1. FC Nürnberg gegen St. Pauli Fußballverein lädt 3500 Flüchtlinge ins Stadion ein

Fans des 1. FC Nürnberg - hier beim Spiel gegen Kaiserslautern - im Stadion.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)
  • Der 1. FC Nürnberg hat 3500 Flüchtlingen Freikarten zum Spiel gegen den FC St. Pauli geschenkt.
  • Der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly freut sich über das "Zeichen des Willkommens in unserer Gesellschaft".

Ablenkung vom Flüchtlingsalltag

Für den 1. FC Nürnberg geht es am Samstag um den vierten Heimsieg, für 3500 Asylbewerber um ein bisschen Ablenkung: Der Club hat ihnen Freikarten für das Spiel gegen den FC St. Pauli geschenkt. Neben den Flüchtlingen aus Nürnberg haben auch jene aus Zirndorf und Fürth Tickets bekommen. Die Plätze sind auf verschiedene Blöcke im Stadion verteilt.

"Rund 2 600 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern, der Großteil aus Syrien, sind in den vergangenen Monaten in Nürnberg aufgenommen und in staatlichen und städtischen Unterkünften untergebracht worden", schreibt der Verein auf seiner Homepage.

Nürnberger OB hofft auf positive Wirkung

"Es freut mich, dass der Verein sozial engagiert ist, und dass wir zusätzliche Unterstützung bekommen werden", sagte Trainer Valerien Ismael vor dem Spiel gegen die Hamburger. Personell sind Verteidiger Manuel Bihr und Jakub Sylvestr angeschlagen. Coach Ismael zeigt sich nach der 0:3-Niederlage bei Darmstadt 98 dennoch siegesgewiss. "Wir spielen zu Hause mit breiter Brust und wollen unser Spiel durchsetzen." Das Spiel wird am Samstag um 13 Uhr angepfiffen.

Der Nürnberger Oberbürgermeister, Ulrich Maly, freut sich über die Aktion des Fußballvereins: "Die Einladung des 1. FC Nürnberg für Flüchtlinge ist ein schönes Zeichen des Willkommens in unserer Gesellschaft. Das ist auch eine Ermunterung an alle Amateursportvereine, Flüchtlingskinder mit trainieren zu lassen und in ihre Mannschaften aufzunehmen."

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