Auszeichnung Drei Kliniken bekommen Organspendepreis

Drei Kliniken im Freistaat, die sich intensiv um Organspenden bemühen, sind am Montag in München mit dem Bayerischen Organspendepreis ausgezeichnet worden: das Klinikum Bamberg, die Klinik Fränkische Schweiz in Ebermannstadt und das Klinikum St. Elisabeth in Straubing. Überdies wurde die m&i-Fachklinik Bad Heilbrunn mit einem Sonderpreis bedacht. "Wir dürfen nicht lockerlassen, bis das Thema einen größeren Stellenwert erlangt", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bei der Preisverleihung. Nach einer Hängepartie, bedingt durch bundesweite Transplantationsskandale, hatten 2015 zwar wieder deutlich mehr Menschen in Bayern Organe gespendet. In diesem Jahr sei aber "leider das Gegenteil zu beobachten". Waren im ersten Halbjahr 2015 noch 81 postmortale Spender registriert worden, so waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahres nur 60. "Gut, das Jahr ist noch nicht vorbei", betonte Huml, die derzeit unter anderem mit einer humorig gestalteten Videospot-Kampagne Bayerns Bürger für dieses ernste Thema öffnen möchte. Unter dem Motto "Entscheide dich jetzt" sei die Kampagne darauf ausgelegt, "mit Ausreden und Vorurteilen in der Bevölkerung aufzuräumen". Zumindest hätten in der Folge rund 2000 Menschen einen Organspende-Ausweis im Internet heruntergeladen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation warten in Bayern 1500 Menschen auf ein neues Organ. Transplantationsbeauftragten fällt im Sinne der Betroffenen unter anderem die Aufgabe zu, neben ihrer ärztlichen Tätigkeit in der Klinik mögliche Spender auszumachen und deren Angehörigen zu betreuen. Für diese Aufgabe sollen sie künftig freigestellt werden, sagte Huml.