Die Kommunen sind enttäuscht über Verkehrsminister Ramsauer - und befürchten, für die vielen Winterschäden an den Straßen alleine aufkommen zu müssen.
Die Kommunen haben sich enttäuscht über das Hilfspaket des Bundes für die Beseitigung von Frostschäden auf Straßen gezeigt. "Wenn die in Aussicht gestellten 100 Millionen Euro nur zur Ausbesserung von Bundesstraßen und Autobahnen genutzt werden dürfen, hilft uns das leider gar nichts", sagte Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds.
Für Ausbesserungen bei kommunalen Straßen besitzt der Bund keine Gesetzgebungskompetenz, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. (© Foto: dpa)
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Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) angekündigt, für die Ausbesserung der vom Winter stark beschädigten Straßen in Deutschland Soforthilfen in Höhe von 100 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen zu wollen. Diese sollen allerdings nur an die Länder gehen, weil diese die Bundesstraßen im Auftrag des Bundes unterhalten.
Für Ausbesserungen bei kommunalen Straßen besitze der Bund keine Gesetzgebungskompetenz, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Über Details und mögliche weitere Unterstützungen wollte Ramsauer am Mittwoch und Donnerstag mit seinen Amtskollegen aus den Ländern sprechen. Die Verkehrsminister von Bund und Ländern trafen sich zu zweitägigen Beratungen in Bremen.
Der Gastgeber der Konferenz, der Verkehrssenator von Bremen, Reinhard Loske (Grüne), kritisierte die Bundeshilfe als "Tropfen auf den heißen Stein". Zwar begrüßte er die Ankündigung grundsätzlich. Doch abgesehen von der Höhe müsse man auch die Verwendung der Mittel regeln. Geld dürfe nicht nur Bundesstraßen, sondern müsse auch kommunalen Straßen zugutekommen.
Auch der Auto Club Europa (ACE) hält Ramsauers Hilfsangebot für viel zu gering. Die 100 Millionen Euro seien "ein Zeichen des guten Willens", reichten aber bei weitem nicht aus, teilte der Verband mit. Den Finanzbedarf zur Beseitigung der Winterschäden schätzt der ACE auf mehr als 2,5 Milliarden Euro.
Die Bundesregierung selbst hat derzeit noch keinen genauen Überblick über die durch den ungewöhnlich strengen Winter verursachten Straßenschäden. Darüber lägen ihr "noch keine konkreten Zahlen" vor, schrieb sie in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag. Wie teuer es sei, die Frostschäden zu beseitigen, sei auch deshalb schwer zu schätzen, weil sich die Bauarbeiten nur schwer von den normalen Erhaltungsmaßnahmen abgrenzen ließen, heißt es in dem Schreiben weiter.
Neben der Beseitigung von Frostschäden wollten die Verkehrsminister auf ihrer Konferenz unter anderem auch über die Förderung von Elektroautos und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit debattieren. Zudem sollte die Finanzierung von Mitfahrerparkplätzen in Autobahnnähe geklärt werden. An solchen Parkplätzen können Pendler sich zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen und ihre Autos abstellen. Die Länder wollen erreichen, dass der Bund den Bau solcher Parkplätze bezahlt.
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(SZ vom 15.04.2010/woja)
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Die Straßenschäden traten vor allem in den Gegenden auf, die normalerweise nicht derartig intensiven und langandauernden Frost aufweisen, d.h. vor allem im Norden. Je nach Frosthäufigkeit werden nämlich unterschiedliche Asphaltmischungen und Unterfütterungen verwendet und wenn dann der Winter aus dem klimatischen Normalmaß fällt, dann sind die Schäden eben höher. Ganz lassen sich Frostschäden sowieso nicht vermeiden und das ist den Kommunen ja auch bewusst. Das hat aber nicht zwangsläufig was mit Pfusch und falschen Materialien zu tun!
...dann eben die strassen zu fussgängerzonen umfunktionieren; spart ne menge geld!
"...Banken subventionen (offiziell Bankenrettung)...
...Steuergelder für Griechenland..."
Wir leben halt mal in einer sich globalisierenden Welt mit einem marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftssystem. Da muß man halt mal Banken und Griechenland retten, das ist Teil der Kehrseite der Medaille, von der wir als Exportnation ja wie kaum ein anderer Staat profitieren. Wie auch von der EU. Aber das wollen viele nicht wahrhaben, viele hätten gerne beim Export Globalisierung, beim Rest strikte Nationalstaatlichkeit. Aber so funktioniert das Spiel ( zum Glück) nicht.
Vielleicht sollten sich mehr Leute mal die Systemfrage stellen ( nein, ich will keinen Soviet-Kommunismus), generell etwas kritischer die Grundlagen betrachten.
auf kopfsteinpflaster einfach eine teerdecke aufbringen lässt, die dann flugs wieder aufreisst... dann zahlt die stadt eben zweimal..aber die kosten für das planerische versagen werden dann schnell mit parklizenzen etc wieder abgefangen...
denn so, wie auf den Straßen sieht es in vielen Bereichen aus (Schulen, Kindergärten, Fußwege,...)
Mich wundert es jedoch nicht, denn das Steuergeld wird verschwendet durch:
- Prachtbauten die nicht der allgemeinheit braucht (Elbphilharmonie)
- Banken subventionen (offiziell Bankenrettung)
- bekannte Steuerverschwendung lt. BdSt ca. 30 Mrd.
- Besetzung von Afghanistan
- Steuergelder für Griechenland
- usw...
ich frage mich, wann die Politiker das Geld von uns Steuerzahlern endlich für die wichtigen Zwecke, von der auch die Allgemeinheit etwas hat, eingesetzt werden.
Paging