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"Die wollen uns doch schon wieder verarschen"
Maget wettert gegen CSU
19.05.2008, 09:07
Deutliche Worte Richtung CSU: Franz Maget (Foto: ddp)
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Franz Maget, hat zum Abschluss seiner knapp einwöchigen USA-Reise die Haltung der Staatsregierung in der Krise der Bayerischen Landesbank (BayernLB) mit scharfen Worten kritisiert.
Es sei offenkundig, dass die CSU-Regierung bemüht sei, "zu verheimlichen und zu vertuschen". Doch nur bei einer restlosen Aufklärung der Ursachen der Krise im Untersuchungsausschuss des Landtags könne die BayernLB "wieder eine Bank werden, der jeder vertraut". Der Untersuchungsausschuss diene dazu, "ein höheres Maß an Öffentlichkeit zu erzwingen".
Insbesondere die Rolle der Vertreter der Staatsregierung im Verwaltungsrat der Bank müsse geklärt werden, sagte Maget. Es sei "völlig abwegig", dass etwa Ministerpräsident Günter Beckstein sich mit dem Hinweis zu entschuldigen versuche, er sei bei der Krisensitzung des Verwaltungsrats im vergangenen Sommer in Urlaub gewesen.
"Die wollen uns doch schon wieder verarschen", betonte der SPD-Politiker. Im Mittelpunkt von Magets Amerika-Reise standen die Auswirkungen der gegenwärtigen weltweiten Kreditkrise, die ihren Ausgang in den USA genommen hatte. Sie hatte in Deutschland neben anderen Landesbanken besonders die BayernLB erfasst. Magets Delegation gehörten auch die Abgeordneten Thomas Beyer, Hildegard Kronawitter und Adelheid Rupp an.
Der SPD-Fraktionschef hat am Wochenende erstmals auch klar zu erkennen gegeben, dass er die in Umfragen schwächelnde CSU bei der Landtagswahl im September in einer Koalition mit Grünen, Freien Wählern und FDP ablösen möchte. "Es ist unser gemeinsames Anliegen, die absolute Mehrheit der CSU zu brechen", sagte Maget.
Allein das wäre schon heilsam für die Demokratie, weil das zu mehr Miteinander und Kooperation im Landtag führen würde. Doch der SPD-Politiker will in diesem Fall auch ausloten, ob sich die vier CSU-Konkurrenten womöglich auf ein gemeinsames Sachprogramm einigen könnten. "Ich sehe da etliche Ansätze, sei es in der Bildung, in der Familienpolitik oder bei der Stärkung der Kommunen". Ideologisch trennende Fragen gebe es schließlich eher in der Bundes- als in der Landespolitik. Im Übrigen glaubt Maget eine Grundstimmung im Freistaat zu spüren, wonach die Leute glauben, "es geht auch ohne CSU gut".
Die Grünen und die Freien Wähler zeigten sich aufgeschlossen für Magets Idee. Der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, schloss die von Maget angedachte Koalition nicht aus. Er halte es aber für wahrscheinlicher, dass die FDP im Falle eines Verlusts der absoluten CSU-Mehrheit mit der CSU paktiere, sagte Aiwanger.
Äußerungen von FDP-Spitzenkandidat Martin Zeil bestätigten die Skepsis von Aiwanger. Eine solche Vierer-Koalition trage "zu viel Sprengstoff in sich", warnte Zeil. Ein Bündnis brauche mehr inhaltliche Schnittmengen als nur das gemeinsame Ziel, die CSU vom Sockel zu stoßen.
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![]() 09.07.2008 17:25:55 hilgersu: Reisen bildet... ... das wusste schon Franz-Joseph Strauß, der bekanntlich auch schon mal nach New York gefahren ist. (Angeblich hat er da auch einige nicht ganz freiwillige Bekanntschaften mit New Yorkerinnen und New Yorkern gemacht!) Vermutlich haben sich Herr Maget und Frau Rupp dort auch in Bankenkreisen umgehört, was denn mit den AAA-Risiko-Zertifikaten im Besitz der Bayerischen Landesbank los ist. Schließlich sind die beiden MdL nicht im Aufsichtsrat derselben und erhalten nicht die Primär-Informationen, wie der Herr Huber, der sie dann noch nichtmal tertiär nutzt. Sicherlich konnte der entsprechende Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags durch diese informationen das Finanzdebakel ein wenig besser aufklären. Wer jetzt noch behauptet, dass ein paar tausend Euro für eine Reise nach Amerika verglichen werden könnten, mit den 4.900.000.000,- Euro, die im Ergebnis des UA als Abschreibungsbedarf der Bayerischen Landesbank aufgelaufen sind, dem darf man getrost sagen: Hätten Herr Huber und Herr Beckstein ein paar hundert Euro aufgewendet, nur um eine Presserecherche zum Risiko der Immobilienzertifikate zu bezahlen, diese beiden Aufsichtsräte hätten ihr Mandat gegenüber den geldgeilen Managern deutlicher darstellen können - und die Verluste vielleicht überhaupt nicht entstanden wären. Dann sähen die Chancen der CSU jetzt anders aus! ![]()
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