Streit in der Koalition: "Auf keinen Fall", so FDP-Chefin Leutheusser-Schnarrenberger, könne Bayern dem BKA-Gesetz im Bundesrat zustimmen.
Wegen Differenzen der Koalitionspartner CSU und FDP wird Bayern dem sogenannten BKA-Gesetz im Bundesrat vermutlich die Zustimmung verweigern.
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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: "Aus unserer Sicht kann Bayern auf keinen Fall zustimmen." (© Foto: ddp)
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"Aus unserer Sicht kann Bayern dem auf gar keinen Fall zustimmen. Darüber wird in der Koalition zu reden sein. Für die FDP ist klar, dass wir dieses Gesetz nicht mittragen können", sagte die bayerische FDP-Vorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger der Passauer Neuen Presse.
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisierte die Haltung der FDP. "In der Sache" halte er die Auffassung von Leutheusser-Schnarrenberger "eindeutig für falsch", sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Der Minister räumte ein, dass sich der Freistaat bei der Abstimmung über das Gesetz in der Länderkammer notfalls der Stimme enthalten müsse. Das sehe der Koalitionsvertrag vor.
Der Bundestag hatte am Mittwoch das umstrittene BKA-Gesetz beschlossen. Mit der Neuregelung erhält das Bundeskriminalamt (BKA) zur Abwehr von Terrorgefahren künftig unter anderem die Befugnis zu heimlichen Online-Durchsuchungen von Computern sowie zur optischen und akustischen Wohnraumüberwachung.
Leutheusser-Schnarrenberger bemängelte, durch das Gesetz entstehe "eine Art deutsches FBI, denn das BKA erhält eine Vielzahl geheimdienstlicher Befugnisse". Dies laufe dem Föderalismus zuwider und sei Zentralismus. "Ich verstehe nicht, warum die Länder nicht dagegen Sturm laufen", sagte die FDP-Landeschefin. Ihre Partei werde eine Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz prüfen.
Den bayerischen Koalitionsfrieden sieht Herrmann trotz der Differenzen nicht gefährdet. "Ich bin sicher, dass wir eine wirklich gute Leistung für die Menschen in Bayern bringen werden, und dass es dann in Einzelfällen zu unterschiedlichen Auffassungen kommt, das ist in der Politik unvermeidlich, das soll ja sogar in der gleichen Partei vorkommen", sagte der CSU-Politiker.
(ddp-bay/gba)
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Das war meine große Hoffnung. Dass die CSU auch beim Verlust von fast 20 % der Wählerstimmen nicht auf einmal zum großen Beschützer der Freiheit wird, war mir klar. Jetzt kann die FDP endlich einmal wieder beweisen, dass sie nicht nur für die Wirtschaft, sondern für alle liberal denkenden Menschen - quer durch alle Einkommensschichten da ist.
......wie lange hält die FDP das durch............?
Bei den vielen Gesetzen, die in Deutschland verabchiedet wurden/ werden sollen, könnte man meinen, hier gehts zu wie in Afghanistan! Wo soll das hinführen? Sogar Obama will in USA den Patriot Act kippen. Und wir? Immer mehr Gesetze gegen den imaginären Terror in D
Nur gut, das es so Leute wie Schnarre gibt...
ausgerechnet die Umfallerpartei par excellence versucht sich hier querzustellen. Hoffen wir, dass es dabei bleibt - dann wird die Partei sogar wieder waehlbar. Weiter so, Frau Leutheusser-Schnarrenberger!
PS: Korrigiere...70 Jahre
Paging