Fliegen wie von Geisterhand
Zukunft der Luftfahrt
17.03.2007, 10:26
Die Zukunft im Cockpit: Die Sitze sind leer, die Steuerung läuft vollautomatisiert und der einstige Pilot heißt nun Systemmanager. ()
Verspätungen, Gedränge auf den interkontinentalen Routen, unzählige Warteschleifen rund um die internationalen Flughäfen, das Risiko von Beinahe-Zusammenstößen: Wie der Luftverkehr in 20 oder 30 Jahren funktionieren wird, ist gerade in Zeiten der Expansion entscheidend.
Deshalb gehen derzeit Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Luftfahrt-Forschungsanstalt Onera zusammen mit Fachkollegen anderer europäischer Institute und der Industrie dieser Frage nach.
Im Rahmen des Projekts IFATS - das Kürzel steht für Innovative Future Air Transport System - untersuchen sie, in welcher Weise ein weitgehend automatisierter Luftverkehr realisiert werden könnte. Und die Forscher interessiert nicht nur, ob das im Grundsatz machbar wäre, sondern auch, ob der Luftverkehr damit effektiver und auch sicherer geführt werden könnte. Bereits seit Mitte des Jahres 2004 läuft das Forschungsprojekt; vorläufiger Höhepunkt der Untersuchungen war ein großangelegtes Experiment in einem DLR-Simulator.
Zurzeit koordinieren noch Fluglotsen den Luftverkehr von ihren Leitzentralen am Boden aus; die Piloten selbst müssen sich weitgehend auf deren Anweisungen und Angaben verlassen. Denn die Möglichkeiten, zum Beispiel kritische Annäherungen von anderen Flugzeugen zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren, sind im Cockpit begrenzt.
Zudem wird die Nutzung des Luftraums durch das Netz der Luftstraßen und die Einteilung in Kontrollbereiche stark eingeschränkt. Experten gehen davon aus, dass das heutige Luftverkehrsnetz wesentlich effektiver wäre, wenn Piloten ihre Kurse frei wählen könnten.
Möglich wäre das durch ständige Datenverbindungen zwischen Flugzeug und Bodenleitstelle sowie zwischen den Jets untereinander. Flugversuche mit diesen sogenannten free-flight-Konzepten hat es bereits gegeben. Der Ansatz von IFATS aber geht einen entscheidenden Schritt weiter - im Cockpit sollen demnach keine Piloten mehr sitzen.
Und so soll das, was auf Anhieb erschreckend klingt, funktionieren: An Stelle der heute noch üblichen zwei- bis dreiköpfigen Cockpitbesatzung soll nur noch ein als Pilot qualifizierter Systemmanager an Bord sein. Und auch die Lotsen am Boden würden die Arbeit ihrer Leitsysteme nur noch überwachen und ausschließlich in Krisensituationen eingreifen. "Die Rolle des Menschen im System ist jedoch noch nicht geklärt", erläutert Dirk-Roger Schmitt, der am Braunschweiger DLR-Institut für Flugführung an IFATS mitarbeitet.
Im Regelfall würden der Bordcomputer des Flugzeugs und die Rechner der Bodenleitstelle den Flugplan und etwaige Abweichungen in der Luft automatisch miteinander abstimmen.
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![]() 03.04.2007 14:25:48 pedrico: Piloten Es wäre für alle besser, wenn die Fluggesellschaften ohne hochdotierte, überbezahlte Manager auskommen könnten, da könnte man viele Pioloten beschäftigen. ![]()
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