23. Dezember 2012 11:17 Weihnachten mit der CSU Was wir Söder verdanken

Eine Glosse von Roman Deininger

Weiß-blaue CSU-Bikinis für Journalistinnen: Weihnachten ist die Zeit des Schenkens und der Dankbarkeit - und Markus Söder hat in seiner Karriere schon viel verschenkt. Und auch die Bayern müssen ihm dankbar sein. Etwa für Vollkornbrot.

Weihnachten ist die Zeit der Freude, des Schenkens und der Dankbarkeit. Es ist uns eine unbandige Freude, Ihnen, liebe bayerische Mitbürger, zum Hochfest der Geburt des Herrn eine kurze Auflistung jener Dinge zu schenken, für die wir alle Markus Söder dankbar sein sollten. Man vergisst ja so leicht, man muss erinnert werden. Sie werden sehen: Dieses fremde, verstörende Gefühl, das Sie in diesem stürmischen Advent zum allerersten Mal überkam, diese stille Sympathie für diesen Söder - Sie dürfen sie ruhig zulassen.

Denn Söder ist einer, der in seiner Karriere immer auch selbst mit Freude geschenkt hat, etwa einst zwei Journalistinnen weiß-blaue CSU-Bikinis. Er ist einer, der immer raus ging zu den Leuten, notfalls mit einem "Stoiber-Truck" zu den deutschen Urlaubern an die Adria. Er hat - in alphabetischer Reihenfolge - die Delfine im Nürnberger Zoo gerettet, die Seele der Mainzelmännchen, das Sandmännchen (vor mitleidlosen Ossis), unsere bayerischen Singvögel (vor italienischen Fallenstellern), den "Tatort" (vor anti-fränkischen Umtrieben) und unser Vollkornbrot (vor der EU).

Wenn er sich mit seinen Vorschlägen durchgesetzt hätte, würde schlechten Eltern heute das Kindergeld gestrichen, Tram-Schwarzfahrer würden an einen Internet-Pranger gestellt, bei den UN würde Deutsch gesprochen und die Grünen-Fraktion im Bundestag müsste regelmäßig zum Drogentest.

Jugendliche unter 14 Jahren hätten abends Ausgangssperre. Und die Jugendlichen trügen, wenn sie abends dann daheim säßen, wenigstens anständige deutsche Namen: "Wir haben genug Kevins. Wir brauchen wieder Klaus." All diese brillanten Ideen hatte Söder 2004; sein Rekordjahreswert brillanter Ideen eines CSU-Generalsekretärs wurde erst 2012 von Alexander Dobrindt übertroffen.

Söder hat, viel früher als andere, auf Guttenbergs charakterliche Schwächen hingewiesen. "Södern" ist ein gängiges Verb geworden, wie das bei anderen Namen (Fahrenschon, Haderthauer, Aigner) unvorstellbar wäre. Nicht zuletzt hat uns Markus Söder geholfen, die Unwetter der Politik frei von Furcht zu durchwandern. "Solange es richtig scheppert", hat er gesagt, "ist alles im Lot." Also: Fröhliche Weihnacht überall.