Bamberg Zwei Splitterbomben entschärft

Bombenfund in Franken: Die Blindgänger sind bei Bauarbeiten am Flugplatz Bamberg-Breitenau entdeckt worden. Nun werden sie entschärft.

(Foto: dpa)

Erleichterung in Bamberg: Zwei gefährliche Splitterbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind erfolgreich entfernt worden. Mehr als 4000 Menschen mussten dafür ihre Wohnungen verlassen.

Zwei Splitterbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Sonntag in Bamberg unschädlich gemacht worden. Die Aktion, bei der auch eine kleine Granate gesprengt wurde, verlief ohne Zwischenfälle. Etwa 4200 Menschen konnten am Nachmittag in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die erste Bombe sei wie geplant entschärft worden, sagte Stadtsprecherin Ulrike Siebenhaar. Die zweite Bombe sei gar nicht scharf gewesen, der Zünder habe bei dem Abwurf vor Jahrzehnten nicht ausgelöst. "Dadurch war die Bombe transportfähig, sie wurde verpackt und nach Feucht gebracht." In dem Ort bei Nürnberg gebe es ein Lager der Entschärfungsfirma.

Zudem sei eine kleine Granate gefunden worden, die gesprengt werden konnte. Die Verantwortlichen seien sehr erleichtert über den reibungslosen Ablauf. "Wir waren selbstverständlich sehr nervös. Eine Evakuierung dieser Größenordnung gab in den letzten Jahrzehnten in Bamberg nicht", so Siebenhaar.

Mehr als 1000 Kräfte waren im Einsatz, darunter rund 300 Polizeibeamte und hunderte Ehrenamtliche der Rettungsorganisationen. Für die Entschärfung mussten etwa 4200 Bamberger ihre Wohnungen verlassen - 700 mehr als ursprünglich geplant. Nur gut 100 Menschen nahmen das Angebot an, in Schulen und Turnhallen verpflegt und untergebracht zu werden.

Auch Teile der Autobahnen A70 und A73 am Bamberger Kreuz wurden gesperrt. Teilweise habe es Staus gegeben, sagte Siebenhaar. "Der Verkehr war zwischenzeitlich etwas kniffelig. Das sind ja große Achsen." Die jeweils 41 Kilogramm schweren Blindgänger, die bei einer Zündung weit hätten streuen können, waren bei Bauarbeiten am Flugplatz Bamberg-Breitenau entdeckt worden.