Attentäter Breivik E-Mail aus Oslo
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Post vom Massenmörder: Vor dem Attentat in Oslo und auf Utøya schickte Anders Behring Breivik seine Bekenntnisse per E-Mail ab - auch an Rechtsradikale in Bayern.
Roland Wuttke gibt sich stets als alerter Geschäftsmann. Er kandidierte bei den Bundestagswahlen 2005 und 2009 sowie bei der Landtagswahl 2008. Im Januar 2009 meldete er eine Demonstration unter dem Motto "Israelischen Terror stoppen" mit Mahnwache auf dem Münchner Marienplatz an. Dabei wollten sich zehn Rechtsextremisten vor dem Rathaus postieren, dann zur Synagoge marschieren und das Gotteshaus mit Schuhen bewerfen. Die Aktion fand letztlich nicht statt.
Anders Behring Breivik, der Attentäter von Oslo und Utøya, hatte seine Gedanken vorab per E-Mail an vermeintlich Gleichgesinnte verteilt.
(Foto: dpa)Dass solche Leute auch jenseits der Landesgrenzen auffallen, ist nicht verwunderlich. Wuttke und seine rechtsradikale Gruppe "Autonome Nationalisten Mering" fiel einem ganz besonderen Mann auf - dem Attentäter Anders Behring Breivik, der am 22. Juli im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe legte und danach 68 junge Menschen auf der Ferieninsel Utøya tötete.
Der hatte seine Gedanken per E-Mail an vermeintlich Gleichgesinnte verteilt, die seine Taten nicht als Verbrechen, sondern als nationalistische Großtat werten könnten. 1500 E-Mail-Adressen hatte Breivik angeschrieben, darunter auch die der Autonomen Nationalisten und anderer deutscher Rechtsradikaler.
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Die norwegischen Behörden haben die deutsche Polizei darauf aufmerksam gemacht, der Augsburger Staatsschutz bat die Adressaten, sachdienliche Aussagen zu machen. Doch die Nationalisten verweigerten die Aussage, wie der Augsburger Staatsanwalt Christian Engelsberger erklärt.
Allerdings gebe es auch keine Hinweise darauf, dass die E-Mails des Attentäters von bayerischer Seite aus beantwortet wurden. "Es wurde keine Korrespondenz festgestellt, und wir haben keine Hinweise auf Straftaten", sagt Engelberger.