Der Nager steht im Freistaat bislang unter strengem Artenschutz, was sich bald ändern wird - wegen der Bauern.
Die Staatsregierung will den Abschuss der unter strengem Artenschutz stehenden Biber in Zukunft in Bayern erlauben. Eine entsprechende Initiative habe die Partei bei der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes eingebracht, bestätigte eine Sprecherin des Umweltministeriums in München. Demnach wolle Bayern in Zukunft selbst darüber bestimmen, ob die Tiere unter bestimmten Voraussetzungen getötet werden dürfen oder nicht.
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Derzeit müsse jeder einzelner Fall mühsam bearbeitet werden, in Zukunft solle es generelle Ausnahmen geben. "Die Wiederansiedelung der Tiere ist überaus erfolgreich verlaufen", sagte die Sprecherin. Bayern sei inzwischen fast flächendeckend besiedelt. Das sei zwar ein "großer Erfolg für den Naturschutz", bringe aber auch immer mehr Probleme mit den Landwirten mit sich. Inzwischen gebe es bayernweit rund 10.000 Biber in insgesamt 2500 Revieren.
Der Artenschutzreferent des Bund Naturschutzes in Bayern (BN), Kai Frobel, zeigte sich empört über die Pläne der Staatsregierung. In Bayern werde von einigen CSU-Landtagsabgeordneten besonders aus dem Raum Niederbayern und Mittelfranken eine regelrechte Hetzjagd auf die Tiere betrieben, kritisierte der Experte. Die Lage spitze sich derzeit enorm zu.
Landwirte würden von der Politik "aufgestachelt", gegen die Biber vorzugehen. An Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) appellierte Frobel: "Der Minister ist aufgefordert, sich schützend vor den Biber zu stellen." Biber seien für die Artenvielfalt unersetzbar.
(ddp)
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da kommen mir immer jeden Tag die Tränen.......
Ich wohne auf einem Dorf und von den ehemals 10 Bauernhöfe sind zwei übrig geblieben und das sind Großbauern. Die bauen sich von den Subventionen Häuser, die sie dann vermieten. Und das machen nicht nur die zwei Bauern bei mir im Dorf sondern alle rundrum auch. Das mag ja in anderen Regionen anders sein aber mit meinen Bauern in der Umgebung habe ich sicherlich so überhaupt kein Mitleid. Deshalb könnte ich k..... wenn ich solche Artikel lese. Die Bauern jammern und schreien und dann wird aus dem Biber gleich mal wieder ein Problem-Biber und dann machen wir halt einfach ALLES platt. Egal den Bauern stört es also töten, töten, töten.....
Einfach nur billig, peinlich, primitiv
Weil ich in einer Printausgabe (erschienen 03.10.1990) nachgeblättert habe, die neben dem PC lag (jaja, ich gebs zu, ich hab in nur in einem 17 Jahre alten Buch nachgeschlagen, und nicht gleich gegoogelt). Der Satz kam 1998 dazu, und steht nun wortwörtlich so drin.
ändert mMn (und offensichtlich auch nach Meinung der Gerichte, wie im Fall Bruno zu sehen) nichts an der Legitimität von vernünftigem Wildtiermanagement.
Ihr Zitat:
"Besonders die Stelle " Tiere als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet" interessiert mich, konnte die bisher leider nicht finden ..."
Das ist doch ganz leicht zu finden! Können Sie mit dem Medium Internet nicht umgehen? Warum posten Sie, bevor Sie sich durch eigene Recherche schlaumachen?
Verfassung d. Freistaates Bayern
Artikel 141:
...
die heimischen Tier- und Pflanzenarten und ihre notwendigen Lebensräume sowie kennzeichnende Orts- und Landschaftsbilder zu schonen und zu erhalten.
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Kann da leider kein verbrieftes Recht für Bären auf Selbstbedienung in Schafspferchen / Kaninchenställen oder für Biber auf beste Wohnlage in Ortsmitte finden - evtl. können Sie mir da weiterhelfen? Ich gebe zu, meine Ausgabe der Verfassung noch aus den 90`ern, evtl. hat sich ja inzwischen was Entscheidenden geändert. Besonders die Stelle " Tiere als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet" interessiert mich, konnte die bisher leider nicht finden (nicht, dass ich etwas dagegen hätte, ich achte Tiere, seit ich denken kann, ich wüßte nur gerne, wo sie das gelesen haben).
mfg nh100
Ich kann nur empfehlen, mal den Artikel 141 der Bayerischen Verfassung zu lesen. Danach werden Tiere als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet und geschützt. Was davon zu halten ist, darüber kann Bär Bruno nun ein Lied im Himmel singen; und demnächst vielleicht auch der eine oder andere Biber.
Scheint fast so, als ob den Bayern der Laptop wichtiger ist als die Lederhose.
Gruß
G-H-L
Paging