Der Grund für den Spritverbrauch: Auch das Druckluftauto kommt nicht ganz ohne Hilfe konventioneller Antriebe aus. Nur mit Druckluft wäre nach etwa 100 Kilometern Schluss. Ein kleiner Verbrennungsmotor soll die Reichweite auf 800 Kilometer erhöhen.

MDI hat bereits Pläne für eine ganze Flotte von Druckluftautos in der Schublade. Eine Art Minivan für sechs Personen mit variablem Innenraum könnte es in der stärksten Version auf 75 PS und 155 km/h bringen - bei einem geschätzten Durchschnittsverbrauch von 2,2 Litern pro 100 Kilometer. Ein Bus namens MultiCAT und ein Transporter mit zehn Kubikmeter Laderaum geistern ebenfalls schon in den Köpfen der MDI-Ingenieure herum.

So faszinierend das Konzept des Druckluftautos klingt: Experten zweifeln daran, dass daraus jemals mehr werden könnte als ein Kurzstreckenfahrzeug für Öko-Freaks. Denn die Energieausbeute eines Druckluftmotors ist wesentlich geringer als bei einem Verbrennungsmotor. "Komprimierte Luft enthält nicht viel Energie - das ist das Killerargument", sagt Larry Rinek, Analyst bei der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, in der Zeitschrift Technology Review.

Ins selbe Horn stößt Doug Nelson, Professor für Maschinenbau am Virginia Polytechnic Institute: "Das Hauptproblem ist, dass die Luft beim Komprimieren heiß wird, so dass ein großer Teil der eingesetzten Energie in die Temperaturerhöhung und nicht in die Druckerhöhung fließt", sagt er. Diese Probleme haben auch Druckluftspeicherkraftwerke, von denen bislang nur wenige existieren und an deren Optimierung zurzeit geforscht wird.

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