Bayerischer Bildungsbericht "Ganze Regionen werden bildungspolitisch abgehängt"

Auch wer außerhalb der Ballungsräume lebt, muss mit schlechteren Bildungschancen für seine Kinder rechnen. So wechseln in den "Umlandbereichen der Verdichtungsräume" etwa rund um München fast die Hälfte der Grundschulkinder (49,3 Prozent) auf ein Gymnasium, in "ländlichen Teilräumen mit besonderem Entwicklungsbedarf", etwa in weiten Teilen der Oberpfalz, ist es mit 31,2 Prozent nicht einmal jedes dritte Kind.

"In Bayern werden ganze Regionen bildungspolitisch abgehängt", sagt Güll. Zwar wurden von September 2000 bis September 2011 in Bayern 33 Realschulen, elf Wirtschaftsschulen und 13 Gymnasien neu gegründet. Doch bestimmte Regionen, wie etwa die Gegend um Hof in Oberfranken und fast ganz Niederbayern waren von dieser Entwicklung ausgeschlossen.

Als Erfolg wertete Kultusminister Ludwig Spaenle, dass die Zahl der Schüler, die keinen Abschluss schaffen, bayernweit zurückgeht. 2007 waren es 4,1 Prozent eines Jahrgangs, 2010 nur noch 3,1 Prozent.