Die Idee klingt verführerisch: Je mehr Besitzer ihr Elektroauto nutzen, desto weniger wird es kosten. Verpflichten sich die Kunden sogar zu einem gewissen Nutzungsumfang, soll es das Auto selbst sogar gratis geben.

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Um das Grundproblem heutiger Elektroautos - die lange Ladedauer der Batterie und die relativ kurze Reichweite - zu umgehen, sind zwei Maßnahmen vorgesehen: Ladestationen soll es nicht nur an Straßen, sondern auch in öffentlichen Parkhäusern, bei Bürogebäuden und in der Nähe von Wohngebäuden geben. Im Endausbau sollen Hunderttausende Ladestationen im ganzen Land verfügbar sein.

Überall aufladen - oder Batterie einfach austauschen

Das Problem der kurzen Reichweite soll ein schneller Batteriewechsel beseitigen. Statt die Batterie aufzuladen, soll sie an regulären Tankstellen ausgetauscht werden können - dank eines vollautomatisierten Robotersystems eine Angelegenheit von wenigen Minuten, verspricht Better Place.

Ebenso wichtig: Das Geschäftsmodell lässt sich laut Projekt-Chef Agassi schon mit der heutigen Generation von Lithium-Ionen-Batterien realisieren. Es sei also nicht nötig, auf einen Durchbruch bei der Akku-Technik zu warten, der vielleicht nie oder doch erst in vielen Jahren kommt.

Eine weitere Erleichterung: Autobesitzer sollen die bis zu 14.000 Euro teuren Batterien nicht kaufen, sondern vom Betreiber des Netzwerks gegen eine monatliche Gebühr leasen. Vielleicht, so die Hoffnung, ist dieses Projekt der entscheidende Anstoß für die Massenverbreitung von Elektroautos. Ist es erfolgreich, soll es in andere Länder exportiert werden.

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(sueddeutsche.de/dpa/gf)