Roger Riedener, der heutige Firmenchef, hat zwei dieser "Monotracer" nun elektrifiziert: In einem steckt ein Motor mit 136 PS; das andere ist mit einer 204-PS-Maschine ausgerüstet - der gleiche Antrieb steckt auch im Elektro-Mini. Damit rauscht der Schweizer Kabinenroller mit 240 Kilometern pro Stunde über die Bahn bei einem Verbrauch von - auf Benzin umgerechnet - 1,3 Litern pro 100 Kilometern.

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Die elektrische Variante wird im zivilen Leben "E-Tracer" heißen und soll nächstes Jahr in Serie gehen. Das Gefährt ist als einziges in der mit 2,5 Millionen Dollar dotierten Tandem-Kategorie verblieben, der Tango war nicht sparsam genug. Auf dem Michigan-Speedway fuhren Benzin- und Dieselautos, Hybride, Hybride mit Steckdosen-Anschluss und reine Elektrofahrzeuge um die Wette. Um den unterschiedlichen Antriebsvarianten gerecht zu werden, wurde der Energieverbrauch aller Teilnehmer in Benzin-Äquivalente umgerechnet.

Am Ende siegten die unkonventionellen Konstruktionen - die vielen umgebauten Alltagsautos, die das Feld am Anfang des Wettbewerbs füllten, sind allesamt ausgeschieden. Zu schwer waren sie, zu hoher Luftwiderstand, zu dicke Reifen.

In zwei Kategorien stehen die Sieger nun praktisch fest. Wenn der "Edison2" und der "X-Tracer" bei den abschließenden Messungen keine bösen Überraschungen erleben, können ihre Entwickler die Schecks entgegennehmen. Umkämpft ist noch die Kategorie der Zweisitzer; hier blieben fünf Teams übrig - alle Konstrukteure hatten auf elektrischen Antrieb gesetzt. Ein 160-Kilometer-Rennen auf dem Oval von Michigan entschied schließlich über die Platzierung: Es siegte der froschgrüne, vollverkleidete "Wave II" der Firma Li-Ion-Motors aus Las Vegas.

Knapp dahinter landete der "Electric Raceabout" der Metropolia University in Helsinki. Dritter wurde der "TW4XP" - ein Prototyp aus Deutschland, den der Hersteller des Liegerads "Twike" ins Rennen geschickt hatte. Das 20-PS-starke Mobil mit Cabriodach könnte bald in Serie gehen, wenn sich Investoren finden. Die US-Unternehmen Aptera und Zap blieben beim finalen Rennen mit ihren eleganten Elektro-Zweisitzern liegen.

Die Testfahrten sind beendet, nun müssen die Anwärter auf den Sieg ihre Fähigkeiten noch auf einem Prüfstand des Argonne National Lab in Chicago beweisen. Am 16. September werden in Washington die Preise verliehen - auch die knapp ausgeschiedenen Finalteilnehmer sind dabei und dürfen ihre Gefährte erneut präsentieren.

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(SZ vom 17.08.2010/bre)