1,5 Milliarden Euro hatte der Bund für die Verschrottung von Altautos zur Verfügung gestellt. Nach nur acht Wochen ist das Geld weg.
Abwrackprämie und kein Ende: Das für die Verteilung der 2500 Euro zuständige Bundesamt für Wirtschaft wurde von fast 950.000 Prämienanträgen und -reservierungen förmlich überrannt, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte.
Auch das gibt's: Ein Autohändler wirbt mit Wrack und Abwrackprämie. (© Foto: ddp)
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Das bisher von der Bundesregierung bewilligte Geld reicht aber nur für 600.000 Neuwagen, die ein mindestens neun Jahre altes Auto ersetzen. Regierungssprecher Thomas Steg sagte, das Kabinett habe sich deswegen darauf geeinigt, mehr Geld für die Abwrackprämie zur Verfügung zu stellen, so dass sie bis zum Ende des Jahres reicht.
"Diese Umweltprämie hat sich zu einem absoluten Renner entwickelt." Ob der Betrag pro Auto unverändert bleibt, blieb am Mittwoch aber noch unklar. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatten sich in der vergangenen Woche auf eine Verlängerung der Prämie grundsätzlich geeinigt, über die Einzelheiten sollte aber erst entscheiden werden, wenn der Topf leer sein würde.
"Wir arbeiten weiter an einem Vorschlag", hieß es im Bundesfinanzministerium. Für 300.000 zusätzlich mit 2500 Euro geförderte Autos müsste die Regierung weitere 750 Millionen Euro bereitstellen.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der ADAC forderten die Regierung auf, rasch Klarheit über die Summe zu schaffen, um die Autokäufer nicht zu verunsichern.
Regierungssprecher Steg riet zur Gelassenheit: Bei der seit Montag über die Behörde hereingebrochenen Flut von gut 500.000 Online-Anträgen handele es sich nur um Reservierungen. Viele Autokäufer könnten aus Angst, leer auszugehen, mehrere Anträge ausgefüllt haben. Höher als die veranschlagten 600.000 werde die Zahl aber sicher sein. "Es gibt keinen Grund zur Panik, zur Hast oder zur Eile", sagte Steg. Am Montag war die Verbindung zu dem Internet-Formular des Amtes unter dem Ansturm zusammengebrochen.
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Kuriose Schilder (4)
Was da an Wert vernichtet wird ist beispiellos, wollte ich gerade sagen. Da fiel mir ein, dass andere das sogar schaffen, ohne den Wert vorher wirklich geschaffen zu haben - Stichwort Banken - die vernichten einfach die Werte der Anleger.
Unsere Politik fühlt sich stolz, in dieses Spiel einsteigen zu können. Anstatt Altautos ins Ausland zu verkaufen, verkauft man sie einfach dem Staat - zu einem Preis, den ein wirtschaftlich Denkender nie zahlen würde.
Was dem Gebrauchtwagenabwracker dabei egal ist: wir sind der Staat, er zockt sich eigentlich selbst ab. Morgen steht wieder was von Schuldenberg in der Zeitung, von Erhöhung der X-Abgabe oder der Y-Steuer.
wann der erste Besitzer eines fünf Jahre alten Unfallwagens, der auch gern kassieren möchte, beim Verfassungsgericht vorstellig wird wegen offensichtlicher Ungleichbehandlung.
Das ist der Sinn der Sache das die gebrauchten vom Markt verschwinden, denn wenn die Leute auf ein Auto angewiesen sind, dann werden sie halt gezwungen Halsbrecherische Konditionen einzugehen sich endlich ein kleines neuese glitzerndes Fahrzeug zu kaufen.
Und damit passiert immer das was passiert
Den letzten beißen die Hunde
Was ich mir anschaffe, nutze ich solange es seinen Zweck und meine Bedürfnisse erfüllt
So auch Fahrrad, Auto u.v.m.
Man nennt das auch Nachhaltigkeit.
Was hier vollbracht wurde, ist ein Verbrechen an der Umwelt und den Ressourcen, die für die Produktion all der vernichteten und fahrbereiten KFZ verbraucht wurden.
Und man nimmt allen Geringverdienern die Chance, einen preisgünstigen Wagen auf dem Gebrauchtmarkt zu kaufen.
Für 2.500 Euro bekommt man keinen Neuwagen.
Aber ich glaube bald wird man uns Neuwagen an der Haustür verdrücken.
Ich halte den Artikel beim Spiegelfechter nicht unbedingt für tendenziös, anhand der "Umweltprämie" (Politiker kreieren immer noch die besten Euphemismen) sieht man mal wieder, dass die Realität Satire um längen schlägt.
Ausserdem zeigt der Artikel die unglaubliche Widersinnigkeit und "Nachhaltigkeit" der "Umweltprämie".
Würde ich in Dtl. Steuern zahlen, wäre mir wegen der Tatsache, dass auch mit meinen Steuergeldern Autofirmen die auf Halde produziert haben gestützt und persönliche Autokäufe mitfinanziert werden, schon längst der Arsch geplatzt...
Paging