazu neigen, bis 2018 oder 2023 oder sogar 2028 im Amt bleiben zu wollen. Vermutlich wird er aber nicht sehr weit kommen, denn sein Amtsende wurde bereits an seinem Antrittstag aus den eigenen Reihen, von dem CSU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Zöller, andiskutiert. Beckstein wurde dabei sofort in bekannter CSU-Manier gestützt. Joachim Herrmann gab an "Ich gehe davon aus, dass jeder, der in den nächsten Wochen noch so dumm daher redet, eins auf die Nuss bekommt. Zur ersten Stützung Becksteins wollte Herrmann den neuen CSU-Vorsitzenden Huber, von dessen "harter Faust" er auch sprach, zum starken Mann reden, der anderen eins auf die Nuss gibt. Er musste so handeln, denn Huber dürfte selbst kaum den Mut aufbringen, irgend jemand zu sagen, dass er ihm eins auf die Nuss geben will. Bei Herrmann sieht es mit dem Mut nicht besser aus, denn auch er getraute sich nicht zu sagen, dass von ihm selbst einer eins auf die Nuss bekommen würde, sondern er nur davon ausgeht, dass es der starke Mann Huber in den nächsten Wochen tun würde - ein bisschen zeitliche Distanz muss schon noch sein, um nicht zu schnell das Gegenteil nachgewiesen zu bekommen. Man braucht sich um Beckstein aber noch nicht zu grosse Sorgen machen, da von der CSU die letzten 24 h eines eigenen Ministerpräsidenten in der Regel mit der Zusage absolute Unterstützung eingeläutet werden.
Man sollte einen Film über Maget drehen, damit er auch mal ins Fernsehen kommt.
Titel: "Der ewige Zweite"
War was, Herr Maget?