Ein Kommentar von Günther Fischer

Citroën treibt die Klima-Sau durchs Dorf, diffamiert die meisten Autofahrer und hantiert mit ungenauen Fakten.

Darf, wer selbst im Glashaus sitzt, mit Steinen werfen? Ganz offensichtlich. Denn genau das macht der französische Autohersteller Citroën im Moment - mit seiner aktuellen Werbekampagne zum C3-Modell.

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Zugegeben, dieser TV-Spot ist ein Meisterwerk der Tricktechnik. Es ist witzig zu sehen, wie niedliche Schweine, Autos symbolisierend, morgens rückwärts aus der Garage traben, sich auf die Straße begeben, in den Kreisverkehr einfädeln, auf die mehrspurige Autobahn sprinten und sich am Ziel brav einparken. Doch damit wird auch unterstellt: Autofahrer und ihre Autos liegen einfach tierisch daneben - sofern sie nicht ein Modell namens C3 fahren. Das ist nun nicht mehr witzig, sondern richtig neben der Sache. Auch die konkurrierenden Autofirmen bekommen ihr Fett ab: In deren Showrooms, so zeigt es der TV-Spot von Citroen, rotieren die Schweine auf Drehbühnen.

In den Showrooms rotieren die Schweine

Der ganze Schweinsgalopp ist mit fröhlicher Musik unterlegt - bis plötzlich eine Stimme aus dem Off erklingt: "Manche Autos sind nicht gerade besonders sauber. Zeit, das zu ändern. Der C3 mit sauberster Dieseltechnologie. Weniger Verbrauch, weniger CO2."

Der letzte Satz ist natürlich richtig - aber er trifft auch auf jeden anderen Hersteller und jeden Autofahrer zu. Wer sparsam und wohl dosiert seinen Gasfuß einsetzt, der verbraucht weniger Benzin und pustet weniger CO2 aus seinem Auspuff raus.

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