Augsburger Polizistenmord Angeklagter kommt in neurologische Klinik

Polizistenmord-Prozess in Augsburg: Der Angeklagte Raimund M. (links) ist an Parkinson erkrankt.

Der mutmaßliche Polizistenmörder Raimund M. ist an Parkinson erkrankt. Nach der Aussetzung des Verfahrens will das Landgericht Augsburg den Angeklagten nun neurologisch untersuchen lassen - und hofft auf eine neue Hauptverhandlung.

Nach der Aussetzung des Verfahrens gegen den mutmaßlichen Polizistenmörder Raimund M. will das Landgericht Augsburg den Angeklagten neurologisch untersuchen lassen. "Das Gericht hat die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim um die Prüfung einer Verlegung in ein externes Krankenhaus gebeten", teilte Gerichtspräsident Herbert Veh mit.

Die Gefängnisleitung habe bereits angekündigt, dass sie den Angeklagten von der neurologischen Poliklinik Großhadern extern untersuchen lassen will. Zudem betonte das Gericht, dass der Prozess gegen M. zwar ausgesetzt ist, aber noch nicht eingestellt.

Das Verfahren musste diese Woche ausgesetzt werden, weil es wegen der Parkinson-Erkrankung des Angeklagten neun Wochen lang unterbrochen war. Dies bedeute aber noch nicht das endgültige Ende des Verfahrens, erklärte Veh: "Eine neue Hauptverhandlung ist möglich."

Der Angeklagte bleibe zunächst in Untersuchungshaft. Das Gericht gehe davon aus, dass sich der Zustand des 60-Jährigen "zeitnah so bessern wird", dass ein neuer Prozess gegen ihn beginnen kann.